April 2006

Rails und Updates

Webworking

StammleserInnen werden sich erinnern: Rails-Updates verhalfen meinem Haarschopf zu einem höheren Grauanteil.

Nun kam das Update auf Rails 1.1, und auf Shared-Hosting-Umgebungen klappten einige Rails-Applikationen zusammen wie Kartenhäuser im Durchzug, ohne dass sich die Nutzer dagegen wehren konnten (Shared-Hosting eben). Jetzt hat der Meister DHH persönlich die Lösung verkündet: Jede Rails-Applikation wird Rails mit der Applikation ausliefern. Was zu heftigen Debatten ebendort führte.

Die Idee ist unkonventionell, aber sinnvoll. Aber letztendlich eine späte Bestätigung meiner damaligen Aussage bezüglich Updates. Und der Produktiv-Host bleibt vorerst auf Rails 1.0. Ihr wisst schon, die Haare. ;-)

rails ror rubyonrails

Großartig: Tomte live!

Musik

Tomte live, 31.3.06 - 1

Freitag abend spielten Tomte live im Substage in Karlsruhe. Und der Laden war ausverkauft! Die Glücklichen, die hinein durften, erlebten ein großartiges Konzert. Tomte-Sänger Thees Uhlmann war glänzend aufgelegt und begrüßte das Publikum mit den Worten »Hallo, wir sind Umbra et Imago, mein Name ist Mozart« (Für die Uneingeweihten: Wikipedia: Umbra et Imago). Tomte spielten einige alte Klassiker und natürlich die Songs ihres aktuellen fantastischen Albums »Buchstaben über der Stadt«. Obwohl die Band aus großartigen Musikern besteht (3/5 davon waren bereits letztes Jahr mit Olli Schulz in Karlsruhe zu bewundern, und der Hund Marie sitzt bei Tomte am Keyboard), lebt sie in erster Linie von Stimme und Präsenz des Sängers Thees. Hat er, so wie gestern, einen richtig guten Abend, wird es ein großes Konzert.

Wenn man die eher ruhigen Songs von Tomte von Tonträgern kennt, mag man sich es kaum vorstellen, aber die Menge war so enthusiasmiert, dass sich verzeinzelte BesucherInnen zum Crowd Surfing (erstaunlich, für was es alles Einträge in der Wikipedia gibt ;-)) animiert fühlten. Und sie trieb die Band zu zwei Zugaben, eine davon spielte Thees alleine mit der Gitarre. Fazit: Wer dabei war, wird garantiert beim nächsten Mal wieder kommen, und dann wird das Substage sicher zu klein sein…

Pardon für das lausige Bild (ich habe noch eins und noch eins), aber die Umstände ließen keine Highlights der Fotokunst zu.

tomte musik karlsruhe substage

Generation Montag

Webworking Ontour

Am Montag, dem 10. April, ist es wieder so weit: Der Web Montag in Frankfurt geht in die nächste Runde. Und, wie beim Bericht über die erste Ausgabe angedroht, bin ich auch wieder dabei. Im Web-Montag-Wiki findet man wie immer alles, was man dazu wissen muss. Dieses Mal scheint das Vortrags-Programm nicht so üppig wie beim letzten Mal zu werden, so dass man dieses Mal vielleicht mehr zum »Kuscheln« ;-) kommt.

Wer schauen möchte, ob es sich lohnt, das Montagsspiel der 2.Liga im DSF für einen Web Montag sausen zu lassen, kann im Web-Montag-Wiki Links und Berichte zu dem finden, was die Schriftkundigen aus Nah und Fern zur letzten Ausgabe in das digitale Pergament ritzten.

webmontag webmontag20060410

Das Leben als Möglichkeit zur Kunst begreifen

Rundesleder

»Der linke Fußball ist für mich zugleich intelligent und kreativ. Er ist inspirierend und voll Leichtigkeit, fast eine Kunstform. Der rechte Fußball ist Kampf, ist Arbeit und eher destruktiv. Ich habe mich, wie ja auch Millionen Fußballfans, ganz klar dem linken Fußball verschrieben, und es wundert mich, dass wir in der Bundesliga fast nur rechten Fußball zu sehen bekommen. Vielleicht ist hier Werder Bremen noch die Ausnahme, aber ansonsten wird bei uns Fußball vor allem gearbeitet.«

