Dezember 2005

Musik

Die Fantastischen Vier

Die Fantastischen Vier Kontrastprogramm. Heute mal keine Männer mit Gitarren, sondern mit den Fantastischen Vier, die auf ihrer Clubtour Station im Wiesbadener Schlachthof machten, eine Dosis Hip-Hop. Und es war richtig gut, Fanta 4 spielten die alten Hits, die man halt so kennt. Das Publikum ging gut ab, und die Jungs haben es einfach drauf, das Publikum zu unterhalten. Ansonsten gab es Tanzeinlagen der Herren, die ein wenig an eine Boyband erinnern, eine ziemlich dramatische Solonummer von Thomas D., für die die drahtige Hupfdohle sich auszog und den Damen im Publikum sein Sixpack offenbarte, und ca. zwei Stunden (gefühlt, habe nicht die Zeit gestoppt) Action. Fazit: Kann man sich anschauen, unterhaltsamer Abend. Tour geht noch bis zum 18.12.05, Termine auf der Website, die geflasht ist und daher nicht verlinkt werden kann. Aber ich denke, sie wird eh schon, wie auch in Wiesbaden, überall ausverkauft sein.

fanta4 diefantastischenvier fantastischenvier wiesbaden schlachthof

Weblogtalk

Realitätswahrnehmung 2.0

Bild: Reality Dieses Bild »Reality« von Flickr-User Gridlock bringt die neuartige mediale Wahrnehmung von Realität in den Zeiten von Web 2.0 am Beispiel des desaströsen Feuerinfernos von Hemel Hempstead ohne große Worte auf den Punkt.
Natürlich sind wir, die wir das auf unserem Computerschirm anschauen, ohne von einem quasi-amtlichen medialen Vermittler darauf »angesetzt« worden zu sein, Teil jenes »auf den Punkt bringen«.

Flickr: Photos tagged with hempstead

web2.0 flickr hempstead

Weblogtalk

Der große Haken 2.0

Das große Desaster an unser aller Lieblings-Web.2.0-Site del.icio.us zeigt sehr drastisch den gewaltigen Haken an der so fürchterlich wunderbaren Web-2.0-Welt des »Remixens« von persönlichen Informationen auf externen Web-Services mit den offenen APIs: Hat $Anbieter ein Problem, sind die Daten weg. Oh, Vergänglichkeit, Du bist immer der große Sieger, auf die Unendlichkeit hin gesehen.

Ich bin gespannt, ob das ohne Datenverlust abgegangen ist.
Dabei habe ich bereits einen deli-Importer, ich müsste ihn nur mal aktivieren…

Update: Hurra, deli ist wieder da! Und auf dem ersten Blick scheinen wir noch einmal Glück gehabt zu haben, die Links machen einen vollständigen Eindruck. Nun geht es aber an das Sichern…

Rundesleder

Jahresabschlussborussiabloggen

Ein letztes Mal in diesem Jahr »Borussia-Bloggen«. Man kann die Winterpause diese Saison mit einem in den letzten Jahren ungekannten wohligen Gefühl eines relativ sicheren Tabellenplatzes angehen, und die Art und Weise, wie die Helden mit der Raute auf der Brust das Spiel gegen Frankfurt nach einem 0:2-Rückstand noch in die richtige Bahn zu einem 4:3-Sieg umgedreht haben, macht Mut für die Rückrunde. So gut, mit Kontakt zu den UEFA-Pokal-Plätzen, standen wir schon lange nicht mehr. Gute Sache! ;-)

Ansonsten? Wer Herbstmeister wurde, ist mir soeben entfallen. Und die Liga entwickelt sich immer mehr zum Irrenhaus. Ein paar Spiele verloren und ein bißchen Unruhe – schwupps, weg ist der Trainer. Neuerdings auch der Manager gleich mit, so in der verbotenen Stadt mit der schmutzigen Bahnhofskirche (oops, auf welchem Tabellenplatz steht denn der Geißbockklub, sowas aber auch…) und beim VfL Wolfsburg. Wobei man fairerweise sagen muss, dass Strunz als Manager die Fehlbesetzung schlechthin war. Als ich im Sommer das Kicker-Sonderheft studiert habe, musste ich ob dieser Personalie schon arg zweifelnd mein von vielen Jahren Bundesliga erfahrenes Haupt wiegen…

Wie man es richtig macht, zeigt Mainz 05. Trotz katastrophalem Start hielt man am Mainzer Gott Kloppo fest, der Erfolg gibt ihnen Recht. Aber das ist die Ausnahme, darum kann man über Meldungen wie diese nur schmunzeln. Nix gegen Thomas Doll, aber wenn der HSV knapp die Champions League verpasst und mit, sagen wir, zwei Auswärtsniederlagen und drei Heimunentschieden in die nächste Saison startet, heisst es »und tschüss«. Darum kann man sich solche symbolischen Vertragsverlängerungen (der Vorstand will zeigen »Boah, machen wir einen auf Kontinuität«) eigentlich schenken.

Nun, das war es also für 2005 mit dem runden Leder. Ab jetzt kann der Fernseher aus bleiben, da nur noch obskure Wintersportarten zu sehen sind, bis man dann Ende Januar 2006 endlich wieder lauthals verkünden kann: Mein Freund ist aus Leder.

borussia gladbach fußball

Zeugs

Da für Sekunden und weg für Jahre

Leeres Haus / Empty House Hier war es in letzter Zeit ganz schön ruhig. Das hatte so seine speziellen Gründe. Einer davon sind Heuschrecken. Im Kontext von Münte zu verstehen. Zum Thema »Arbeit« bietet 2006 daher Handlungsbedarf. Dazu kommt eine diffuse Unlust, das zu bloggen was sowieso alle bloggen, und die immer gleichen Kurzzeit-Rants der immer gleichen Problematisierer locken auch keinen Hund hinter dem Ofen hervor.

