März 2004

Rundesleder

Oh, Borussia!

Bild: Runder Ball! Borussia Mönchengladbach rauscht abwärts in den Tabellenkeller, das sieht alles andere als gut aus. Die Fans blockierten nach dem Auswärtsdebakel in Frankfurt die Abfahrt des Mannschaftsbus und produzierten dabei das Zitat des Tages (FR):

»Jede Thekenmannschaft spielt in der Abwehr besser als ihr!«

Dem ist nix mehr hinzu zu fügen!

Internet

Auf Ski von Russland nach Kanada

Ben Saunders versucht gerade, mit ein paar Ski unter den Füßen, über den Nordpol von Russland nach Kanada zu reisen. Dieses unvernünftige Unterfangen wird auf einer wunderschönen (standardkonformen) Website dokumentiert: »The Serco Transarctic Expedition«

Unter `Dispatches` berichtet Ben von seinen Erlebnissen. Da ja heutzutage alles Weblog ist, was ein Datum über einen Eintrag setzt, ist dieses auch eines, und zwar eines von der lesenswerten Sorte.

(Via Mezzoblue)

Internet

NYC Photobloggers

Hier liegt noch etwas in meinen Safari-Tabs, was unbedingt weg muß:
Paso berichtete über ein “special event” im Apple Store SoHo von und mit New York City Photobloggers (Fotos davon gibt es bei Rachel, bei ihr lohnt auch ein Blick in ihre Rubrik `Sucks`, wenn man schon einmal da ist). Das “Event” an sich ist zwar bemerkenswert, aber interessanter fand ich die Fotoblogs der Beteiligten, diese waren für mich noch unbekannt und lohnen unbedingt einen näheren Blick:

Und die Musik zum Blogeintrag: The Strokes – New York City Cops

Webworking

Alter Klassiker: Fest oder flüssig

Martin legt einen alten Klassiker neu auf, nämlich die Diskussion darüber ob eine Website feste Spaltenbreiten haben oder der Text “flüssig” über das Browserfenster “floaten” soll:



»Es gibt bei textorientierten Seiten praktisch nie einen guten Grund, dem User vorzuschreiben, wie er etwas zu sehen hat. Feste Schriftgrößen und Spaltenbreiten mögen für einige Menschen hübsch aussehen, sind aber für andere überhaupt nicht sinnvoll und können sogar dazu führen, dass die Seite für manche User unbenutzbar wird.


Das hat, wie alles im Leben, zwei Seiten. Wenn man sich mal ein wenig unter den Weblogs umschaut, so stellt man fest dass die “hübscheren” (in meinen Augen, logischerweise) zumeist feste Spaltenbreiten verwenden, Dees Metamorphine ist da eine der ansehnlichen Ausnahmen. Wenn man, wie ich, gerne Fotos verwendet, bleibt einem fast nichts anderes übrig als “fixed” zu arbeiten, man werfe mal einen Blick auf das “liquid Netzbuch”, dann sieht man was ich meine. Es bleibt einem nur ein anderes Layout, oder man muß das Bild in einem Verlauf auslaufen lassen, was mir viel zu “Nineties” ist. ;-) Oder man skaliert das Bild in CSS, dann aber wird es auch immer höher, je breiter es wird. Oder man spiegelt es, damit es sich endlos wiederholen kann. Mir gefällt das Netzbuch aber “fixed” besser als in der fließenden Variante.



Quintessenz: Es kommt auf das angestrebte Design an, es folgt nicht immer die Form unbedingt bedingungslos der Funktion. Sowohl die eine als auch die andere Variante sind legitime Gestaltungsansätze. Das Auge ißt immer mit, und ich kann mich an schönen ausgewogenen Spalten-Designs sehr erfreuen und habe auch keine Probleme mit der Vergrößerung des Schriftgrads in festen Spalten. Wie immer sollte man sich davor hüten die eigenen Vorlieben zu allgemeingültigen Design, oder gar “Usability-” (um mal einen modischen Buzz-Anglizismus zu verwenden) maßstäben zu erhöhen. Wie Larry Wall immer so schön sagt: »There`s more than one way to do it.«

Lagedernation

Horst Köhler Bundespräsident

Nichts gegen Horst Köhler, der Mann ist sicher eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Aber Bundespräsident? Eine politische Bankrotterklärung von Union und FDP, die offensichtlich erkannt haben dass die politische Klasse in Schwarz und Gelb keine präsidiable KandidatIn aufbieten kann. Wenn die politische Klasse es nicht einmal mehr fertig bringt, politische Ämter mit ihrem eigenen Personal zu bestücken, führt sie sich selbst ad absurdum.