Zitat des Gladbacher Mittelfeldspielers Thomas Broich in einem sehr sehr sehr guten Interview mit dem VfLog (Teil 1). Auch wer keine Fußballer-Interviews mag (wg. des Lukas P. Traumas) darf mal reinlesen. Man kann dann erfahren, wie ein Fußballer sich selbst unsympathisch finden kann, Fußball nicht immer nur arbeiten, sondern das Leben an sich als Möglichkeit zur Kunst begreifen möchte, und überhaupt einen kleinen Ausflug ins Innenleben eines Fußball-»Stars« unternehmen.

Nach dem souveränen Sieg vom Samstag kann man sich nun erst einmal beruhigt solchen Schöngeistereien hingeben, bevor man dann gegen Wochenende kühn wird und es wagt, heimlich im stillen Kämmerlein von drei Punkten in Hamburg zu träumen… ;-)

P.S.: Manchmal geht mir Textile so richtig auf die Nerven. Ich muss wie ein funktionaler Analphabet »Lukas P. Trauma« schreiben statt, wie es bekanntlich im Deutschen gehört, »Lukas-P.-Trauma«, weil Textile sonst den halben Absatz durchstreicht. Und wir alle wissen ja, dass es im Deutschen keine zusammengesetzten Substantive mit Leerzeichen gibt, immer wenn ich z.B. Web Montag lese habe ich große große Schmerzen…

fußball thomasbroich borussia borussiamönchengladbach gladbach

Die Hölle friert zu: Windows auf Macs!

Mac

Sowas! Apple ist immer wieder für eine Überraschung gut und unterstützt mit Boot Camp offiziell die Installation von WinXP auf Intel-Macs. Vielleicht lässt die Namenswahl ja auf die Intention schließen: Wikipedia – Bootcamp.

Mir persönlich würde schlecht und ich bräuchte ganz schnell eine Tüte, wenn auf dem schönen Mac das abscheuliche Virenschleudersystem booten würde. Abgesehen davon lehrt die Dual-Boot-Erfahrung mit Linux und Windows auf einem PC, dass man keinen Bock hat, ständig das System zu rebooten, nur um eine Anwendung zu starten.
Dual- (oder Multi-)Boot ist also, außer man ist Softwareentwickler und braucht einen Zoo von Systemen zum Testen, auf die Dauer nicht praktikabel. Zumal es auf Macs mit Mac OS X nicht üblich ist, das System nach der Arbeit herunter zu fahren und zu Beginn der nächsten Session wieder neu zu booten.

Aber: Ist das ein genialer Schachzug oder der Anfang von Apples Ende?

Geschichte wiederholt sich zwar nicht. Aber man kann, soll und muss aus ihr lernen. Also: Einst gab es ein System namens OS/2. Innerhalb des Systems lief das damalige Windows 3.1. Also sagten die Softwarehäuser: »Hey, OS/2-User, warum sollen wir uns der Mühsal unterziehen, eine OS/2-Version von KannNichtVielAberKostetNeMenge zu entwickeln, wo Du doch problemlos die Windows-Version nutzen kannst?«
Tja, und so wollte irgendwann niemand mehr das schöne OS/2 benutzen, weil es keine Software dafür gab, und heimlich still und leise verstarb es, weil es nur noch auf Geldautomaten Verwendung fand…

Man darf gespannt sein. Vielleicht markiert dieser Tag den Anfang vom Ende.

apple macosx windows bootcamp

Web Montag jetzt mit Chat!

