Mai 2005

Borussia darf nicht absteigen!

Rundesleder

Genau! Seit meinem letzten Posting in diesem meinen Blog hat sich bei Borussia bekanntlich eine Menge getan, und unser einzig wahrer Coach Horst Köppel führt die Buben auf den Weg des Erfolges zurück.
Aber noch sind wir nicht gerettet, daher schmückt nun, bis zum Tage der Rettung (an etwas anderes denke ich nicht einmal) die offizielle gladbach-darf-nicht-absteigen-gedächtnis-schleife, kurz GDNAGS der verehrten Kollegen vom VfLog, ihres Zeichens »einfache und unwürdige Arbeiter im Weinberg des Fußballgottes«, dieses mein kleines Weblog, auf dass sie den Kickern des VfL Borussia Glück bringe. ;-)

Der verspätete Tiger, oder: Update-Geplauder

Mac Zeugs

Nach einer versandtechnisch bedingten bekömmlichen Verspätung von 5 Tagen ist der Tiger endlich da. Nun sitze ich, nach einem Backup des Home-Verzeichnisses, an der Ubuntu-Kiste und schaue dem PowerBook beim Update zu. Zunächst habe ich problematisiert, ob ich wohl mal, so nach fast zwei Jahren und stetigem Updaten seit den Zeiten des Jaguars, alles plätten und sauber neuinstallieren solle. Das innerliche Abschätzen der damit verbundenen Arbeit ließ mich aber schnell Abstand von dieser Idee gewinnen, und: Hey! Das ist ein Mac! Der muß das ab können.

Ich habe hier auf dem PC noch eine Windows 98-Partition. Die benötige ich eigentlich nur für ein bestimmtes Spiel, das ich ab und an mal einwerfe. Die ist im Prinzip ein fast 13 Jahre altes Erbstück. Sie wurde einmal auf einem ganz anderen Rechner mit einer ganz anderen Festplatte mit DOS und Windows 3.1 angelegt, zwischendurch aktualisiert auf Win95 und Win98; im Laufe der Jahre mehrmals auf andere, größere, Festplatten geklont; und ihr wurde mehrmals das Motherboard »unterm Hintern« gewechselt. Aber im Prinzip ist das immer noch das alte System, wie es so um 1992 mal angelegt wurde. Und es funktioniert immer noch einwandfrei. Wenn Windows das kann, muß OS X das einfach auch können!

Noch 13 Minuten, dann weiß man mehr! ;-)

Unappetitlicher Apfel, oder: Wenn das in Redmond geschähe ...

Mac

Man stelle sich einmal folgendes vor:
Microsoft überzieht Weblogs, die Gerüchte über neue M$-Produkte (okay, ist ein Gedankenspiel, es wird vorausgesetzt, dass es selbige tatsächlich annähernd marktreif gäbe) in die Welt setzen, mit Klagen. M$ schmeisst Bücher eines Verlags, der eine unautorisierte Biografie Bill Gates’ herausgibt, aus seinen Läden raus. Und M$ schnappt sich ein OpenSource-Projekt, verwendet die Technologie in seinem eigenen, selbstverständlich kommerziellen Projekt, forkt das Projekt und schlägt dann vor, man möge doch den OpenSource-Kram in die Tonne treten und lieber auf den Fork von Microsoft setzen. Den Aufschrei quer durch das Internet würde man noch auf den Monden des Jupiters hören können …

Aber wenn zwei das Gleiche machen, ist es noch lange nicht das Selbe. Microsoft macht nichts dergleichen, möchte ich noch mal betonen, der letzte Absatz war rein hypothetisch. Aber Apple macht das tatsächlich. Man geriert sich in Cupertino als juristischer Streithansel (Electronic Frontier Foundation: »Apple vs. Does«), schmeisst wg. einer Jobs-Biografie die Produkte eines Verlags aus den Apple-Stores (Telepolis: »iCon oder I con«), und schlägt den KHTML-Entwicklern vor, sie mögen doch ihren Kram wegwerfen und lieber Apples Entwicklungen weiter führen (news.com: »Open-source divorce for Apple’s Safari?«).

Alles sehr unschöne Dinge. Apple ist dabei, den durch feine Produkte erworbenen guten Ruf durch das sonstige Gebaren zu verspielen.

Auntie geht voran!

Internet Weblogtalk

Eine kühle Sache: Die gute alte Tante BBC schmeißt ihren Content unter das Internet-Volk und lässt Gutwillige remixen: BBC Backstage. Die ersten Ergebnisse sind schon zu bewundern, wie nicht anders zu erwarten in diesen Zeiten ist einiger Tag-Kram dabei. Sehr gut gefällt mir In-Pix – BBC News picture gallery viewer.

Ein interessantes Projekt, warum macht man das? Weil die BBC durch ihre Internetaktivitäten als gebührenfinanzierte Institution in der Kritik stand, gab es eine Selbstverpflichtung: »The BBC will support social innovation by encouraging users’ efforts to build sites and projects that meet their needs and those of their communities … The BBC will also be committed to using open standards that will enable users to find and repurpose BBC content in more flexible ways.« Und Backstage ist ein erstes Ergebnis dieser Verpflichtung. Kommt jemandem die Situation, dass sich eine gebührenfinanzierte Medieninstitution im Internet engagiert, nicht bekannt vor? ARD und ZDF, wir warten!