Andererseits passt natürlich ein “Finanztechnokrat” als “erster Mann im Staat” so richtig gut in den politischen Zeitgeist …

Linkhub

Gemischtes Link-Allerlei

Die “Vias” sind leider verloren gegangen, ich experimentiere gerade mit einem AppleScript das aus NetNewsWire solche “Quicklink-Listen” erstellt, da gibt es noch Optimierungsbedarf. ;-)

Weblogtalk

Noch ein Weblog-Design-Schaufenster ...

…, dieses mal auf spanisch: Postearte (via Dunstan`s blogmarks). Auch in dieser Liste findet man einige sehr schöne und inspirierende Weblogs.

Amüsant: Es sind andere Länder, andere Menschen, eine andere Sprache, aber ähnliche Themen, z.B. »El Trackback es tu amigo«. Die “Bloggerei” und ihre Eigenheiten sind anscheinend universell, und überall gibt es Bedarf an der Erziehung der Blogger: »Campaña a favor del uso del Trackback« Ist halt doch `ne kleine Welt …

Momentaufnahme

Nachts in der S-Bahn

Wochenende ist es schon wieder, also mal wieder Zeit für das beinahe wöchentliche Bahnbild. So einen leeren S-Bahn-Waggon erwischt man höchst selten, und diesmal konnte ich es riskieren die Kamera zu zücken. Häufig genug treiben sich des Nachts Gestalten in der S-Bahn herum, denen man den mangelnden Respekt vor bestehenden Eigentumsverhältnissen schon an der Nasenspitze ansehen kann. ;-)

Ein schönes Wochenende Euch allen da draußen!

Zeugs

My blogging space - eine Meme

Spread the meme!

Was ist eigentlich eine Meme? Das unentbehrliche Diktionär von leo.org hilft weiter: »die Meme   - kulturelle Erscheinung oder Verhaltenselement, das auf Nachahmung oder einem anderen nicht genetisch bedingten Vorgang beruht.« Frisch fortgebildet schreiten wir umgehend zur Tat, das neu gelernte Wissen in der Praxis anzuwenden …

My blogging space

Asmunder aus Finnland hat angefangen, das Butt Ugly Weblog hat sie auf Englisch verbreitet, und Adriaan hat sie internationalisiert, die aus Finnland stammende Meme, welche die extrovertierten BewohnerInnen der Blogosphere dazu animieren soll ein Foto des Orts, an dem sie in der Regel ihre Blogeinträge verfassen, in ihr Weblog zu stellen. Da ich es immer interessant finde, wie anderer Leute Schreibtische aussehen, gebe ich mich also nun diesem auf “Nachahmung beruhenden Verhaltenselement” hin und weise der Meme den Weg in die deutsche Blogosphere. Hier ist er, mein “blogging space”:

Bild: My blogging space

Ich muß zugeben, dass der Schreibtisch zufällig gerade aufgeräumt war als die Meme zu mir kam, im vorderen Bereich stapeln sich normalerweise lauter zu erledigende Schriftstücke und andere obskure Dinge. Manchmal blogge ich auch auf der Couch sitzend, die Füße auf dem Tisch, das Notebook auf dem Schoß und den Fernseher vor Augen, davon gibt es aber kein Foto, Meme hin oder her. ;-)

Meme ist wirklich ein gutes Wort, “Meme Meme Meme Meme Meme …”

[Szenenwechsel: Der Protagonist springt “Meme” murmelnd vom Schreibtisch auf, läuft mit einem irren Gesichtsausdruck auf die Straße und ruft, immer lauter werdend, “Meme Meme Meme Meme …”]

