September 2005

Hallo Dresden!

Moblog


Mein erster Besuch in der ehemaligen DDR. An diesem verlängerten Wochenende halte ich mich in Dresden auf, anlässlich des Röllschen Event.

Und für die Anwesenden, die hier Informationen zum Thema Wiki-Weblog-Social-Software-Enterprise-Collaboration-Tool suchen: Hier im Blog ist gerade Sommerpause, und die Entwicklung findet im Verborgenen statt. ;-)

[Moblogged via Flickr von leralle.]

Original-URL: http://www.flickr.com/photos/leralle/39786834/

dresden

Drecksding Firefox

Internet Techkram

Ich wollte mich zwar nicht mehr im Weblog aufregen (am Ende sagt man noch Josh zu mir ;-)). Naja, jedenfalls war ich gerade groß am Problematisieren über das abgelaufene Wochenende, dummerweise im Firefox, den ich leider nehmen musste, weil im Safari der Flickr-Organizer nicht richtig funktioniert (tja, der mehr oder weniger traurige Zustand der ja angeblich so tollen Auswahl an Browsern auf dem Mac wäre einen eigenen Rant wert, irgendeine Macke haben sie alle), als das Drecksding Firefox sich in Richtung Dauer-Strandbällchen verabschiedete (nicht zum ersten Mal, eigentlich gehöre ich dafür geschlagen, in dem Drecksding einen Beitrag zu schreiben). Der Beitrag war natürlich noch nicht gesichert. Drecksding. Drecksding. Firefox ist ein Drecksding. Und, noch einmal für Google: Firefox ist ein Drecksding. Auf diversen Ubuntu-Systemen lässt sich übrigens ähnliches beobachten, so dass wohl der Firefox, ganz alter Verführer, nackt in der Tür steht, mit den Augen verführerisch zwinkert und ins Betriebssystem haucht: »Sag’ Internet Explorer zu mir, Baby …«

Jetzt habe ich keine Lust mehr, (morgen vielleicht wieder), möchte aber nicht schließen, ohne auf meinen üppig gefüllten Set mit Bildern vom Dresden-Trip aufmerksam zu machen …

firefox mac

Sommer ist vorbei!

Zeugs

Darum ist nun auch die inoffizielle und unverkündete Blog-Sommerpause offiziell und verkündet beendet und es wird nun wieder gebloggt. Regelmäßig, ohne Gnade! Schließlich müssen wir uns langsam auf 2006 vorbereiten, wenn der Marktführer und Industriestandarderzeuger uns mit einer übersichtlichen Produktpalette seines vorzüglichen Betriebssystems beglückt. Da hilft nur Netzbuch Ultimate Edition, um die Welt zu verstehen.

Die Wahl, die gibt es auch noch. Nächste Woche. Mit Nachschlag in Dresden. Angela Merkel als Bundeskanzlerin ist noch weit jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Meiner zumindest. Ich hoffe schwer, dass das auch so bleibt. Mit der Angela, außerhalb meiner Vorstellung.
Und ansonsten: Heute ist der 11. September! Wieso habe ich noch kein annuales Betroffenheitsblogging (»Ey, ich erzähle Euch jetzt, wo ich am 11. September war, ey«) lesen dürfen? Darauf freue ich mich doch jeden 11. September auf’s Neue, wenn ich den Feedreader anwerfe!

Sozial in Dresden

Ontour Weblogtalk

Sinnieren. Wie der sinnierende steinerne Herr auf dem Bild hatten sich ca. 25 Leute auf Einladung von Martin zum Sinnieren und Diskutieren über Weblogs, Social Software, Informationen und den Umgang damit, kurz, zu Roell2005, in Dresden eingefunden.
Es war schon spannend zu sehen, wie sich durchaus unterschiedliche Leute trafen, die eigentlich nur eines alle gemeinsam hatten: Leser von Martins Weblog zu sein. Es waren interessante Tage, ich habe viele Meinungen und Anregungen gehört und aufgenommen. Das ist zwar nun bereits eine Woche her, aber ich kann natürlich nicht die Unzulänglichkeiten von Blogger’s Darling Firefox meine Texte planen lassen, daher nun der zweite Versuch. ;-)

Es gab Erkenntnisse! So zum Beispiel die, dass die Entwicklung eines Weblog-Wiki-Social-Software-Enterprise-Collaboration-Tools völlig überflüssig ist, da es dafür keinen Markt gibt. Unternehmen kommen gut mit dem Chaos auf den Netzwerklaufwerken und der Datenhaltung in an ihre Speichergrenzen stoßende Outlook-PST-Dateien zurecht und haben keinen Bedarf an wikioiden Werkzeugen zur Ordnung und Zusammenarbeit. Ist schon okay, mein Arbeitgeber verdient an derartigen Dokumentationspraktiken und ihren zwangsläufigen Konsequenzen. Andererseits gab es einige Ideen und Anregungen zu eben solchem Werkzeug, die ich eifrig notiert habe. Natürlich nehme ich Meinungen zur Kenntnis, ebenso natürlich werde ich das nämliche Werkzeug trotzdem weiter entwickeln.