(Via Plasticbag)

Die Rettung!

Rundesleder

Die offizielle gladbach-darf-nicht-absteigen – Schleife hat ihre Schuldigkeit getan und wurde entfernt, wir sind ein weiteres Mal gerettet. Das darf aber nicht über den katastrophalen Verlauf der Saison hinweg täuschen, irgendwann, im letzten Sommer, war mal ein einstelliger Tabellenplatz als Ziel verkündet worden …

Der Dank geht nach Freiburg, Rostock und Bochum, dafür, dass sie wirklich kontinuierlich eine ganze Saison noch schlechter gespielt haben als wir, das war unser Glück.

Ach übrigens: Der KSC ist auch nicht aus der 2. Bundesliga abgestiegen. ;-)

Uninspirierte »social« Naturfotografie

Momentaufnahme Zeugs


Uninspirierte Naturfotografie, verehrte Zielgruppe, heute war es so mild, dass sogar die Marienkäfer richtig zur Sache gingen und es auf den Blättern krachen ließen

Und das nicht nur in Wiesbaden, wie eine kurze Social-Software-Tag-Analyse zum Thema »Ladybug« (engl. für Marienkäfer) zeigt. Solch’ plastische Beispiele lassen erahnen, wie wichtig Tags und Social Software für unser Verständnis der Dinge sein können und werden und müssen …

Gucken:

Lesen:

Oops, Nick did it again!

Weblogtalk Techkram

Das hat mich wirklich überrascht: Nick Bradbury, Autor berühmter und brauchbarer Windows-Programme wie HomeSite, TopStyle und den Feedreader FeedDemon, vertickt alles an NewsGator, dem ewigen Zweiten hinter Bloglines.

Rückblende: So um 1996 veröffentlichte Nick Bradbury den HTML-Editor HomeSite, zuerst als Freeware (kann man sogar noch im Internet bekommen, Dank an filapper), später als Shareware. HomeSite ist die »Mutter aller HTML-Quelltext-Editoren«, er brachte als erster den typischen HTML-Editor-Look, nämlich links eine Dateispalte, oben ’ne Toolbar und der Rest Editor-Fenster. Phase5, Quanta, Bluefish, und wie sie alle heißen, sind letztendlich alles HomeSite-Plagiate. Wie die Geschichte ausging, ist bekannt. HomeSite wurde zunächst, samt dem Herrn Bradbury, an Allaire verkauft, später an Macromedia, und nun an Adobe. Entwickelt wurde im Grunde nix mehr. Auf der Wintel-Möhre im Büro läuft noch HomeSite 4.5, ein Blick auf die Demo neuerer Versionen zeigte, dass sich nix nennenswertes mehr getan hat, was eine erneute Geldausgabe rechtfertigen würde. HomeSite ist für Macromedia/Adobe nur ein lästiges Anhängsel für ihre glorreichen so genannten visuellen Editoren. Herr Bradbury stieg 1998 aus, und begann mit TopStyle und startete damit, wie sich nun zeigt, die ganze Geschichte von vorne.

Nun krallt sich also NewsGator den FeedDemon. Statt die Software zu kaufen, darf man zukünftig NewsGator abonnieren, um in den Genuß von Updates zu kommen. Und damit wird die plattformübergreifende Initiative, das überaus praktische Abgleichen von Daten zwischen Bloglines und Desktop-Feedreadern, zumindest was Windows angeht ein Ende haben. Das macht ein Lockergnome-Interview mit einem dort nicht näher bezeichneten Greg von NewsGator unmißverständlich klar: »FeedDemon will continue to work with Bloglines as it does today. However, moving forward, we feel that the features we want to add require stronger API and feature support than that provided by Bloglines, so future development will concentrate on integration with the NewsGator Online platform.« Damit ist die praktische Integration von Online-Reader und Desktop-Applikation, was Windows-Benutzer angeht, vorbei. Denn wer will schon freiwillig NewsGator benutzen? Als Mac-User kann man nur hoffen, dass NetNewsWire nicht den selben Weg gehen wird.

GPN4 Karlsruhe

Weblogtalk

In Karlsruhe findet an diesem Wochenende, jetzt gerade, präziser formuliert, »GPN4 – The Return Of The Living Bytes« statt. Die GPN-Programmiernacht ist die jährliche Veranstaltung des Entropia e.V. in Karlsruhe, der lokalen Sektion des CCC. Es gibt ein interessantes Vortrags- und Workshop-Programm, WLAN und nette Leute. Und einen Vortrag über Weblogs, die Blogosphäre und überhaupt. Der Autor dieses kleinen Weblogs wird übrigens auch vor Ort sein. Und OliverG auch, berichtet und bloggt. Also, Zielgruppe aus der Region, auch wenn diese Ankündigung vielleicht ein wenig spät kommt ;-): Auf zur GPN4!