Weblogtalk Webworking

Wie bereits erwähnt, am kommenden Montag steht der zweite Web Montag in Frankfurt ins Haus. Im Vorfeld, und am Montag, so uns die Netzgötter wohlwollend gesonnen sind, treiben sich diverse Web-Montag-Fans im altehrwürdigen IRC herum, im eigens für den Web Montag eingerichteten Channel #webmontag im Freenode-Netz. Auf der Web-Montag-Chat-Seite stehen alle Daten, eine (noch kurze) Liste der Regulars (präziser, derjenigen, die sich vornehmen, Regulars zu werden ;-)) und ein Link zu einem Webinterface (Vorsicht, Java bricht los!), das Sascha dankenswerter für den Channel eingerichtet hat. Für diejenigen, die mit den altehrwürdigen Internet-Diensten nicht vertraut sind…

Apropos Web Montag: Hasematzel hat eine hübsche Zusammenstellung 2.0 aggregiert von den üblichen Diensten zum »Thema Web Montag«.

webmontag irc webmontag20060410

Schon wieder Dienstag!

Weblogtalk Ontour

Nun ist er schon wieder vorbei, der 2. Webmontag in Frankfurt.

Ich erspare mir hier Zusammenfassungen der einzelnen Vorträge, denn gemeinsam mit Beate und Gerrit habe ich ein wenig im SubEthaEdit live gebloggt und im Chatraum ein wenig live gechatted. Die Live-Mitschrift ist hier verfügbar.

Die Vorträge von Sascha und Martin fand ich sehr gelungen. So wie sie auf einem Web Montag sein sollen: Das Thema kurz anreißen und im Rahmen der Zeit etwas darüber erzählen, so dass man anschließend weiß, ob man sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte oder nicht.

Letzteres ist bei Ingos Vortrag, bei mir zumindest, auch gelungen. Niemals werde ich auf die Idee kommen, mit Typo3 bloggen zu wollen. Ingos Vortrag war auch eindeutig zu lang und zu tief in den ugly details von Typo3. Bei Zbigniews Vortrag gelang das auch, Perl ist einfach nicht mehr mein Ding. Aber sein Vortrag war von der Form her gelungen.

Aber Web Montag ist ja nicht nur Vorträge anhören, sondern auch das, was man so schön neudeutsch networken nennt. Dieser zweite inoffizielle Teil war nett und die Zeit verging im Fluge.

Fazit: Gelungen, ich werde ich auch die nächste Auflage besuchen. Man darf gespannt sein, wie sich die Web-Montage entwickeln. Ich habe das Gefühl, dass die gestrigen eher technischen Vorträge an den Leuten von draußen, also denen, die nicht direkt aus der Weblog-Wiki-Web2.0-Szene kommen, vorbei liefen. Andererseits werden unverbindliche Einführungen oder gar krawattenlastige, nur mühsam getarnte Verkaufsvorträge, wie ich sie in meinem Leben bei diversen Veranstaltungen oft genug erlebt und die Nase mehr als voll von habe, die Leute, die sich bereits auskennen, vertreiben. Es wird schwierig sein, die Balance zwischen diesen beiden Extremen zu finden und die Web-Montage als das zu erhalten, was sie meines Erachtens nach sein sollen: Ein Treffpunkt zwischen Aktiven und Entwicklern der Web 2.0-Szene und Interessenten aller Art.

webmontag webmontag20060410 web2.0

Mac-Voodoo: Zugriffsrechte reparieren

Mac

Als Mac-UserIn kennt man das: Spricht man mit einem anderen Mac-User über irgendein OS X-Problem, kommt die Sprache unweigerlich auf die Universal-Lösung für alle Mac-Probleme: »Zugriffsrechte reparieren«.

Als neuer Mac-User, Anno 2003, aber routinierter Linux-User seit 1994, hatte ich in meinem Inneren stets leise Zweifel an der Wirksamkeit dieser Universallösung. Es keimte der Verdacht, das »Zugriffsrechte reparieren« für den Mac-User das ist, was »Festplatte defragmentieren« für den Windows-User ist: Eine mythische Ersatzhandlung, welche längst von ihrem ursprünglichen Anwendungszweck befreit, nur noch ein Ritus ist, um die Geister des Computers gnädig zu stimmen. ;-)

Nun kodifiziert niemand geringeres als John Gruber »Zugriffsrechte reparieren« als religiöse Mac-User-Handlung: »Seriously, `Repair Permissions´ Is Voodoo«

Nachschlag von MacFixIt (via fscklog)

mac osx macosx

»Über die Schulter gucken« 2.0

Zeugs

A Spider!

