August 2003

Weblogtalk

Weblogs und Medienkompetenz

Ein Artikel in de:bug: Google, Blogger, Zeitgeist. Die dunkle Seite der Macht. Sehr differenziert, endlich mal ein Artikel aus den “herkömmlichen” Medien der nicht auf der unsäglichen “Weblog = Tagebuch”-Schiene fährt sondern sich mal ein bißchen Mühe macht und einen interessanten Ansatz heraus arbeitet.


Zitat: »Den Erfolg von Weblogs kann man auf unterschiedliche Faktoren zurückführen. Zum einen sicherlich auf die scheinbare Diskrepanz von Privatem und der permanenten Anwesenheit von Öffentlichkeit. Viele Blogger schreiben über persönliche Beobachtungen, Ansichten, Erlebnisse und eine gehörige Portion Meinungsstärke hat noch nie geschadet. […] Blogger reflektieren die Weltpolitik genauso wie Erlebnisse an der Supermarktkasse, schreiben über Belanglosigkeiten und hochgradig Philosophisches in den unterschiedlichsten Stilen und Qualitäten, kurz, sie sind so unterschiedlich und farbenfroh, so langweilig oder aufregend wie die Person dahinter. Und gerade das Wissen über die reine Subjektivität der Beiträge, über die vollkommene Abwesenheit jeglichen Lektors oder gar Zensors machen das Lesen in Weblogs oft so spannend und unterscheidet es so von der Lektüre “seriöser” Nachrichtenquellen.

Das regelmäßige Studieren von Weblogs fördert Medienkompetenz. Das Wissen darüber, dass diese Netz-Publikationen im Normalfall von lediglich einer, oder einer Handvoll Personen mit Inhalten gefüttert werden, die Redakteur, Lektor, Herausgeber und technischer Betreuer in Personalunion sind, lässt uns jeden Beitrag mit einer gesunden Portion Skepsis konsumieren, die niemals falsch sein kann angesichts der Tatsache, dass auch “seriöse” Magazine Enten, wie das Aussterben der Blondinen, hervorgebracht und emsig voneinander abgeschrieben haben oder sich oft genug in vorauseilendem Gehorsam dem gerade vorherrschenden politischen Mainstream und immer wieder gerne auch wirtschaftlichen Interessen von Anzeigenkunden beugen müssen.«


Wer Weblogs liest lernt zu Mißtrauen, und führt sich, eben durch die demonstrativ hervorgehobene Subjektivität von Weblogs, vor Augen dass alle Nachrichten subjektiv sind, auch die Tagesschau. ;-)


(Gefunden beim Schockwellenreiter und vielen anderen Blogs …)

Internet

Wikis - Das Gemeinschaftsnetz

Mario Sixtus ist omnipräsent. Nicht nur hat er den weiter unten gewürdigten de:bug-Artikel geschrieben, sondern auch in der Frankfurter Rundschau einen Artikel zum Thema Wikis veröffentlich: Das Gemeinschaftsnetz.


Zitat: »Wer sich mit dem Thema Wissensmanagement beschäftigt, sollte auf jeden Fall ernsthaft prüfen, ob die kleine Wiki-Teeküche für seine Belange ausreicht. Und für manche Netzphilosophen sind die erfolgreichen Experimente mit den offenen Websites dann auch mehr als nur ein gelungenes Beispiel für gemeinschaftliches Arbeiten: Sie seien auch Beweis dafür, dass die menschliche Konstruktivität größer ist als ihre zerstörerischen Kräfte. Ein digitaler Hoffnungsschimmer.«


Dem kann ich nur zustimmen! Wikis stecken so manches teure Wissensmanagement-Tools locker in die Tasche. Wikis eignen sich übrigens auch vorzüglich für Einzelpersonen als Wissensspeicher. Verborgen auf dem Webspace angelegt hat man ein unkompliziertes System zum Ablegen von Bookmarks, Zitaten, Fundstellen etc. das von jedem Rechner mit Netzzugang her zugänglich ist. Und das Beste: Es strukturiert sich nach und nach völlig von selbst! An meinem “Arbeitswiki” fehlt mir eigentlich nur eines: Die Möglichkeit das Wiki mit dem Palm zu synchronisieren. Statisch (also mitnehmen und auf dem Palm lesen) geht das bspw. mit Plucker oder iSilo problemlos, aber man möchte ja ggf. auch Änderungen dran vornehmen.