Weblogtalk

Neues von der Meme

Der Meme geht es prächtig! ;-) Sie schwappte hinüber zu Markus mit den zwei TFTs und multiplen Getränken, zu Hugo mit der Mac-Sammlung, zu Nicos “The Weblog formerly known as Couchblog” Webpropaganda (sehr schick, mit Textpattern), zu dem sicherlich aufs Schwerste vom Elektrosmog geplagten Josh (er hat wahrscheinlich die höchste Monitordichte pro Quadratmeter ;-)), zu Veteran Flo (“das hatten wir doch letztens erst, Februar 2002” ;-)), zu Bronski mit Lampe und Lampen-Mac (der auch auf eine ähnliche Aktion vom Januar 2003 hinweist, die an mir vorüber lief), und, last but not least, Dee mit dem hellen Feng-Shui-optimierten Arbeitsplatz mit zwei Monitoren.

Außerdem schwappte sie in die USA, zu Jeff Jarvis` BuzzMachine, was zu einem kleinen Härtetest für den Webserver führte. Von dort aus dann zu Kelly aus Boston, mit einer schier unglaublichen Menge von Papieren an der Wand.

Mal schauen wo es noch “hinmemt” …

Mac

Die Geschichte von Apples Betriebssystemen ...

… zeichnet, in gewohnt epischer Breite, Amit Singh auf: »A History of Apple`s Operating Systems«

«Mac OS X is a unique operating system in that it represents a rather successful coming together of paradigms, ideologies, and technologies that have usually resisted each other in the past. It is a result of the trials and tribulations of Apple and NeXT, as well as their user and developer communities. Mac OS X is perhaps one of the best examples of how a capable system can result through the direct or indirect effort of corporations, academic and research communities, the Open Source and Free Software movements, ans even individuals.«

Yo! Amen! Spaß beiseite, ein lesenswerter historischer Abriß!

Seltsames

Der iPod, das Mordwerkzeug

Sachen gibt`s (HeadlinedNews):

»A Memphis woman was arrested and charged with first-degree murder after she bludgeoned her boyfriend to death with an iPod. […] Police said no motive has been confirmed, although evidence suggested the murder was the result of a domestic dispute after Pulaski [der Boyfriend, R.] erased the contents of Mathers’ [die Woman, R.] iPod. According to law officers, Mathers was hysterical when police arrived and told them that she killed her boyfriend only after he accused her of illegally downloading music and erased about 2,000 of her MP3s. Mathers complained that it took 3 months to build her music collection. […] `It took him a while to die,` Dr. Klamut said. `She must have stabbed him 40 to 80 times with that iPod. His death was not instantaneous, that’s for sure` … «

Unglaublich! Nun sehe ich den kleinen iPod mit ganz anderen Augen. Die Metallplatte, die den Rahmen und die Rückseite bildet, ist schon recht solide, aber dass man damit jemanden töten kann erscheint mir unwahrscheinlich.

(Via Die wunderbare Welt von Isotopp)

Nachtrag vom 15.3.2004: Die Story ist ein Hoax!

Linux

Frisches Gentoo erschienen!

Gentoo-Linux 2004.0 ist erschienen! Das ist aber nur für “Neu-Gentooer” von Belang, der Vorteil von Gentoo liegt bekanntlich darin, dass das System kontinuierlich aktualisiert wird. Das Konzept von “Releases” auf CD ist mehr oder weniger aus der Windows-Welt in die “Linuxerei” gesickert, ich bekomme regelmäßig Anfälle wenn mir einer etwas von “Linux 9.2” erzählt. “Offizielle” neue Versionen gibt es nur dann, wenn Linus einen neuen Kernel freigibt, der Rest ist reines Marketing der Distributoren.

Da mein Gentoo ein paar Monate nicht aktualisiert wurde, habe ich einmal trocken “emerge world” getippt, den Rechner etwa 32 Stunden in Ruhe gelassen, und in der Zwischenzeit wurde fast das gesamte System in “frischen” Quelltexten aus dem Netz gezogen und kompiliert. So muß das laufen! Nur einmal war ein “händischer” Eingriff notwendig. Nun brummt er mit Kernel 2.6, KDE 3.2 und allen neuen schönen Sachen! Und damit ich in ein paar Monaten nachschauen kann, wann ich denn das letzte Mal “die Welt” aktualisiert habe, schreibe ich das halt hier hin. Clever, wa? ;-)

Internet

Spam-Zombies vom Netz!

