Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Momentaufnahme

Strom!

Übrigens: Frankfurt-Niederrad hat wieder Strom, wie dieser billige Webcam-Schuß demonstriert! Heute morgen um fünf Uhr wurde in der Bürostadt der Strom wieder eingeschaltet, lasst Euch nicht von Pressemeldungen was anderes erzählen. Früher, als Strom noch von ordentlichen Stadtwerken kam, und nicht von auf deregulierten Märkten operierenden Unternehmen, wäre 10 Stunden Ausfall undenkbar gewesen. Aber Privatisierung macht ja alles besser, toller, effizienter, sagen uns die Markt-Ideologen …



5 Kommentare



Boris am 02.11.2004:


Merkwürdig, bei mir in Bornheim hats gestern Abend nur mal ganz kurz geflackert und das Glotzi hat sich selbst auf Bereitschaft geschaltet.
Sonst war nix.

Aber dass auf “deregulierten, privatisierten Märkten” irgendetwas für den Kunden Positives geschieht (von geringeren Preisen gar nicht zu reden, höhö..), ist wirklich nichts weiter als neoliberales Gekleistere. Es gibt m.W. kein positives Beispiel weltweit. Reine Ideologie…

Herr Braun am 03.11.2004:

10 Stunden, da kann ich nur müde lächeln ;-) Als letztens die völlig deregulierte Elbe geruhte, über die Ufer zu treten, hatten wir im Stadtteil eine Woche keinen Strom. Andererseits haben wir in Dresden noch die Stadtwerke, wer weiß ob ich jetzt schon wieder schreiben könnte, wenn heir alles privat wäre…

Rakeman am 03.11.2004:

Mag für einen Nicht-Betroffenen eine einfache Aussage sein, aber warum nicht den Luxus eines Stromausfalls geniessen?

Ralf am 03.11.2004:

Boris, korrekt, man muß nur mal an die Post AG denken, der einzige der sich über diese Privatisierung freuen konnte war der Finanzminister.

Herr Braun, wenn alles privat wäre gäbe es keinen Strom, die haben nicht genug Geld um schwere Infrastrukturschäden zu reparieren, da schreien sie dann nach dem Staat …

Rakeman, ich persönlich hätte da kein Problem mit, aber Frankfurt-Niederrad ist eine fast reine Bürostadt, und mein Arbeitgeber und die ganzen anderen Firmen haben einen Haufen Rechner im Keller stehen, die nach Strom zum Rechnen und Kühlen dürsten. Was glaubste, was in der Nacht an Diesel in den Frankfurter Abendhimmel geblasen wurde …

Boris am 03.11.2004:

Das muss jetzt einfach sein:
Diesel – für die ganzen Server mit Pentium Xeon TDI mit Bitpartikel-Filter…