Internet

Infostress

Und noch mal Rundschau (dann kann ich die rausgenommene Seite aus “toten Bäumen” ins Altpapier geben): Infostress!"


Zitat: »Viele Menschen sind ständig erreichbar, in verschiedenen Netzen unterwegs, über die sie Nachrichten erhalten und Daten sammeln. […] Die ständig verfügbaren Datenmengen können sich nach Ansicht australischer Wissenschaftler negativ auswirken: “Infostress ist jener Stress, den wir verspüren, wenn wir mit zu vielen Informationen konfrontiert werden. Wir können mit dem Vorhandenen nicht umgehen, das Treffen von Entscheidungen wird behindert, und wir kommen nicht voran”, sagt Neville Meyers, Informationstechnik-Wissenschaftler an der Queensland University of Technology in Brisbane. “Das sind die Momente, in welchen wir wirklich auf Probleme stoßen und sogar krank werden.”«


Wem das bekannt vorkommt: Das hatten wir hier im Netzbuch schon am 6.6., manche Nachrichten drehen halt ein wenig länger die Runde …

Techkram

Die Pein des Fensters

Sehr amüsant (zumindest für den Leser ;-)): How to install Windows XP in 5 hours or less. Und weiter: »Every installation of Windows naturally degrades along a logarithmic curve until it becomes annoying, then unbearable, then unusable. Each successive revision of Windows has featured a slightly longer half-life. Back in the day, Windows 95 would last me about 3 months, while my copy of Windows XP has lasted me almost 9.«


Okay, Windows saugt, keine Frage. Aber ich frage mich was die Leute mit ihren Systemen anstellen dass sie diese alle paar Monate neu installieren müssen. Auf meinem Desktop-Rechner daheim lebt ein Win98 (das ich nur noch zum Spielen benötige), dessen “Vorfahre” (MS-DOS und Win 3.1) bereits 1991 auf einer anderen Platte installiert wurde. Diese Installation hat seitdem mehrmals die Festplatte gewechselt, wurde “upgegradet” auf Win95 und Win98 (ich war halt immer zu faul zum Neuaufsetzen des Systems), dreimal wurde das Board gewechselt und es läuft trotz allem immer noch einwandfrei. Wer alle paar Monate sein System neu aufsetzen muß hat definitiv ein Problem, aber eher vor dem Rechner … ;-)


(via itw)

Techkram

Mozilla Konfiguration

Ein sinnvoller Tipp für die nicht-c`t-LeserInnen (gefunden in c`t 16/03): Im Mozilla (ab 1.3) und im aktuellen Firebird kann man erheblich mehr konfigurieren als die Einstellungsdialoge hergeben. Früher musste man dafür eine JavaScript-Datei editieren, heute tippt man “about:config” in die Adressleiste und kann dann alle Einstellmöglichkeiten in einem Dialogfensterchen à la Windows-Regedit bearbeiten, indem man einfach doppelt auf den Wert klickt. Aber schön vorsichtig sein! ;-)

Lagedernation

Der Rotzlöffel von der Jungen Union

[Der Rollberg] Ich gönne ja prinzipiell keinem Menschen etwas schlechtes, aber der Herr Mißfelder, seines Zeichens Vorsitzender der Jungen Union und der Ansicht dass Kassenpatienten im Seniorenalter kein neues Hüftgelenk bekommen, sondern an Krücken laufen sollen, müsste eigentlich solche Dinge mal am eigenen Leibe erleben damit er mal nachdenkt bevor er den Mund aufmacht. Aber naja, Junge Union, was will man erwarten …

Etwas sachlichere Infos und Links dazu gibt es auf dem Rollberg

Linux

SCOs preiswerte Linux-Lizenz

Manchmal passieren Dinge bei deren Kenntnisnahme man einfach staunend mit offenem Mund vor dem Rechner hockt: So möchte SCO dass jeder, der das (O-Ton) “unautorisierte Unix-Derivat Linux” kommerziell einsetzt, eine Lizenz von SCO kauft, zum Einführungspreis von 699 Dollar pro Prozessor (Pro Linux). Dazu fällt mir rein gar nix mehr ein. Ich hoffe doch sehr dass niemand so dumm ist und tatsächlich Lizenzen von SCO kauft.