Das ist mal eine richtig gute Idee (Netzeitung): »Der große US-Provider Comcast hat damit begonnen, Kunden, deren Rechner ohne ihr Wissen unerwünschte Massenmails versenden, vom Netz zu nehmen. […] Einige der Kunden habe man nur kontaktiert, um sie zu informieren, andere direkt abgeschaltet, sagte eine Sprecherin des Kabel-Internet-Anbieters […].«

Haltet das Internet sauber!

Lagedernation

SPD rettet Rundschau?

Rettungsring SPD? Das SPD-Subunternehmen DDVG rettet meine Lieblingszeitung, die Frankfurter Rundschau. Auf den ersten Blick eine etwas eigenwillige Konstruktion, andererseits ist mir die SPD lieber als irgendwelche Banken oder gar die FAZ, die beide als Anteilseigner im Gespräch waren. Es würde mich schon sehr wundern, wenn sich dadurch die Linie der “wohlwollenden, aber kritischen” Betrachtungsweise der FR gegenüber Rot-Grün ändern würde. Der Pressevielfalt kann es nur gut tun …

Linkhub

Linkfarm

 

  • CSS Intensivstation: »Die CSS-INTENSIVSTATION gibt Einblicke, Hilfen, Tipps und Templates fuer den Umgang mit CSS2 und tableless Design« (via Linkdump)
  • Sitepoint: »Build a phpBB Forum in 5 Steps«
  • Mezzoblue: »CSS Problem-Solving«
  • Affrus 1.0: »Affrus 1.0 is an integrated Perl editing and debugging environment for Mac OS X. It wraps Perl in a standard, familiar, and intuitive user interface« (via Hugo)
  • Hugos House of Weblog-Horror: »Nur mal so eine Liste der zusätzlichen Tools, die ich mir auf meinem Mac installiert habe.«
  • Clagnut: »Whither blogmarks?« Wohin mit den Blogmarks? Eine gute Frage, treibt mich auch gerade um.
  • iTunes-Catalog: »iTunes Catalog creates beautiful online catalogs of your music collection, displays the cover artwork for each album, and can even look up song lyrics. In addition, it can copy all your album artwork into iTunes, so you don`t have to spend hours doing it yourself« (via MacMerc)
  • Und zum Schluß noch etwas abseitiges:
    »Q: Why was the XHTML bird an invalid?
    A: Because it wasn’t nested properly.«
    Standards Jokes, nur für Insider verständlich

Linux Perennen

Internet Explorer 6 unter Linux

Ein Ärgernis für jeden passionierten oder professionellen Website-Kreator: Man kommt nicht umhin, seine Werke mit dem “Werkzeug des Teufels”, dem MS Internet Explorer 6, zu testen. Das bedeutet für den Linuxer, dass er entweder Windows booten oder einen zweiten Rechner mit Windows anschaffen muß, und das nur um mal zu gucken wie die Windowser gucken. Extrem ärgerlich!

Vor zwei Jahren hatte ich mal mit Wine experimentiert, das aber frustriert wieder aufgegeben. Heute startete ich einen neuen Anlauf, und staunte nicht schlecht als sich schlußendlich dieses Bild auf meinem KDE-Desktop bot:

Screenshot: MSIE 6 unter Linux

Es funktioniert tatsächlich, und das relativ unaufwändig!

Vorgegangen bin ich nach einer Installationsanleitung im Gentoo-Forum, einer weiteren Anleitung in “Frank`s Corner” und Mikes Wine Internet Explorer Installer.

Als erstes benötigt man Wine. Wine ist kein “Windows-Emulator”, wie der Volksmund gerne mal behauptet, sondern stellt einen Layer für die Ausführung von Windows-Programmen unter Linux zur Verfügung. Die Installation von Wine ist distributionsabhängig, unter Gentoo installiert man es mit emerge wine cabextract, letzteres ist ein nützliches Utility das man gleich mit installieren sollte. Wichtig: Man benötigt die Wine-Version “20031212”!