Warum nur wollen die Leute alle Screenshots sehen? Nichts erreicht bei flickr in Windeseile höhere Zugriffszahlen als Screenshots. Okay, fast nichts, nackte Selbstportraits junger Damen schlagen Desktops natürlich locker. ;-)

Es muss dieser Reiz des »Blicks über die Schulter« sein. Denn ich schaue auch gerne Desktops an. Oder Bilder von Schreibtischen anderer Leute. Oder schaue ihnen in ihre Taschen. Web 2.0 macht Sachen möglich, die gibt es gar nicht. Oder geht man zu Leuten hin und sagt: »Entschuldigung, dürfte ich mal in ihre Tasche gucken?« Eben!

flickr web2.0 desktop macosx mac

Jolly Roger

Weblogtalk

So ist das in der Blogosphäre! Man befruchtet…, äh, ich meine, so intellektuell und so…, sich gegenseitig. Jeder bringt einen Teil Wissen ein, und am Ende weiß niemand mehr irgend etwas. So in der Art funktioniert das in der schönen neuen Internetz-Welt der sozialen Medien.

Jedenfalls, der Herr powerbook_blogger lernt von mir neue Wörter, und ich lerne dafür, dass die bekannte typische Piratenflagge »Jolly Roger« genannt wird.

[Bild: Liftarn]
Wikipedia: Jolly Roger

jollyroger impertinent

Auf Schienen purzeln: PKK on Rails!

Webworking

Das Zweit- und Tumblelog P.K.K. läuft nun auf Rails. Alle kühlen Tumblelogs laufen auf Rails. P.K.K. lief unter PHP. Das ist aber unkühl, geradezu warm! In Tumblekreisen. Darum mussten wir das schleunigst ändern.

Spaß beiseite, da mein etwas hastig zusammengeklöppeltes PHP-Tumblelog diverse Macken hatte (die ihre Ursache auch und vor allem in den eingebundenen Libraries von Dritten haben, auf deren Reperatur man aber auch gar keine Lust hat), war so ein Tumblelog genau das richtige überschaubare Projekt, um erstmals (was mich angeht) eine eigene Rails-Applikation in die wilde Freiheit des großen weiten Webs hinaus zu lassen. So entstand also in bester agiler Entwicklungstradition an zwei Abenden der minitumbler 2, der nun das P.K.K. befeuert. Wer weiß, vielleicht wird er eines Tages in die Welt entlassen.

Auch als alte PHP-Nase (damit arbeite ich schon seit den Zeiten, als es noch auf den Namen PHP/FI hörte) komme ich nicht umhin, der Entwicklung in Rails einen gewissen Reiz und Spaßfaktor zuzusprechen, der umso höher ausfällt, je tiefer man in die Materie einsteigt. Es ist halt so ganz anders, und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. ;-)

pkk tumblelog rails php

22C3-Nachwehen: Die Videos sind da :-)

22c3 Ontour

Art & Beauty

Für unsere schnelllebige Zeit ist der hier ausgiebig bebloggte 22C3 zwar schon ewig her, aber eigentlich sind ja erst ein paar Wochen vergangen.

Für viele fleißige Helferinnen und Helfer hinter den glamorösen Kulissen war der Congress nach dem Congress noch lange nicht zu Ende, denn es galt die vielfältig eingefahrene multimediale Ernte zu schmackhaften Produkten zu verarbeiten. Und nun ist es soweit: Die Videos von allen Vorträgen stehen zum Download per Bittorrent zur Verfügung.

Und was sagen wir Congress-Besucher und nicht-Congress-Besucher-aber-Interessenten da laut im Chor? Na klar: Danke!