Momentaufnahme

Nacktbloggender Rechner

[Bild: Rechner ohne Gehäuse]


Hier oben unterm Dach sind es auch um Mitternacht noch 31,4 Grad, da bleibt nur noch trendiges Nacktbloggen als Lösung, zumindest für den Rechner …

Man muß es ja nicht so weit kommen lassen … ;-) (gefunden bei nacktbloggen).

Rechner ausziehen ist übrigens fast schon wieder ein neuer Trend. Das kommt von den sinnlos auf High-Speed überzüchteten Prozessoren, die enorm Strom verbrauchen und Hitze produzieren. Und das nur um die immanenten Schwächen der aufgeblähten und trägen “Industriestandard”-Betriebssysteme in Fenstern aus Redmond mit purer Hardware-Gewalt platt zu bügeln …

Techkram

Apple Public Source Licence

Es gibt seit Ende Juli eine weitere Lizenz für freie Software, die Apple Public Source Licence. Sie entstand unter Mithilfe des “Freie Software Gurus” Richard Stallman himself und besitzt damit die höchsten Weihen. Der frei verfügbare Kern des Betriebssystems MacOsX, eine Weiterentwicklung von BSD-Unix namens Darwin, steht damit auf einer sicheren Grundlage für Projekte wie GNU-Darwin. Damit haben wir einen weiteren der “Großen” der Branche der sich offiziell zur “Open Source”-Philosophie bekennt. Das ist doch mal was! (Via Slashdot)

Internet

Spam funktioniert!

Schreibt die Netzeitung: »Von den Massenmails, die der windige Potenzmittelanbieter `Amazing Internet Products` für sein Penisvergrößerungsmedikament `Pinacle` innerhalb des Monats Juli verschickte, führten immerhin 6000 zu Bestellungen. Dies belegte, wie der US-IT-Nachrichtendienst `Wired News` meldet, eine wegen einer Sicherheitslücke frei im Internet verfügbare Logdatei mit Kundendaten der Firma. […] Erstaunlicherweise handelt es sich bei den Pinacle-Kunden um eine Klientel, von der man das Reagieren auf Spam-Mails kaum erwartet hätte: So seien Firmenchefs, Tierärzte, Militärangestellte, aber auch der Manager eines sechs Milliarden Dollar schweren Fonds aus New York darunter […].«

Man kann mit nichts so gut Geschäfte machen wie mit der Dummheit der Menschen. Mir wäre es peinlich nun in dieser Liste aufzutauchen … ;-)

Internet

Netplanet ist wieder da!

Besim Karadeniz hat nach einem Jahr Renovierungsarbeiten seinen Netplanet wieder für Landungen frei gegeben.

Was ist überhaupt der Netplanet? Ein Zitat von Besim: »Die ersten Gedanken zu einem Internet-Lexikon in deutscher Sprache kamen mir, als ich selbst nach Informationen zur Geschichte und Technik des Internets suchte. Das Ergebnis meiner Suche war, dass es zwar viele einzelne, mehr oder weniger ausführliche Dokumente gab, aber keine Stelle, wo man das alles gesammelt und in verständlicher Sprache bekommen konnte. Das ist wohl auch ein Grund dafür, weshalb erschreckend viele Menschen sich in Zeiten der großen und bunten Online-Dienste ratlos im Internet bewegen und es an Grundkenntnissen über die Geschichte und die Möglichkeiten des Internets fehlt.
Ich habe deshalb seit Ende 1997 angefangen, die Informationsflut in Sachen Internet zu lesen, zu verstehen und in eigenen Worten zu sammeln, diese grafisch nett und übersichtlich zu verpacken und im Internet zu veröffentlichen.«

Das ist ihm ganz hervorragend gelungen, schade nur dass die, die es besonders nötig hätten, den Netplanet sowieso nicht besuchen werden …

Seltsames

Erfrischend!