Als nächstes muß das System wissen wie es Wine findet, folgende Befehle, in der Shell ausgeführt, bewerkstelligen dies:

export PATH=$PATH:/usr/lib/wine/bin<br /> export LD_LIBRARY_PATH=$LD_LIBRARY_PATH:/usr/lib/wine/lib

Am besten fügt man diese Zeilen gleich seiner .bashrc hinzu!


Nun besorgt man sich Mikes Wine Internet Explorer Installer, bspw. mit wget:


wget http://bylands.dur.ac.uk/~mh/wine-ie/install-ie6.sh

Und führt ihn aus: ./install-ie6.sh


Es wird nun das Installationsprogramm von Microsoft für den Internet Explorer 6 “downgeloadet” und ausgeführt. Ab und an kommt es zu irgendwelchen Fehlermeldungen, einfach ignorieren! Bleibt Mikes Installationsskript in der Wine-Debugshell stehen, beendet man diese mit “quit”. Das Skript bietet am Schluß noch an, ein Startskript sowie ein Symbol für den Internet Explorer anzulegen, dem stimmt man zu. Wenn alles gut gegangen ist, sollte das Bild oben auf dem Linux-Desktop erscheinen.


Als erstes sollte man die Startseite im Internet Explorers umstellen, denn bei mir stürzte der IE ab als er versuchte die von Microsoft voreingestellte MSN Deutschland – Startseite zu laden, “about:blank” ist da eine gute Wahl.


Das war es schon, zukünftig kann man mit iexplore den Internet Explorer starten, diesem Skript kann man auch einen URL als Parameter mitgeben, also in der Shell z.B. iexplore <a href="http://www.das-netzbuch.de" >http://www.das-netzbuch.de</a> tippen. Fortan kann man sich das Booten von Windows für Textzwecke sparen! :-)

Lagedernation

Instrumentalisierung des Terrors

Politikern, vornehmlich konservativer Couleur, aller Länder ist eines gemeinsam: Sie instrumentalisieren gerne Terroranschläge. Während diese Zeilen getippt werden, sieht es so aus als würde die spanische PP von Premierminister Aznar die angemessene Quittung dafür bekommen. Bei uns überbieten sich die Spezialisten der Union mit abstrusen Vorschlägen. Gerade fordert Wolfgang Bosbach in geradezu apokalyptischer Diktion bei Sabine Christiansen die Einführung des Digitalfunks für die Polizei, zur Schutz der Fußball-WM und der Reiterfestspiele. Außerdem brauchen wir die Bundeswehr im Inland, sagt er. Wozu, sagt er nicht. Vielleicht möchte die Union Panzer vor die Bahnhöfe stellen. Das ist auch gar nicht beabsichtigt, denn es geht darum “Alarmstimmung” zu verbreiten, das Kalkül dahinter ist, dass in Zeiten der scheinbaren oder tatsächlichen Bedrohung eher konservativ gewählt wird.

Die Schnapsidee schlechthin kommt vom “Sicherheitsexperten” der Union, Norbert Geis. Er fordert auf Bahnhöfen ähnliche Kontrollen wie auf Flughäfen (Telepolis). Klingt gut, über Kleinigkeiten wie die Durchführbarkeit macht man sich keine Gedanken. Es gibt in Deutschland etwa 6.000 Bahnhöfe, die S-Bahn-Stationen nicht mitgezählt. Millionen Pendler strömen täglich in die Bahnhöfe hinein und hinaus. Soll man denen allen die Taschen durchleuchten? Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich im Bahnhof festgenommen werde, weil ich mit Digicam herumlaufe und Bahnbilder schieße, das ist hochgradig verdächtig!

Die Wahrheit, die niemand offen ausspricht: Es gibt keinen Schutz. Es kann in einem freien Land keine totale Sicherheit geben, die gäbe es erst wenn jeder, der sich öffentlich bewegt, lückenlos überwacht wird. Aber das kann kein normal denkender Mensch wollen. Nach dem “11. September” wurden überall die Rechte eingeschränkt und die “Sicherheitsmaßnahmen” verstärkt, auch im konservativ regierten Spanien. Hat das mehr Sicherheit gebracht? Die Anschläge vom 11.3. zeigen deutlich: Nein, haben sie nicht. Die Konsequenzen die daraus gezogen werden sind immer gleich: Mehr Restriktion. Logischer wäre es, die getroffenen Maßnahmen kritisch zu hinterfragen. Ich bin dafür, dass öffentlich Rechenschaft über die Effektivität von grundrechtebeschneidenden “Sicherheitsmaßnahmen” abgelegt werden muß.