Zum Jahresende 2005 wird die Blogaktivität aber wieder hochgefahren. Denn nicht nur heuschreckenfreie Tage und die Jahresendzeitfestivitäten stehen vor der Türm, sondern auch der 22C3. In diesem Zusammenhang darf ich dezent darauf hinweisen, dass das bewährte Konferenzblogger-Team dort auch in diesem Jahr nicht nur rumlungern und Club-Mate trinken, sondern auch total interessant und voll brutal ernsthaft bloggen wird: 22c3.konferenzblogger.de. Dazu dann in den nächsten Tagen mehr. Hier und dort. Dort wird auch noch hübscher. Aber Propaganda muss ja beizeiten gestartet werden.

heuschrecken 22c3

Zeugs

Frohe Festtage!

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Da sich Weihnachten jedes Jahr wiederholt, kann auch das Bildchen noch einmal wiederholt werden, zumal ich der Ansicht bin, dass es, in Anbetracht der Mühe, die die Aufnahme gekostet hat, nicht angemessen gewürdigt wurde. ;-)

Dieses Jahr habe ich mit den Einkäufen schon etwas früher angefangen, nämlich gestern Nachmittag hüstel. Dabei hatte ich im Kaufhaus eine Erscheinung, die mir den Schreck in alle Glieder fahren ließ. Ich dachte schon, der Rächer der späten Geschenke wäre gekommen um die Strafe für die Sünde einzufordern und zu fragen, wo denn bei all’ dem Weihnachten im Kapitalismus eigentlich die Botschaft geblieben ist?

Ich wünsche Euch schöne Feiertage!

Direkt danach steht ja 22C3 auf dem Programm. Das dazugehörige Konferenzblog wurde auch noch zwischen den Geschenken fit gemacht, sogar mit Podcast. Premium Content, wohin das Auge reicht…

22c3 Ontour

Berlin im Schnee

Volksbühne im Schnee Ganz Berlin, wo ich gerade beim 22C3 weile und kräftig konferenzblogge, liegt im Schnee und ist genau so kalt, wie man sich Sibirien halt so vorstellt. Das Bildchen zeigt übrigens den Blick aus der Unterkunft auf die berühmte Volksbühne.

Hier, wo wir unter uns sind, kann ich mal erzählen, dass dieses Jahr der Anteil der Ober-Verpeilten und Kiddy-Pseudo-Hacker ziemlich hoch ist. Neben mir sitzen ganz pöse Hacker, die meinen, wenn sie Enigmail im Thunderbird installieren, wäre die Abfrage ihres unverschlüsselten POP3-Accounts sicher. Dem schadet ein gecrackter Account aber nicht, er fiel mir schon vorher durch telefonieren während eines Vortrags auf und trägt damit den Stempel Wünschenswertes Opfer fett auf der Stirn…
Und ein voluminöser Verpeilter von geschätzten 100 Kg flog quer durch das Auditorium und riss dabei fast die versammelten Notebooks vom Tisch. Ne ne ne. ;-)

Die interessanten und guten Sachen (die natürlich in der Überzahl sind, keinen falschen Eindruck hier mitnehmen) erzähle ich weiterhin drüben

berlin volksbühne 22c3

22c3 Ontour

22C3 hinterlässt Spuren - nicht nur im Schnee

Schon der dritte Tag auf dem 22C3. Das bleibt nicht ohne Spuren. So kam der Autor dieses kleinen Blogs aus heiterem Himmel auf die Idee, dass es ziemlich kühl ist, auch in geschlossenen Räumen eine Mütze zu tragen. Wenn sich also jemand aus der verehrten Leserschaft auf dem 22C3 herumtreibt und einen Typen (oft ;-)) im Art-&-Beauty-Bereich mit einem Mac auf dem Schoß und einer Mütze auf dem Kopf herum sitzen sieht – einfach mal Tach sagen, denn mit einem Bloggertreffen wird es ja wohl mangels global anerkannter Koordinierungsinstanz nix mehr werden. Alex im Winter Das Wetter in Berlin ist die Hölle, nichts kann ich so wenig ausstehen wie Schnee und Kälte. Andererseits hat diese Witterung, ästhetisch gesehen, auch ihre interessanteren Momente, wie dieser nächtliche Schuss aus dem Fenster des Circus andeutet. Volksbühne

22c3 berlin winter mütze

Ontour

Dies ist das Ende!

Des Jahres 2005, meine ich. ;-) 22C3 ist rum, hier sind die angemessenen Worte dazu zu lesen. Es war wirklich schön, der Congress hat mir gut gefallen, und 23C3 ist schon vorgemerkt.

Trotz einer gewissen congressbedingten Müdigkeit geht es nun noch ins Berliner Silvestertreiben. Mal schauen, was in der Hauptstadt als solcher und am Palast der Republik so los ist. ;-)
Palast der Republik
Apropos Palast, ich möchte mich dem Herrn Schockwellenreiter anschließen und unterstütze das Bündnis für den Erhalt des Palastes. Die ganze Idee mit dem Abriß des Palasts und dem Wiederaufbau des Schlosses ist ahistorisch und erinnert genau an die Methodik, die jene an den Tag legten, deren historische Hinterlassenschaft nun mit der Abrissbirne beseitigt werden soll.

Euch allen, verehrte Zielgruppe, wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein tolles Jahr 2006!