Abpfiff!

Rundesleder

Die Bundesliga-Saison ist glücklicherweise vorbei, und der VfL Borussia aus Mönchengladbach verabschiedete sich angemessen mit einer 1:5-Packung aus selbiger. Mit jämmerlichen 36 Punkten, keinem einzigen Auswärtssieg und kümmerlichen 35 Toren steigt man normalerweise ab. seitenwahl.de meint dazu sehr passend: »Bayer Leverkusen siegte hochverdient und vor allem auch in der Höhe verdient mit 5:1, weil man auf eine Mannschaft traf, die am letzten Spieltag auch ohne den vielzitierten “Druck” noch einmal exakt so niederträchtig schlecht agierte, wie sie es über 3/4 der Saison unter wechselnden Verantwortlichen ausgiebig getan hatte. Weshalb es nunmehr ein völliges Wunder sein dürfte, dass sie am Ende die Klasse dennoch erhalten musste.
Es wird nun an Trainer Horst Köppel und seinen Mitstreitern sein aus dieser Leistung und aus dem Können und Wollen aller Einzelspieler die richtigen Lehren für die Sommerpause zu ziehen. […] Die Auswärtsbilanz nicht nur von dieser Saison spricht da unglaubliche Bände und offenbart die grundlegendste Krankheit aller. Vor fremdem Publikum erachtet man es schon als Gewinn nicht mehr als eins, zwei Gegentore zu schlucken. Zudem hält man sich schon für unwiderstehlich prima, wenn man auswärts mit dem Ball die Mittellinie überschreiten kann.
Es ist nur zu wiederholen. Der Klassenerhalt in dieser jetzt beendeten Saison ist das Produkt von wenig Können, viel Glück und zwei vollauf toll verlaufenden Wochenenden im Saisonendspurt.«
Und mit diesen treffenden Worten schließen wir die Saison 2004/05 ab. Im Moment kann ich echt keinen Fußball, und vor allem keine Loser im Borussia-Trikot, mehr sehen, und das will schon etwas heißen bei mir. ;-)

GPN4 Rückschau

Weblogtalk

Der angekündigte Weblog-Vortrag fand, wie man sieht, in einem der GPN-Schlafzimmer statt. Neo-Blogger Tante Lore hat alles beobachtet und neben ein paar Bemerkungen einige Schnappschüsse in sein noch ganz frisches Weblog gestellt (allerschärftes Willkommen, auf diesem Wege ;-)). Eine referierende Weblog-Legende, ein kleiner Kreis aufmerksamer Zuhörer, eine lebhafte Diskussion über Bloggen und wie es in real existierende Unternehmenskulturen passt – eine gelungene Veranstaltung, denke ich.

Wie Oliver schon schrieb, es ist erstaunlich, wie die Online-Szene in Subkulturen existiert. Dinge, die für uns Weblogger fast alltäglich sind, wie z.B. Bilder mit Tags versehen und bei Flickr uploaden, sind in Kreisen juveniler Hacker gänzlich unbekannt. Was man sehr schön sehen kann, wenn man in Flickr nach dem Tag GPN4 fahndet, man findet dort nur meine Bilder.

Andererseits sind diese Dinge mit tags und social software noch relativ neu, nächstes Jahr, bei GPN5, mag das schon ganz anders aussehen.

1111 - Oder: Sinnlose Selbstbetrachtung

Zeugs

Heute gibt es das Netzbuch seit 1.111 Tagen. Ist keine Nachricht, ich weiß, aber da man auf die nächste Schnapszahl nun drei Jahre warten muß, und keiner weiß, was bis dahin ist (vielleicht werden Blogs dann dezentral im Raum schwebend auf die Netzhaut mit RSS 4 projeziert), muß diese unglaublich wichtige Nicht-Nachricht hier für die Ewigkeit wortreich dokumentiert werden!

Angst essen Bürgermeister-Seele auf

Internet

Der Bürgermeister des niederländischen Örtchens Boxtel möchte die renommierte internationale Hacker-Konferenz What The Hack verhindern, weil das Einfallen Tausender von Club-Mate aufgeputschter Hacker eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt, berichtet der CCC.

Das zeigt mal wieder sehr schön, welche komischen Vorstellungen von den bösen Hackern bei manchen (vielen?) Leuten so bestehen …

100.000ste Datei für Wikimedia Commons

Internet

Was kaum jemand weiß: Zum Wikipedia-Imperium gehört auch die freie Mediendatenbank Wikimedia Commons. Dort findet man multimediale Inhalte aller Art, Fotos, Gemälde, Musik und vieles andere mehr.

Gestern, am 23. Mai 2005, wurde die 100.000ste Datei auf Wikimedia Commons hochgeladen. Details verrät eine Pressemeldung der Commons. Gratulation!

Das Bild für diesen Artikel stammt selbstverständlich auch aus dem Bestand der 100.000: Juan Gris’ »Stilleben mit Bordeauxflasche«, aus dem Jahre 1919.