Ein kleiner Round-Up, weil der Congress ja schon soooo lange her ist:

  • Der Fahrplan. Alle Vorträge mit kurzen Zusammenfassungen, verlinkt mit Präsentationen und weiterführenden Orten in der weltweiten Datenflut.
  • Recordings im Wiki. Da werden später auch noch Audio-Dateien der Vorträge erscheinen.
  • Und Feedback zu den Vorträgen nicht vergessen!

22C3

Webmontag-Großkampftag

Weblogtalk Webworking

Der kommenden Montag (24.4.06) ist wieder ein Web-Montag, und zwar in Berlin, München und in der Stadt die es gar nicht gibt, in Bielefeld.

Wichtig für alle potenziellen BesucherInnen des Montags in München: Der Ort des Geschehens wurde erst gestern endgültig festgelegt, Details gibt es bei Siegfried oder im Wiki.

Nun hoffe ich, dass die TeilnehmerInnen der drei Web-Montage, genau wie wir dereinst in Frankfurt, fleißig von den Geschehnissen bloggen oder sich mal im Chat blicken lassen, denn als Web-Montag-Fan ist man natürlich neugierig, was woanders abgeht, und man kann ja nicht überall dabei sein.

webmontag webmontag20060424

Das Spiel mit dem runden Ball und das verlorene Paradies

Rundesleder

Fußball ist »Einübung ins Leben. Er symbolisiert das Leben selbst und nimmt es in einer frei gestalteten Weise voraus. […] Im Zusehen identifizieren sich die Menschen mit dem Spiel und den Spielern und sind so sehr am Miteinander und Gegeneinander, an seinem Ernst und seiner Freiheit beteiligt. Die Spieler werden zum Symbol des eigenen Lebens; das wirkt wieder auf sie zurück. Sie wissen, dass die Menschen in ihnen sich selbst darstellen und bestätigt finden. […] Natürlich kann dies alles verdorben werden durch einen Geschäftsgeist, der das Ganze dem düsteren Ernst des Geldes unterwirft und das Spiel aus einem Spiel in eine Industrie verkehrt, die eine Scheinwelt von erschreckendem Ausmaß hervorbringt. Aber selbst diese Scheinwelt könnte nicht bestehen, wenn es nicht den positiven Grund gäbe, der dem Spiel zugrunde liegt: die Vorübung des Lebens und die Überschreitung des Lebens in Richtung des verlorenen Paradieses.«

Der Papst aka Benni 16, als er noch Joseph Ratzinger war, 1978 in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk, zitiert von 11 Freunde.

So, und nun soll noch einmal irgendwer etwas sagen, wenn man mit der Bierpulle in der Hand vor dem TV hängt und Fußball schaut. Äußert jemand Unverständnis, antwortet man trocken: »Ey, ich mache eine Vorübung des Lebens, Du weisst schon, Überschreitung des Lebens in Richtung des verlorenen Paradieses…«

Und der erste paradiesische Schritt wäre: 3 Punkte gegen Hertha! Denn im Haus Borussia hängt schon wieder der Haussegen schief. Wir brauchen Punkte, Punkte, Punkte!

Mein Freund ist aus Leder.

fußball ratz benni16

Bend it like Bill

Gtd

Bill Gates’ Arbeitsfluss macht durch fast alle Blogs die Runde. Überraschend für den Beobachter verlässt sich der gute Bill nicht nur auf menschliche E-Mail-Filter, sondern auch ausschließlich auf die bekanntermaßen vorzügliche fehlerfreie Produktpalette seines Hauses hüstel.