FAZ: »Das Haus des deutschen Weines in Mainz schenkt seinen Gästen nach Wunsch ein heißes Sommer-Sonderangebot aus: Glühwein für 0,49 Cent statt der in kalten Wintermonaten üblichen 2,50 Euro.«

Seltsames

High-Tech-Blair

futurezone: »Der britische Premierminister Tony Blair, bekannt für seine schlechten Computerkenntnisse, erhält jetzt eine offizielle E-Mail-Adresse. Wie der “Daily Telegraph” am Samstag berichtete, kann er ab Ende des Monats über eine Mailadresse erreicht werden, die beizeiten auf www.pm.gov.uk zu finden ist.«

Linux

VIM kannste knicken!

Pro-Linux: »Kein Flame, sondern ein neues Feature von VIM 6.0: Folding. […] Das Fold-Feature ist seit der VIM-Version 6.0 integriert. Generell kann man darunter verstehen, Teile des zu editierenden Textes zu knicken oder zu falten (engl. to fold). So können Texte in verschiedene Teilbereiche gegliedert und für den Editierenden momentan uninteressante Bereiche einfach ausgeblendet werden.«

Mehr: Pro-Linux!

Internet

Notepad Popups

Mal wieder ein spaßiges “Feature” des Internet Explorers mit dem man technisch nicht so versierten Anwendern das Tagewerk versüßen kann: Notepad-Popups.

Der MS Internet Explorer unterstützt URLs in der Form “view-source:”, ein Klick darauf öffnet den Quelltext einer lokalen oder entfernten Datei im für das Darstellen des Quelltext vorgesehen Programm, meistens Notepad. Ein Beispiel: Hier klicken!. Man kann auch lokale Dateien auf dem System des Benutzers anzeigen, z.B. c:windowswin.ini. Ist zwar harmlos, so lange man nicht panisch tippt und seine win.ini ruiniert, aber für Verwirrung kann man schon sorgen. Und spammen, natürlich!

(Gefunden bei Simon Willison)

Lagedernation

Grüße aus dem Ozon-Nebel

Auch heute haben wir wieder Wetter, Wetter, Wetter …

Telepolis spekuliert munter über den Klimawandel: »Auch wenn Menschen, die sich genau daran erinnern können, dass es in Deutschland einst Sommer mit halbwegs angenehmen Durchschnittstemperaturen, niedrigen Ozonwerten und sogar Winter mit echtem Schnee gegeben hat, mittlerweile sogar von grünen Politikern gern als Miesmacher und Untergangspropheten gescholten werden, sprechen die äußeren Umstände manchmal ganz einfach für sich. […] Am vergangenen Wochenende wurden in Mannheim Nord 328 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft gemessen, im nordrhein-westfälischen Finnentrop waren es 283, in Solingen und Soest über 270 in Heilbronn 250. Als kritischer Grenzwert gelten dagegen 180 Mikrogramm. Da überdies feststeht, dass die globale Temperatur in den letzten 100 Jahren um 0,7 Grad Celsius angestiegen ist, geht die Mehrheit der Forscher von einem hausgemachten Klimaproblem aus, dass uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiterhin extreme Witterungsbedingungen bescheren wird.«

Gegen die Ozonwerte könnte man ja etwas tun, will man aber nicht. Insbesondere preiswerter Diesel vergiftet uns systematisch, aber bspw. die in den USA üblichen Filter vorschreiben möchte man nicht, schließlich regiert uns ja der Autokanzler. Während dann demnächst Rauchen in der Öffentlichkeit verboten wird dürfen uns die Diesel-Dreckschleudern munter weiter vergiften, symbolische Politik hat Hochkonjunktur. Wie wird NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen im Telepolis-Artikel so treffend zitiert: »Die Bürger fühlen sich doch verschaukelt, wenn sie aus dem Radio aufgefordert werden, sich weniger zu bewegen, aber auf der Straße jede Dreckschleuder weiter fahren darf.«

Techkram

Betriebssystem-Wettstreit

MacGuardians berichtet über den OS Shootout 2003. In den Ring stiegen Mac Os X, Windows XP und eine Linux-“Desktop-Distribution”, Mandrake. In einer großen Tabelle werden typische Aufgaben, die man mit einem Betriebssystem halt so macht, gegenüber gestellt und bewertet.


