Februar 2005

Momentaufnahme Ontour

Vaihingen On Rails

Obschon der Wiesbadener als solcher nicht zur primären Zielgruppe von BlogMeetSKa gehört, verschlug es mich, eingedenk der Tatsache, dass ich mitunter meine Zeit in Baden verbringe, am letzten Freitag zum Bloggertreffen Karlsruhe-Stuttgart. Beate, Oliver, Clemens, Thomas, und, wie schon erwähnt, ich selbst (sonst könnte ich ja nichts drüber schreiben, logo, oder? ;-)) trafen sich in Vaihingen an der Enz im Ristorante Salento. Neben aktuellen geheimnisvollen Entwicklungen der deutschen und internationalen Bloggerszene wurden Themen wie aphrodisische Hauptspeisen, das notwendige Know-How zum Überleben in der Welt nach dem demnächst zu erwartenden Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft, die Problematik des Taxifahrens in Vaihingen, Diskrepanzen in der Lebensqualität von Dresden und Halle und noch einiges mehr erörtert. Da das Treffen im Vorfeld der irakischen Wahlen statt fand, konnten leider aus Sicherheitsgründen keine Fotos gemacht werden. Besonderer Dank geht an Oliver für wertvolle Chauffeursdienste und an den freundlichen Wirt des Salento für eine nächtliche, aus Gründen der Diskretion hier nicht öffentlich zu benennende, soziale Großtat. Nett war’s in Vaihingen!
Die Züge aber fahren, wie das Bild oben zeigt, im Ländle nicht mal mitten inner Nacht pünktlich, das Bild log noch, ’ne geschlagene Viertel Stunde Verspätung wurde es. Und dann stieg auch noch eine Horde größtenteils schmerzfreier jugendlicher Besucher der Grötzinger Faßnacht (oder so) in die Bahn ein, was noch weitreichende Folgen bezüglich der Funktionsweise der Türen und der freien Entscheidung des Aussteigens aus der Bahn haben sollte.

Das nächste Treffen findet am 25.3. statt, alle Infos dazu findet Ihr in Olivers Wiki.

Zeugs

1.000 Tage

Allseits beliebt: Jubiläumsbeiträge. Heute gibt es diese kleine Weblog genau 1.000 Tage lang. Erstaunlich, wie die Zeit vergeht. Im Schnitt gibt es täglich 1,7 Artikel und 0,3 Quickies (aktuelle Zahlen gibt es immer links in der Sidebar unter Etcetera). Okay, dann auf in die nächsten 1.000 Tage! ;-)

Zeugs Seltsames

Hosen runter!

Thomas macht sich über das allmonatliche Ritual gewisser Blogger lustig, die stets am 1. hinaus posaunen, wie viele Besucher ihnen ihr Sitemeter (was eh nur Sissis benutzen, richtige Männer werten ihre Logfiles aus ;-)) für den abgelaufenen Monat reportierte. Und forderte uns alle auf, dieses Mal beim allmonatlichen Schwanzvergleich mitzumachen:

Gesamt:

  • 99.547 Visits
  • 254.184 Pageviews

Davon Traffic- und Contentdiebe sowie Referrerspammer:

  • 99.536 Visits
  • 253.183 Pageviews

Prüfbesuche von mir selbst:

  • 10 Visits
  • 999 Pageviews

Bleibt an echten Besuchern:

  • 1 Visit
  • 1 Pageview

Schön, dass Du wieder da bist! ;-)

Momentaufnahme Musik

»Mother the sun makes me cry«

Einen für den Morgen:
Vinyl Mines Coffee and Cigarettes MP3 Mix #10

Einer davon ist auch der höchst merkwürdige, titelgebende Track für diesen Blogeintrag. Das mit den Cigarettes ist übrigens (in meinem Fall) nur metaphorisch zu sehen, dies ist seit fast 3 Wochen eine Nichtraucherblog. ;-)

Der Sonnenaufgang vor meinem Dachfenster ist übrigens nicht von heute, in Blogs ist alles gefakt, der ist schon ein paar Wochen alt. Aber er passte gut. ;-)

Txp

Update: Trackback für TXP

Das Trackback-Modul für TXP wurde aktualisiert. Im ZIP-Archiv befindet sich eine neue trackback.php. Neu ist eine Variable namens $moderate, die true oder false sein kann. Setzt man sie auf

$moderate = false;

bleibt alles wie es ist, ankommende Trackbacks werden als sichtbarer Kommentar in die DB geschrieben. Setzt man sie auf

$moderate = true;

so werden die ankommenden Trackbacks zunächst unsichtbar in der Datenbank deponiert und müssen im TXP-Panel händisch auf visible gesetzt werden, um öffentlich sichtbar zu sein.