Möchte man wie Bill die Arbeit fließen lassen, hat aber nicht so viele Scheinchen über resp. ein geringeres Vertrauen in die vorzügliche Produktpalette, so lese man: Roll your own Bill Gates workflow for free.

gtd billgates workflow

Die Ankunft des Jedi-Ritters

Mac Techkram

Update: Man kann sich das Geräusch anhören (MP3, ca. 103kB)
Das »Röhren« ist kein Störgeräusch, sondern kommt so aus dem armen kleinen Powerbook. ;-)

Also, gestern, komme ich so nach Hause. Bringe mein Powerbook ins Netz und fahre die übliche Datensicherung per rsync auf den Linux-Rechner. Schalte den Linux-Rechner wieder aus, die gewohnte Arbeitsstille ist da (ja, liebe PC-User, wir Mac-User arbeiten normalerweise in absoluter Stille, was machinenverursachte Geräusche angeht ;-)). Nach einiger Zeit erfüllt ein leises Sirren die Luft, wie von einem Jedi-Schwert, das in der Luft bewegt wird. Es wird lauter. Ich denke: »Hm, herumlaufende Jedi-Ritter sind in Wiesbaden eher unüblich«, und forsche nach der Ursache des Geräuschs.

Nach ein wenig herumlauschen stelle ich fest: Das Geräusch kommt aus dem Powerbook, ist bei Bewegung des Geräts beliebig reproduzierbar. Wenn man genau hinhört, hört es sich auch noch so an, als würde der Jedi-Ritter mit seinen Stiefeln durch Sand laufen. Mein erster Verdacht: Der Lüfter, gerade wg. der Bewegungsabhängigkeit. Ich forsche ein wenig in den Weiten des Webs, finde ein fast identisch klingendes Geräusch. Dort wollen sie einem aber etwas von Spannungswandlern erzählen. Ich bin verwirrt, warum sollte nach fast drei Jahren ein Spannungswandler anfangen, solche Geräusche zu machen? Ich verwerfe die Spannungswandler-Theorie.

Parallel beginne ich, tars von /usr/local und /opt anzulegen, in denen sich diverse selbst kompilierte Sachen wie PHP 512 befinden. Und während das tar zusammen packt, steht der Jedi-Ritter klopfend vor der Tür: Es kommt ein häßliches klopfendes und ratterndes und kratzendes Geräusch (Klack Klack – Klack Klack – krrrrrrrr) von der Festplatte aus dem kleinen Powerbook. Ich tare zu Ende und kopiere die Archive auf den Linux-Rechner. Danach boote ich von der Tiger-CD, nach dem Start-Sound rattert es wieder häßlich und noch lauter, der Jedi-Ritter hat die Tür eingetreten und ist da. Obwohl laut SMART und Festplattendienstprogramm noch alles in Ordnung ist, stelle ich fest: Die Festplatte ist wohl hinüber! Gelobt sei rsync und seine regelmäßige Anwendung!

Nun steht also Festplattenwechsel und Neuinstallation ins Haus (da haben wir hinreichende Erfahrung mit). Und die Bastelei in den Innereien des Powerbooks wird sicher ein großer Spaß. ;-)

powerbook festplatte

So geht das

Mac Techkram

Das war es also mit der Festplatte. So geht das. In einem ausgiebigen Bastelstündchen wurde die Festplatte ausgetauscht. Wenn man schon muss, muss natürlich auch ein Gewinn dabei raus springen, ergo wurde die vorhandene defekte 60-Gig-Platte von Toshiba durch eine neue von Samsung mit 100 GB ersetzt. Und, oben im Bild der große Schraubendreher, es wurde extra für den Umbau ein T6-Torx-Schrauber für sagenhafte 5,20 EUR angeschafft!

Der Umbau ist nicht so schlimm, wie die Anleitungen von iFixit, Stefan Horn oder Spreeblick-Johnny vermuten lassen. Wer schon einmal einen PC geöffnet und ohne Schaden an Mensch und Maschine umgebaut hat, bekommt das auch hin. Mit ausgiebiger Fotografiererei (die Tage gibt es davon noch mehr) habe ich 1,5 Stunden gebraucht. Wahrhaft langwierig war die Wiederherstellung des Betriebssystems und der Arbeitsumgebung. Aber Computer sind ja schließlich dazu da, Probleme zu schaffen, die man ohne nicht hätte…

powerbook festplatte mac