Fazit: »Generally, Mac OS X and Windows XP are far easier to configure than Linux-based systems. And, despite its limitations in a few areas, Mac OS X is arguably the most elegantly implemented and fundamentally usable operating system currently available, despite occasional user interface gaffes.«


Am Ende des Artikels findet man noch einige interessante Links, z.B. zu The Definitive Desktop Environment Comparison. Dort ist der Sieger Windows XP vor Mac OS X, BeOS, KDE und Gnome.

Seltsames

Weltrekordversuch im Unterwasser-Internetsurfen!

»Der zweifache Apnoe-Weltrekordler Christian Redl [..] wird am Donnerstag im Fischerotter-Becken im Innsbrucker Alpenzoo den Weltrekord im Unterwasser-Internetsurfen zu brechen versuchen. […] Redl wird mit einem Atemzug auf Tauchstation gehen und unter Wasser möglichst viele Internetseiten ansurfen. “Via Wireless Lan werden die Daten vom Unterwasser-Rechner an einen Server übertragen und über drei Monitore und einen Beamer den Zuschauern vorgeführt – so sie nicht alles Live vor einem der Fenster des Otterbeckens verfolgen”, erklärten die Organisatoren. Die Logenplätze bei dem Weltrekordversuch werden für die Fischotter reserviert sein. Die tierischen Tauchmeister werden sich während der gesamten Aktion im Becken befinden« (ORF).

Ich liebe so etwas, grandios sinnlos, aber professionell durchgeführt, so muß das sein!

Zeugs

Ralle the Switcher

Ich bin nun ein Switcher, ab sofort wird der “internettige Lifestyle” des mobilen Netznomaden der Neuzeit mit einem schicken neuen Apple Powerbook G4 ausgelebt. Mein altes Notebook, ein Toshiba, ist Baujahr 1997, hat Wackelkontakte im PC-Card-Slot und geht nun in Rente.
Schuld daran ist übrigens Haitech-blog-Andreas, hätte er mir sein Powerbook nicht vorgeführt säße ich nun wohl vor einem schnöden Intel-Notebook und wäre damit beschäftigt Windows einzuschränken und Linux aufzuspielen. ;-)

MacOsX gefällt mir ausgesprochen gut, es besitzt genau das Maß an Verspieltheit was mir außerordentlich zusagt. Und es funktioniert einfach, ohne große Pein, so muß das sein …

Wenn ich diesen Artikel der Kollegen von itw richtig verstehe hätte man mit Powerbooks wohl noch ein wenig warten sollen, andererseits sind ja ständig neue Modelle irgendwo in der Gerüchteküche angekündigt …

Internet

Panik! Der Wurm kommt!

“Lovesan” alias “W32.Blaster” sorgt für Panik, man lese mal das ganze Spektrum bei Heise, Golem, Netzeitung bis hin zu Spiegel Online, die reißerisch titeln: »Der Großangriff auf das Internet hat begonnen.« Nö, nur auf Windows-Rechner und Microsoft.

Spiegel weiß auch: »So sichert man seinen PC«, und schlägt fachkundig u.a. die Installation von ZoneAlarm und Konsorten vor. Dazu möchte ich allen LeserInnen einmal die FAQ der Newsgroup de.comp.security.firewall ans Herz legen. Die bittere Wahrheit ist nämlich: Es gibt keine hundertprozentig sicheren Systeme, wenn der Rechner am Netz hängt. Und mit Windows schon einmal gar nicht, aber auch mit keinem anderen System. Und Zonealarm, Norton und andere Desktop-Firewalls gaukeln dem ahnungslosen Anwender lediglich vor sie wären wirksam, in dem bei jedem harmlosen Ping ein Fenster mit einer Warnmeldung aufpoppt und User sich denkt: “Da, schon wieder ne Attacke die die Firewall abgelehnt hat” …

Zeugs

Das Leben ...