Txp

Die Textpattern-Unübersichtlichkeit

Yo, und noch eine – textpattern.de (via Jens). Es gibt bekanntlich auch die txp resources, das TXP Magazine, die Textpattern Resources (in einem wahrhaft grausigen Zustand), die offizielle Seite, das offizielle Forum und die Entwicklungs-Site.
Insbesondere im deutschsprachigen Bereich macht mehr oder weniger jeder TXP-User seine eigene Sammlung auf, es gibt ja auch noch zahllose Blogs mit TXP-Inhalten. Ob das so eine gute Idee ist?

Nur mit der Entwicklung der Software selbst passiert, zumindest nach außen hin, nicht viel. Mal schauen, wann TXP den b2-Weg geht und es zu einem Fork kommt (aus b2 entstand bekanntlich WordPress, b2Evolution und noch ein System, dessen Name mir partout nicht einfallen will).

Resultat der zerfaserten TXP-Szene: Man (ich zumindest) schreibt bspw. lieber ein Plugin selbst, statt auf tausend Websites nach Vorhandenem zu suchen. Die Beschäftigung mit einem Weblogsystem ist ja kein Selbstzweck, wer das alles aufmerksam beobachten will kommt zu nix anderem mehr. Man sollte mal ein TXP-Meta-Blog aufmachen. ;-)

Internet Denken

Analoges Bloggen

Ein interessanter Ansatz, ein digitales Medium (das Weblog) kehrt zurück zu seinen analogen Wurzeln (die im klassischen Tage- oder Logbuch liegen):

Fred On Something: »Analog Blog. Organize your Moleskine notebook as a blog.«
(Via Moleskinerie).

Fred (wenn der Autor tatsächlich so heißt, mir war es nicht vergönnt, einen vollständigen Namen zu finden) elaboriert seine Idee en detail, bis hin zu Metadata und Kommentaren ist alles drin und alles dran. Das ist mal etwas anderes, musste umgehend mal probiert werden, s. Abb. oben. Macht sogar Spaß! Ins Auge fällt ein gewaltiger Haken des analogen Bloggens, die Krücke der Technik fehlt, gleich mal das falsche Datum drüber geschrieben …
Kommentare gibt es auch in Freds System, die muß man sich natürlich selbst schreiben, im Kontext des klassischen Notizbuchs würde man von Anmerkungen reden.
Damit nichts fehlt, muß man sich den Kommentarspam halt selbst rein schreiben in das analoge Moleskine-Blog:

Nun mag man mit Recht einwenden, dass diese Idee ein ziemlicher Unfug ist. Wurde auch eingewandt, und führte zu einer Reaktion des Autors. Das Weblog ist die einzige originäre Medienform, die das Web hervor gebracht hat, es erscheint mir daher relativ sinnlos, das Konzept Weblog auf Papier zu übertragen. Andererseits kann man das klassische Notizen machen mit Elementen aus Weblogs bereichern. Metadata oben in der Ecke verwende ich mittlerweile tatsächlich intensiv in analogen Notizen.

Weblogtalk Musik

Kettenblogpostingmememusik

Da mich Roland mit dem Ast angepingt hat, und Frau Fragmente weiterhin beschäftigt werden muß, muß ich antworten, auch wenn das nun schon ein paar Tage her ist.

1. Wieviele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?

ralf@hedwig-ralle-netz:~/Music$ du -sh 21G

Nun ja, bin Jäger und Sammler, Musikfan seit ich Musik wahrnehmen kann. Und habe fast alles digitalisiert!