Es gab Einblicke! Lehrreich die von Olli Gassner in die Methodologie und Praxis des Profi-Bloggens, ein hartes Brot. Härter, als es sich der unbefangene Konsument vor dem Schirm vielleicht vorstellen mag. Wenn man es für Geld tut, muß man etwas zielstrebiger und systematischer Informationen erfassen und bloggerecht verarbeiten, als dass der gemeine Hobbyblogger tut.
Ich will nicht alles wiederholen, im Wiki zur Veranstaltung finden sich Links zu allen Beiträgen, die veröffentlich wurden.

Es gab Bewegung! Martin hatte mit seiner Programmplanung dafür gesorgt, dass nicht nur das Sitzfleisch und der Kopf gefordert wurden. Die Aktivitäten am Abend und in den Pausen waren mit reichlich Spaziergängen und Märschen verbunden, das abendliche Bierchen musste sich mit Kilometern verdient werden.

Es gab angenehme Leute! Ich war überrascht, die Versammelten waren durchweg freundliche Zeitgenossen ohne Dünkel (das haben wir auch schon anders erlebt bei weblog-bezogenen Veranstaltungen).

Es gibt noch mehr! Wer Vollständigkeit anstrebt, möge auf der bereits erwähnten Wikiseite den Links zu flickr-Galerien und Weblog-Einträgen folgen, um sich ein Bild zu machen.

Ein Danke möchte ich noch hinüberschleudern zu Martin für die gute Idee und zu Knallgrau für das Sponsern der Veranstaltung!

Die Zitate des Wochenendes stammen von Fukami, der mit farbigen Schilderungen vom alltäglichen Krieg an der Webfront zwischen Blackhats, Whitehats und Websitebetreibern unterhielt: »Das Web ist kein Kindergeburtstag!« Und von smi, der, konfrontiert mit allerlei Titelwünschen, als er beim Grillabend auf der Gitarre spielte, meinte: »Ich bin keine Jukebox!«

dresden roell2005

Achtung Durchsage!

Zeugs

Der Fahrer des Wagens vom Typ NetNewsWire/2.0b45 lite mit dem amtlichen Kennzeichen 84.182.75.171, der seit heute Mittag jede Minute den RSS-Feed des Netzbuchs abruft, wird gebeten, das Erfrischungs-Intervall des Newsreaders auf mindestens 1 Stunde zu erhöhen. Hört das das dauernde Abrufen des Feeds nicht auf, werde ich leider eine .htaccess-Kollektivstrafe gegen alle NetNewsWire 2.0 lite b45-Nutzende aussprechen müssen. Ende der Durchsage!

Update: Tja, was sagen wir dazu. Auch unter Mac-Benutzern gibt es welche, die eindeutig meine Erkenntnis verifizieren. Good Bye, NetNewsWire b45 (die Version ist sowieso alt ;-)). .htaccess-Strafe wurde vollstreckt!

Es wird so sein!

Weblogtalk

Im Himmel über Frankfurt tat sich eine Wolke auf, und eine Stimme verriet mir ein Geheimnis: Die Google-Blogsuche wird nur eingeführt, damit dann eines Tages die Blogs aus dem »richtigen Google« herausgeworfen werden können und das verlotterte Web 1.0 mit seinen Linkfarmen und Google-Fallen beim Geschäfte machen von lästigen Blogeinträgen in Ruhe gelassen wird. ;-)

Mehr zu diesem nichtstofflichen Gadget gibt es natürlich bei Gadgetmania.

google blogsearch

Die Stimme abgeben

Lagedernation

Bilder von Promis bei der Stimmabgabe (es gibt ja Stimmen, die der Ansicht sind, dass man das mit dem Stimme abgeben durchaus wörtlich nehmen darf) sind einfach Pflichtprogramm an einem solchen Wahlsonntag. Das Bild oben zeigt den bekannten Weblogger Ralf G., der mit einem »Tomaten, Tomaten« auf den Lippen im Wiesbadener Wahllokal gesichtet wurde. Und der Stimmzettel? Der wird gefaltet und in die Tonne geworfen. Abgegeben, die Stimme. Nun heisst es warten …