… ist manchmal so mit allerlei Dingen angefüllt dass man kaum dazu kommt sich den wahrhaft wichtigen Dingen des Lebens, also Bloggen ;-), zu widmen. Das soll als wortreiche Entschuldigung (im Sinne der “Rebecca-Blood-School-Of-Blogging”) für ein paar Tage ohne Bloggen und ohne vorherige Ankündigung reichen. ;-)

Übrigens, am Samstag abend durfte ich diese Herrschaften “genießen”, war aber trotzdem ein schöner Abend …

Zeugs

Rapide Verschlechterung der Pünktlichkeitswerte

RMV (Für die “Auswärtigen”: Verkehrsverbund für das Rhein-Main-Gebiet):

»Angesichts einer rapiden Verschlechterung der Pünktlichkeitswerte bei den Regionalbahnen und im S-Bahnnetz hatte der RMV die DB Netz AG und die DB Regio AG zu einem Krisengespräch eingeladen.« Das ist sehr vornehm ausgedrückt, man könnte auch sagen: Die Scheißbahn fährt wann sie will, und wenn man mal drin sitzt steht man unmotiviert in der Landschaft herum.

Weiter: »In diesem Gespräch unterstrichen alle Beteiligten die Ernsthaftigkeit der Lage, die sich auch in Schreiben und Anrufen vieler Kunden ausdrückt, die sich beim RMV in den vergangenen Wochen heftig über die fehlende Qualität beschwert haben.« Aber hallo, dreimal habe ich meine letzte Mail an den RMV gestern editiert um die unangemessene Wortwahl zu eliminieren. ;-)

Weiter: »Nach Auswertungen des RMV haben die Pünktlichkeitswerte im S-Bahn-Netz in diesem Jahr alle unterhalb der jeweiligen Monatswerte der vier Vorjahre gelegen. Geradezu dramatisch der Rückgang der Werte um fast sieben Prozentpunkte innerhalb von nur zwei Monaten auf 88,3 Prozent im Juni 2003. Bereits jetzt sind fast so viele Zugkilometer im S-Bahnbereich ausgefallen wie im gesamten Vorjahr. […] Die Vertreter der DB Netz AG sagten in dem Krisengespräch zu, mit Hochdruck die Langsamfahrstellen beseitigen zu wollen, und der RMV will die Deutsche Bahn beim Wort nehmen, dass Ende August und damit bis zum Ende der Sommerferien tatsächlich wie versprochen die größten Einschränkungen behoben sind.«

Das will ich schwer hoffen, im Moment sind die 127,50 Euro für die Monatskarte eine schlechte Investition …

Linux

Zitat des Tages

Bill Gates sprach (lt. Pro-Linux):

»Die unkontrollierte Entwicklung von Linux bewirkt, dass das System auf der Stelle steht. Änderungen und Neuerungen die von einem Entwickler eingeführt wurden, werden durch Änderungen anderer wieder zunichte gemacht. […] nur die Innovationen Microsofts [bieten] die Grundbausteine für ein stabiles und sicheres System [..], bei dem alles unter Kontrolle ist.«

Quod erat demonstrandum.

Seltsames

Punkt doc

Hier ist noch etwas süffisantes aus der Wochenendausgabe der FR, zum “Lovesan”-Wurm: Punkt doc.

Zitat: »Liebe PC-Benutzer, oder arme Dosen, wie man unter Maccies mitfühlend zu sagen pflegt. Was haben wir uns jahrzehntelang den Mund fusselig geredet, um euch davon zu überzeugen, etwas mehr Geld und etwas mehr Geduld, aber vor allem etwas mehr Charakterstärke aufzuwenden, um euch nicht nur ein teureres, ein schöneres, nein, auch ein besseres Gerät auf den Schreibtisch zu stellen… ihr jedoch wolltet immer mit der Masse im Mainstream schwimmen und mit allen Billigheimern kompatibel sein; wolltet doofe Spiele austauschen und bei größeren P2P-Börsen absaugen – nun habt ihr den Salat mit Wurmbeilage.«

Mehr: Frankfurter Rundschau

(Via MacGuardians)

Internet

Fast keine Meldung

Eigentlich ja fast schon keine Meldung mehr wert: »Der am gestrigen Dienstag aufgetauchte Virus Sobig.F verbreitet sich bislang nahezu ungebremst im Internet. Die Virenscanner auf den Mail-Servern ächzen derzeit unter der Last der großen Zahl infizierter Mails« (heise).