2. Die letzte CD, die du gekauft hast…

Bright Eyes »I’m Wide Awake It’s Morning«. Conor Oberst ist ein wirklich erstaunlicher Musiker. Und »Digital Ash In A Digital Urn« gab es gleich dazu, Herr Oberst kam auf die Idee, gleich zwei Alben gleichzeitig auf den Markt zu werfen!

3. Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?

Gar keines, ich war gerade im Büro. hüstel

4. Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre.

Eine Momentaufnahme, so etwas ist stimmungs- und zeitabhängig:

Bright Eyes »Land Locked Blues«
22-20s »Shoot Your Gun«
Interpol »Not Even Jail«
36 Crazyfists »An Agreement Called Forever«
Son, Ambulance »Paper Snowflakes«

5. Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?

Meinen überaus musikalischen Lieblingsbloggerinnen Beate und dee (eben deshalb ;-)). Und Josh, damit er sich beim Bloggen mal nicht aufregen muß. ;-)

Internet

Kaum ...

… entschließe ich mich, del.icio.us zu benutzen, funktioniert es nicht mehr zuverlässig. Da ich wahrscheinlich der Letzte war, der das entdeckt hat, war ich wohl der Tropfen, der das Server-Fass zum überlaufen brachte. ;-)
Eigentlich keine gute Idee, seine wertvollen Daten (in dem Fall: Bookmarks) einem fremden Server anzuvertrauen, weil es offenkundig alle machen, aber über dessen Verläßlichkeit und Background man im Grunde gar nichts weiß …

Weblogtalk Weltalssolche

Journalisten erklären uns die Welt

Wir alle wissen ja: Nur richtige Journalisten sind durch ihre fundierte Ausbildung in der Lage, uns die Welt zu erklären und aufzupassen, dass in der demokratischen Ordnung alles seinen geregelten Gang geht. Schauen wir uns doch mal die glorreiche Ausbeute des heutigen Tages an.

Da wäre zunächst einmal ein Artikel bei der Deutschen Welle mit dem schönen Titel »Die wunderbare Welt der Photoblogger«, in dem uns Winnie Ya Otto erklärt: »Photoblog ist die englische Bezeichnung für ein Internet-Fototagebuch. Der Begriff setzt sich zusammen aus ‘photo’ (englisch für Foto), ‘b’ (Abkürzung für web) und ‘log’ (für Buch). Ein Photoblog ist also eine Variante des Weblogs, bei der die Darstellung von Fotografien im Vordergrund steht.« Wer hätte das gedacht? ;-) Ein Weblog ist also gemäß dieser Erklärung ein Wewebbuch … Der Artikel schlug übrigens schon lange vor seiner Veröffentlichung Wellen in der Blogosphäre (gefunden bei Martin).

Weiter, nächstes Opus. In der Süddeutschen Zeitung erklärt ein Helmut Martin-Jung in seinem wirklich grottenschlechten Artikel »Die große Bühne der Einsamen« uns Weblogger kurzerhand zu sozial vereinsamten Psychotikern, die alle an der Grenze zur sogenannten Internet-Sucht balancieren. Und zitiert ausgerechnet jene notorische »Expertin« Gabriele Farke, die sich seinerzeit mit einem der längsten Kommentare in der Geschichte des Netzbuchs unsterblich machte. Zu der sogenannten Internet-Sucht habe ich bereits im Mai letzten Jahres alles gesagt. Bleibt noch, den Schockwellenreiter zu zitieren: »Und nach diesem Artikel braucht mir keiner mehr mit ‘journalistischen Standards’ zu kommen. Unter diese Meßlatte kommt selbst das schlechteste Weblog nicht durchgekrochen. Süddeutsche, schäme Dich…«

Und dann ist da noch jene Story beim WDR vom angeblichen C64, der im Dortmunder HBf ausgefallen war, der in Wirklichkeit ein 80286er mit dem M$-Unix Xenix war (via Hugo). Eine richtig schöne Ente!

Lasst uns also stolz sein auf unsere gut ausgebildete, professionelle und kenntnisreiche Journaille. Wenn man bedenkt, dass es sich bei den drei Artikeln um DW, die Süddeutsche und den WDR handelt (nicht um Unterschichtenfernsehen oder Bild), lässt sich das ganze Elend hinter den Zeitungs- und Webseiten, Fernsehbildern und Radiotönen erahnen. Im Grunde hat der professionelle Journalismus Konkurrenz von bloggenden Amateuren bitter nötig!

