Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Internet

1 »Im Cartier-Design« = 10.000 Euro

Die FR hat ein frisches Beispiel aus dem grassierenden Wahnwitz des Marken- und Urheberrechts: »Markenfirmen überziehen Privatleute mit Abmahnungen. Ein Schüler soll mehr als 10 000 Euro bezahlen, weil im Text zu seiner Ebay-Auktion das Wort ‘Cartier’ vorkam.«

Der Bursche hat nicht mal ein Plagiat verkauft, sondern lediglich zu einem Schmuckstück beschreibend »im Cartier-Design" hinzugefügt. Man darf lt. FR nicht einmal »nicht von Cartier« in der Beschreibung verwenden, ohne die Abmahnkönige anzulocken. Absurd! Es ist etwas faul im ganzen System.



2 Kommentare



Foto Freaker am 28.09.2004:


10.000 Euro-Klagen schon ab einem Euro.
“Es lebe der verrückte Epay-Herbst.”

Mark am 2004-09-28 22:56:34 +0200:

Das krankste an abmahnungen is ja noch, das jeder (jurist) alles abmahnen kann, wenn ich das von einem bericht vor ein paar jahren noch richtig in erinnerung hab und der korrekt war. Wenn ich also diese auktion hätte abmahnen wollen, hätte ich das tun können, obwohl ich nichts, aber auch garnichts, mit dem markennamen oder dem hersteller zu tun hab.

Wenn dann noch richter über etwas urteilen von dem sie scheinbar keine ahnung haben und wegen ein bischen gebrauchtkram von einem gewerbe ausgehen ist das ein armmutszeugnis.

Man sollte im internet eine liste von firmen veröffentlichen, die dermaßen ausrasten und dazu aufrufen, denen ihre produkte nichtmehr zu kaufen. Aber wozu würde das wohl führen…ABMAHNUNG!
Armes deutschland…