Seltsames

iPod-Mord war ein Hoax!

Ich hatte es ja schon bei der iPod-Mordgeschichte dazu geschrieben: »Die Metallplatte, die den Rahmen und die Rückseite bildet, ist schon recht solide, aber dass man damit jemanden töten kann erscheint mir unwahrscheinlich.« So war es dann auch, die Story war ein besonders geschickter Hoax, denn die Schelme von “liquid generation” hatten die Geschichte in das Kostüm einer typischen amerikanischen News-Site gepackt. Was lernen wir daraus? Nicht alles was nach News aussieht enthält auch News, ein bißchen mehr Quellenkritik, Herr Graf!

Diesmal bin ich aber in guter Gesellschaft. ;-)

Rundesleder

Oh Borussia!

Bild: Runder Ball! Allerübelst! Borussia verliert kläglich bei Alemania Aachen. Hat jemand schon einmal eine derart miserabel postierte Mauer gesehen wie beim Freistoßtor der Aachener? Auch wenn der Borussia mindestens ein klarer Handelfmeter vorenthalten wurde (der Schiri hat sich dem Gladbacher Spielniveau angepasst ;-)), mit einer Fehlpassorgie wie bei den Gladbacher Angriffsbemühungen in der zweiten Halbzeit kann man halt nicht gewinnen. So eine Chance auf Pokalsieg und Europapokalteilnahme kommt mit Sicherheit so schnell nicht wieder, und diese Schmach, gegen einen Zweitligaklub aus der Provinz zu verlieren …

Aber egal, Job, Wohnort, Frau oder Haarfarbe kann man wechseln, aber den Lieblingsverein nicht. ;-)

Musik

10 aus 2666

Eine neue Meme, gefunden bei Flo! Aus der Musik-Sammlung soll man eine Zufallsauswahl mit 10 Stücken zusammenstellen, also mal iTunes gestartet. Aber was ist denn das für eine Zusammenstellung? Ich sollte dazu sagen dass ich fast meine gesamte CD-Sammlung auf der Platte habe, diese “gothischen” Sachen sind im Moment nicht mehr so ganz mein Geschmack. ;-)

  1. Lorelei / Theatre of Tragedy (Aegis)
  2. Seele in Not / Lacrimosa (Angst)
  3. Die Toten kehren wieder … / Sopor Aeternus (The inexperienced Spiral Traveler) Was ist denn das? Erschreckend!
  4. Inner Sanctum / Celtic Frost (Into the Pandemonium)
  5. Seventeen / Sex Pistols (Never mind the Bollocks)
  6. Welcome to hell / Venom (In Memorium)
  7. The sweetest Condition / Depeche Mode (Exciter)
  8. Target Audience (Narcissus Narcoticus) / Marilyn Manson (Holy Wood)
  9. Purple Avenue / Ute Lemper (Punishing Kiss)
  10. Better Man / Robbie Williams (Sing when you`re winning)

Weltraum

UFO auf dem Mars gesichtet!

Bild: Unbekannts Flugobjekt auf dem Mars

Ein einmaliges Bilddokument: Spirit hat ein Foto von einem unbekannten Flugobjekt in der Atmosphäre des Mars geschossen, berichtet die BBC. Man vermutet dass das ein Meteorit oder die Viking-Sonde ist. Aber in Wirklichkeit ist das ein marsianisches Aufklärungsflugzeug! Nein, das ist eine der von Guido Westerwelle seinerzeit in gewaltigen unterirdischen irakischen Raketenzentren vermuteten irakischen Raketen mit bombastischer Reichweite …