Weblogtalk Zeugs

Beruf: Blogger?

Bloglegende Jason Kottke hat einen mutigen Schritt gewagt, wer es noch nicht an tausend und einer Stelle gelesen hat: Er hat seinen Job aufgegeben und will vom Bloggen leben, indem er sein Publikum für ihn spenden lässt. Also als Wortkünstler in der digitalen Fußgängerzone mit einem virtuellen Hut auf dem Boden, in dem dann die Paypal-Münzen und -Scheinchen klacken sollen.

Im Grunde hat Jason Kottke Recht! Man sieht es ja bei mir: Man muß mindestens acht Stunden ins Büro (der Mensch lebt nicht nur von Luft und Liebe ;-)), das Privatleben wird zeitweise ein wenig intensiver (der Mensch lebt nicht nur von Brot und Blog ;-)), und schon wird es ruhig im Weblog. Dabei liegen in meiner GTD-Liste @weblog allerlei Blogging-Actions herum, die darauf warten, umgesetzt zu werden. Einen Podcast wollte ich machen, Skripte und Trackback für TXP weiter entwickeln, mittelfristig auf mein eigenes ultimatives Weblog-Wiki-CMS-Universal-KM-SocialSoftware-System umsteigen, was sich in Entwicklung befindet, und allerlei interessante Themen bloggen. Aber wie, mit acht Stunden abhängiger Arbeit, wenn man es vernünftig und solide machen will?

Also, Kottke weist den Weg in den Deal: Ich reduziere meine abhängige Beschäftigung auf Teilzeit, und der Verlust muß annähernd über das Weblog aufgefangen werden. Von Euch also, verehrte Zielgruppe! :-) Entweder Ihr kauft in der Zukunft mein ultimatives Weblog-Wiki-System, oder, weil Software als OpenSource einfach kühler ist, ich muß wie Kottke einen virtuellen Hut auftstellen. Als Gegenleistung blogge ich Euch die Welt, dass Ihr sie viel besser verstehen werdet, enttarne die Schandtaten des Journalismus, blogge tolle Skripte, und all’ solche Sachen, in gewohnter Netzbuch-Qualität. Ist das vielleicht nix? ;-)

Ernsthaft: Meinungen zu den Erfolgsaussichten eines solchen Unterfangens in Deutschland? Oder in der Welt, wird Kottke es auch schaffen, Geld einzunehmen, wenn die Sensation vorbei ist?

Weblogtalk

Beruf: Blogger - II

»Beruf: Blogger?« hat ja ordentlich Feedback bekommen, besten Dank dafür! Die Mehrheit ist der Ansicht, dass es gerade in Deutschland dem Blogger nicht möglich ist, vom Weblog und seinen Lesern zu leben.

Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist der Blogbeitrag von Oliver, er stellt in »Der Blogger als Freiberufler« die Frage: »Wie verdient man Geld als Blogger?« Oliver verfügt über hinreichende Erfahrung mit Wort-Arbeitern (und das sind Blogger ja letztendlich) auf den traditionellen Feldern. Die Antwort: Geld verdienen mit dem, was Blogger außer Bloggen, oder eben mit bloggigen Dingen rund um das eigentlich Bloggen, noch so können: Woanders Schreiben, Coachen, Vorträge halten, Inhaltliche und technische Blog-Hilfestellung. Ein Weg? Der einzig mögliche in Deutschland?

Eine andere Konstante bei der Einschätzung der Kottke-Geschichte, die sich auch aus einigen Kommentaren bei mir heraus hören lässt, ist die Sache mit dem Wert des gebloggten Wortguts. Das ist verständlich, denn Was bekomme ich für mein Geld? oder Ich zahle, ich bekomme was dafür sind die Uraxiome unserer kapitalistischen Ordnung. Im MetaFilter z.B. war ein Kommentator der Ansicht, das Kottkes Blog keine 30$ im Jahr wert sei. Kottkes Blog ist also nach Einschätzung dieses Kommentators weniger Wert als etwa 7 Schachteln Zigaretten im Jahr. Blogs als Speerspitze des Personal Publishing haben keinen Wert. Jeremy hat das hervorragend auf den Punkt gebracht : »I have the sneaking suspicion that the begrudgers at MetaFilter don’t recall a time before blogs. They appear to be fixated on the quality of links provided at Kottke.org. Trapped in a prison of their own making, they are incapable of looking past the walls of blogs to see the possibilities dawning on the horizon of personal publishing.«