wahl05

Borussia - Grauen auf dem Rasen

Rundesleder

Gestern hatte ich nicht einmal Lust, die Sportschau zu gucken, so hat mich die erneute Auswärtsniederlage der Borussia aus Mönchengladbach in Köln angeödet. Zur Erinnerung, der letzte Auswärtssieg war im April 2004 in Rostock. Und sich ausgerechnet von den Kölnern abschlachten lassen – das schmerzt. Und zwar so, dass sich Martin vom VfLog dazu hinreißen ließ, die zyklische obligatorische Gladbacher Trainerdiskussion vorzuziehen und schon einmal los zu poltern: »Es wird Zeit, dass man bei Borussia einsieht: Wir haben im Kader nur Mittelmaß, und mittelmäßige Neuverpflichtungen werden daran nie etwas ändern können, auch 100 nicht. Dieser Verein braucht nicht immer neue Trainer, die immer neue mediokre Kicker ihres Geschmacks serviert bekommen. Borussia braucht einen Trainer, der aus dem, was wir haben, eine Mannschaft formt. Horst Köppel ist dazu nicht in der Lage. Horst Köppel muss weg!« Und streckt schon begierig die Händchen aus nach Jürgen Klopp oder Ralf Rangnick, von denen mit Sicherheit einer demnächst verfügbar ist. Einserseits sind das Protagonisten modernern Fußballs, andererseits spielen ihre Vereine auch nicht unbedingt besser als die Borussia. Ich finde, man sollte ein wenig Geduld mit Horst Köppel und der neu formierten Mannschaft haben. Dass die Borussia mit ihren ewigen Spieler- und Trainer-Tauschereien ins neue Vereinsheim eine Drehtür hätte einbauen können, ist nicht Köppels Schuld. Andererseits sollte man Köppel an seinen eigenen Aussagen messen, im Interview mit der Torfabrik sagte er: »Man hat doch in den letzten Jahren gesehen, dass man keinen Schritt weiter gekommen ist, wenn es mal nicht lief und man etwas auf der Trainerposition geändert hat. Ich bin der Meinung, dass wir mit der Mannschaft, wenn sie sich besser eingespielt hat, unsere Ziele erreichen können. Und das ist nicht der UEFA-Cup. Ich habe davon gesprochen, dass wir mal nach zehn Spielen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Ob uns das gelingt, müssen wir sehen. Aber wir sind keine Spitzenmannschaft, da soll man sich nicht irgendwas in die Tasche lügen.« Also denn, am Dienstag, gegen Werder Bremen, wollen wir Punkte. Drei Punkte!

borussia gladbach fußball

ZKM-Tagung: Weblogs, Podcasting & Videojournalismus

Weblogtalk Ontour

Am kommenden Freitag und Samstag, den 23. und 24. September 05, veranstaltet das ZKM in Karlsruhe eine Veranstaltung mit dem wohlklingenden Titel »WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen«. Referieren werden, neben Größen aus dem akademischen Umfeld, u.a. Don Alphonso und der in diesen Zeiten wohl unvermeidliche Spreeblick-Johnny.

Solch’ eine interessante Problematisiererei lasse ich mir normalerweise nicht entgehen, aber leider ruft am Freitag die Pflicht. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es noch ein Bloggertreffen in räumlicher Nähe des ZKM, da werde ich dann auch erscheinen.

weblogs podcasting zkm

Bloggen mit Zeichen: sadlittlewebjournal

Weblogtalk Webworking

Weblogsoftware. Ja, letztendlich nutzen wir alle die großen Brummer unter den Weblog-Softwarepaketen, die sich alle ähnlich sind, mit den vielen komfortablen Funktionen, mit Glocken und Pfeifen. Aber es gibt auch die Exoten, die einen ganz anderen Ansatz verfolgen (vgl. z.B. Nanoblogger). Eines davon: sadlittlewebjournal.
Dabei handelt es sich um ein Bündel von Perl-Skripten, das mit MySQL oder Postgresql zusammen werkeln mag. Das Besondere: Die Oberfläche wird ausschließlich aus ASCII-Zeichen aufgebaut. Oben links baut man ein Stück ASCII-Art für den individuellen Touch ein, oben rechts rotieren Zitate oder blöde Sprüche, die man über das Backend eingebaut hat. Kurze Nachrichten, ein Weblog/Journal, statische Seiten für längere Beiträge, eine Bilder-Galerie: alles drin! Ich habe mal eine Testsite gebaut, und ich muss sagen, es macht wirklich Spaß, mit sadlittlewebjournal zu spielen. Und wo gibt es schon ein Weblog, dass in einem grafischen Browser (siehe Bild oben) fast genauso aussieht wie im Terminalbrowser lynx (s.u.)? ;-) sadlittlewebjournal steht unter der GPL, benötigt, wie gesagt, MySQL oder Postgresql, und einige Perl-Module, die man aber flott mit der CPAN-Shell installiert bekommt.

Fazit: Ein kühles Progrämmchen, ich suche nun händeringend nach einer sinnvollen Anwendung dafür. ;-)

weblogs sadlittlewebjournal

Asciiquarium

Linux

Real Geeks brauchen keinen grafischen Schnick-Schnack, sondern leben in ihrem Terminal und stets nach der Maxime: »If it can’t be done in vi, it’s not worth doing it.«
Aber nicht nur Geeks leben im Terminal, sondern auch Fische. Man muß sie nur heraus lassen. Genau das macht »Asciiquarium«. Es benötigt das Perl-Modul »Term::Animation«, dass man sich leicht in der CPAN-Shell besorgen kann. mir.aculo.us (dem auch das via gebührt) hat für jene, die sich die Mühsal des Installierens ersparen möchten, ein Quicktime-Video mit dem Asciiquarium in Aktion.

asciiquarium shell geek