Zeugs

Renovieren im Netzimperium

Das “Netzbuch-Drumherum” wurde ein wenig renoviert. Der Fragezeichen-Link “Was ist denn ein Weblog?”, das “Mission-Statement” und die Kontaktseite wurden aktualisiert, außerdem ein neuer “Fragezeichen-Link” (s.o., unter dem Bild) hinzugefügt: Was ist RSS?. Letzterer bindet Alps vorzügliche RSS-Einführung dynamisch ein, Danke Alp! :-)


Vorher wurde schon meine aus dem letzten Jahrtausend übernommene gute alte statische Homepage runderneuert, als nächstes ist die Wiedergeburt des Fotoblogs an der Reihe. Und dann kommt das Netzbuch dran zur Generalüberholung. So wird einem nie langwelig. ;-)


Und meine abonnierten RSS-Feeds kann man sich nun als OPML-Datei runterziehen, aber obacht, das sind zur Zeit 182 Feeds!


Dann wird es ja auch mal Zeit für ein FOAF, da ist mir aber nicht so ganz klar nach welchen Kriterien man jemanden als “Friend” einbinden darf, kann, soll. Die im Netz kursierenden Intros zum Thema beschränken sich ausschließlich auf technische Aspekte, Erläuterungen zu den sozialen Aspekten fehlen. Oder kennt da jemand was?

Weblogtalk

MovableType wie Windows

Ein Bonmot aus der weiten Weblog-Welt: »MovableType is the Windows of the Personal Publishing World«

Da ist etwas dran. Wie Windows ist MT Marktführer mit einer merkwürdigen Technologie. Es hat ein Problem mit unerwünschten Gästen (dem Kommentar-Spam), das in der verwendeten Technik des Systems selbst seine Ursache hat, trotzdem wird munter behauptet es läge in Wirklichkeit am Verbreitungsgrad des Systems. Und, um die Parallele auf die Spitze zu treiben, möchte Six Apart mit TypeKey demnächst das Blogosphäre-Gegenstück zu Microsofts Passport einführen.

Linkhub

Links am Morgen ...

… vertreiben Kummer und Sorgen!

  • Kuro5hin: »Switching from PHP to Zope/Python.« Unfug in meinen Augen (man zeige mir mal eine Plone-Site der man das nicht auf 10 Metern ansieht, oder auch nur eine validierende Zope-Site), aber man kann ja auch mal was verlinken dem man nicht zustimmt. Wenn ich einen Sandkuchen bauen möchte, so ist PHP ein Berg voller Sand und ein Eimer Wasser, wartet darauf von mir nach meinen Wünschen geformt zu werden. Bei Zope ist der Sand bereits abgepackt in Förmchen, wunderbar wenn ich genau den Sandkuchen backen möchte, wenn nicht muß ich anfangen die Förmchen gewaltsam zu verbiegen.
  • LXer: »Dispelling the myths of Gentoo Linux, an honest review« (via LinuxToday).
  • Wired: »Why RSS Is Everywhere«
  • TypeKey and Movable Type Comment Registration FAQ

Seltsames

Die Sommerzeit - ein als Wohltat maskiertes Übel!

Vera Mong kämpft einen einsamen Kampf gegen die Sommerzeit und klärt uns über den wahren “Nutzen” der Sommerzeit auf:

»die regierung dient im falle der sommerzeit als projektionsfläche für die vorstellung aus der kindheit von einem allmächtigen erwachsenen, der nicht ansprechbar, nicht beeinflußbar ist und der, auch wenn er dummes oder schlechtes tut, immer recht hat, so eine art übermensch.
dieses machtgefälle, das man kennt, das muß wieder her, aber ohne daß es auffällt! schließlich haben wir ja eine demokratie! mit der sommerzeit und übrigens auch mit der rechtschreibreform ist es wieder am wirken, dieses machtgefälle! da ist etwas, was untrennbar zu deinem eigenen, privaten, persönlichen leben, zu deinem körper gehört (tagesablauf und sprache) und da ist jemand, der nur ein `gaaanz klein wenig` davon besitz ergreift und den du im gegenzug nicht mal ansprechen kannst, weil er nicht faßbar ist.«

Am Wochenende ist es wieder soweit, die Regierung tut uns Zwang an, die Uhren werden eine Stunde vor gestellt.