Noch zwei Links zum Thema:

Ich denke, das Thema bleibt spannend. Und eines Tages werde ich zumindest Halb-Profi-Blogger, das ist Fakt, verehrte Zielgruppe. ;-)

Momentaufnahme Musik

Sonntäglich podcastende Klangwelten und ein wenig Problematisieren

Schon etwas älter, aber man kommt ja zu nix ;-): Abstract Avenue – »Audio Port«, ein Legoego – Netaudio-Release, über das ein Individuum mit dem androgyn klingenden Namen humpaaa im DE:BUG-Netaudio-Podcast so schön schrieb: »In 14 Tracks und knapp 70min Spielzeit wühlen sich Liam-Arthur Berent und Andrej Mühlberg durch schönste verspielte Beats und glockenspielartige Melodieläufe zwischen trippiger Leichtigkeit und anscheinend nie langweilig werdenden Geräuschstrukturen.
Ein wunderschönes Release, daß auf meinem iPod einen festen Stammplatz erhalten hat und dort auch nicht so schnell weichen wird! Musik zur Wiederentdeckung des reinen Hörens auf dem Bett oder um sich einfach nur in einen Zug/U-Bahn zu setzen und konzeptlos durch die Gegend zu fahren – den Kopf natürlich in Jimmy Somerville-Manier (im Smalltown Boy-Video) gegen die Scheibe gelehnt – Rausschauen und sich der Melange aus organischem/realen Musikvideo und dem auf den Ohren befindlichen Soundtrack hingeben.«
Ich bin nicht so der Freund elektronischer Musik, im Gegenteil, Musik ist für mich, wenn ein paar Jungs mit Gitarren, Baß, Schlagzeug und Mikro die Bühne entern und rocken, aber Abstract Avenue gefällt auch dem weniger elekto-affinen Ohr. Zwei weitere anhörbare Tipps aus dem DE:BUG-Netaudio-Podcast:

Apropos Podcast, nennt mich einen Rabulisten, aber IMHO ist der DE:BUG-Podcast ein sehr interessantes MP3-Blog, aber kein Podcast. Einfach MP3s von anderen Servern in einen Feed mit RSS-Enclosures packen ist ebensowenig Podcast, wie ein paar Texte zusammenklauben und umgekehrt chronologisch anordnen automatisch Weblog ist.

Wo wir gerade beim Problematisieren sind: Es gibt ein deutschsprachiges Podcast-Wiki, aus dem eine Anlaufstelle für alle Interessierten werden könnte (via Nicole, sie hat noch einige andere interessante Podcaster-Ressourcen).

Und natürlich gibt es auch schon welche, die aus Podcasting das nächste große Geschäft machen wollen: Odeo möchte für Podcasting das werden, was Blogger für das Webloggen war, folgerichtig ist mit Ev Williams einer der Gründer von Blogger an dieser Unternehmung beteiligt. Ev schildert in seinem Weblog die Hintergründe der Odeo-Unternehmung, und ein Artikel in der New York Times (Registrierung erforderlich, bla bla, gefährlich!) beschäftigt sich mit Podcasting und seinen kommerziellen Aussichten.
Da Odeo momentan außer einer Ankündigungsseite noch nix zu bieten hat, kann man noch nicht viel drüber sagen, aber man darf mit Fug und Recht sehr gespannt sein. Was bei Odeo passiert, kann man natürlich in ihrem Weblog verfolgen. Möglicherweise gibt Odeo mit einem einfach zu bedienenden Werkzeug und Service für Podcasting tatsächlich einen Schub, denn Labern ist normalerweise noch einfacher als Schreiben … ;-)

Und für die Geeks: Odeo läuft auf Ruby On Rails, das kommt immer mehr in Mode, darauf muß man als Webworker einfach mal einen Blick werfen!

podcast