Wir Deutsche wären aber nicht wir Deutsche, wenn wir nicht statistisch belegbare schlimme Folgen der Sommerzeitumstellung nachgewiesen hätten. So steigt am Montag nach der Zeitumstellung die Zahl der Unfälle um 8% an, und viele unserer bedauernswerten MitbürgerInnen leiden am “Sommerzeits-Jet-Lag” (schreibt die
Frankfurter Rundschau). Alles Sissis!

Aber eine gute Ausrede! Montag gehe ich ins Büro und sage zum Chef: »Du, ich kann heute nicht arbeiten, Du, ich leide so furchtbar am Sommerzeits-Jet-Lag, Du …«

Momentaufnahme

Rheinische Philosophen

Tach, da bin ich wieder, bin ein bißchen in der Weltgeschichte rumgefahren. Bspw. in das Land westlich des Niederrheins, wo die großen Philosophen daheim sind, wie das Bildchen eindrucksvoll zeigt. Mich würde nur mal interessieren was der letzte Satz auf dem Stein bedeutet … ;-)

Weblogtalk

Coolly - Kühl!

Will von “Channeling Cupertino” hat Spaß mit den Resultaten der maschinellen Google-Übersetzung, insbesondere an dem “kühl” in meinem Beitrag biss sich die Software die Zähne aus. Ich übersetze “cool” in “kühl” (Ihr wisst, meine Abneigung gegen überbordende Anglizismen), Google macht daraus bei der erneuten Übersetzung “coolly”, “kaltblütig”. Computer sind halt doch irgendwie dumm. ;-)

Will of “Channeling Cupertino” has some fun with the result of Googles automatic translation, especially the word “kühl” in my entry was a hard nut to crack for the software. I translated “cool” in “kühl” (you know, my aversion against the excessive use of anglicisms), Google translates it back to “coolly”, “kaltblütig” in german. Computer are somewhat stupid. ;-)

Internet

Email in die Zukunft

Bei FutureMe kann man sich selbst eine Email schreiben, die dann irgendwann in der Zukunft ausgeliefert wird. Bspw. eine Frage, Auslieferungsdatum 29.3.2008: »Hallo ralle, bist Du immer noch kein bedeutender A-List-Blogger? Trotz der grauen Haare?" ;-)

(Via Megnut)

Seltsames

Perfekter Schutz

The Brief Safe Dieses Utensil auf dem Bild ist nicht etwa ein intimes männliches Bekleidungsstück in erbarmungswürdigem Zustand, sondern der “Brief Safe”. Darin verstaut man sein Geld und sonstige kleine Wertsachen und legt es dann offen in seinen Koffer, selbst der neugierigste “Besucher” wird davon Abstand nehmen ein Kleidungsstück in diesem Zustand einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Genial!

(Via Dunstans Blogmarks)

Zeugs

Renovieren im Netzimperium - Die Fortsetzung

Die Renovierung des Netzimperiums geht weiter. Da man ja nie genug Weblogs haben kann, habe ich das “kleine graue Fotoblog” geschlossen und ein neues Fotoblog eröffnet: 720 Pixel. Das heisst so, weil die Bilder immer 720 Pixel breit sind. Logisch, oder? Überraschenderweise ist es in den ersten paar Tagen gleich bis auf Platz 17 der “Hot Photoblogs 100” auf photoblog.org geklettert, wenn ich auch mal ein bißchen angeben darf … ;-)

Das Fotoblog ist natürlich auch mit der legendären pMachine realisiert. Auch wenn ich nach ein bißchen Spiel, Spaß und Test die Begeisterung über Textpattern eigentlich teile (tolles System!), werde ich mir bis auf weiteres keinen “Systemwechsel” im Netzimperium antun.

Als nächstes ist nun das Netzbuch dran, da wird es nur einige dezente Änderungen und Verschönerungen geben. Da ich keine Lust habe ständig Dateien hin und her zu kopieren, werde ich das “mannhaft” direkt auf dem Server machen (ich weiß, macht man als Webworker eigentlich nicht ;-)), daher kann es in den nächsten Tagen, insbesondere in den Abendstunden, vorübergehend zu einem seltsam aussehenden Netzbuch kommen. Nicht von beeindrucken lassen, wird alles wieder gut. ;-)