Das wird so langsam langweilig, hier ein Würmchen, da ein Würmchen. Und so ereilt die IT-Verantwortlichen der Unternehmen dieser Welt die gerechte Strafe für das Setzen auf den so genannten “Industriestandard” Microsoft gemäß der altbewährten “Arsch-Absicher-Methode” …

Lagedernation

Sommer und Angestelltendepression

Michael Rutschky in der taz:

»Immer wieder erzähle ich gerne, dass wir die Arbeitsethik verantwortlich machen müssen, wenn ein anhaltend strahlender Sommer den Bürger unbehaglich stimmt. Klar, er vernimmt auch die Prophezeiungen der Ökologie und der Hautärzte, aber wenn sie so leicht in den naiven Volksboden einschlagen, dann erklärt sich das weniger aus ihrer sachlichen Geltung – die der Bürger ja nur schwer überprüfen kann – denn aus jenem Unbehagen. Der Sommer macht Arbeiten unmöglich, nein, er lässt Arbeiten vollkommen unnütz erscheinen. Stattdessen den ganzen Tag auf dem Wasser liegen und friedlich in den Himmel schauen. Sein, sonst nichts, ohne alle weitere Bestimmung und Erfüllung.
Es kommt hinzu, dass in der Gegenwart ohnedies so wenig von dem, was Arbeit ist, sich so anfühlt. Keine heroischen Auseinandersetzungen mehr im Eisenwalzwerk mit den widerständigen Kräften der Natur – Arbeit vollzieht sich vor allem an Zeichen, besteht aus Kommunikation. Dass das Arbeiten so spurlos bleibt, erzeugt die vertraute Angestelltendepression: `Abends weiß ich nie, was ich tagsüber eigentlich gemacht habe.`«

Weblogtalk

Tagebücher und Weblogs

Moe ist besessen vom “Metablogging”, darum schrieb er einen langen Beitrag zum Thema: »Von Tagebüchern, Technik und 20six« Eigentlich war aber ein Beitrag von Stefan schuld, der seines Zeichens einer der “Currywurstverkäufer” von 20six ist und sich über die Arroganz von Webloggern gegenüber Tagebuchschreibern beklagt.

Ein wenig Trennschärfe muß schon sein, man kann nicht alles in einen Topf werfen nur weil es im Browser irgendwie gleich aussieht. Von meinem Selbstverständnis her unterscheide ich mich schon ein wenig von Leuten die Einträge der Art “Heute wollte ich mit meinem Kind in den Zoo, aber es kotzte schon in der Straßenbahn, also gingen wir lieber zu McDonalds” verfassen. Ist ihr gutes Recht, und manchmal lesenswert, aber doch eine andere “Kiste” als ein klassisches Weblog.

Andererseits, wie kann man in jedem zweiten Kommentarthread bei Antville lesen: “Ist doch egal gezz, ist eh alles nur Internetz” …

Lagedernation

En vogue: Populismus

Die Bild hat ihren “Florida Rolf”, woanders fordert man dass die “Sahara-Geiseln” ihre Rettung selbst bezahlen müssen: Populismus ist schwer “en vogue.” Denn es geht immer um Geld, Geld ist knapp, ergo zeigt man gerne mit dem Finger auf die die es vorgeblich verschwenden. Denn wenn sich der gemeine Bildleser über “Florida Rolf” echauffiert hat dann regt er sich nicht mehr über die eigentlichen Urheber seiner mißlichen Lage auf, Populismus ist also aus “Herrschaftsperspektive” sehr nützlich. Folgerichtig wird ihm von politischer und publizistischer Seite ausgiebig gefrönt.

Um mal auf den Einzelfall zu kommen: Wofür soll eigentlich der ganze konsularische Apparat gut sein, den man jahraus jahrein mit seinen Steuern finanziert, wenn man ihn dann selbst bezahlen soll wenn man ihn einmal braucht? Das ist wohl der neue Trend, man zahlt und zahlt, und wenn man mal etwas braucht kostet es noch mal, egal ob Arztbesuch, Gerichtsprozess, Rettung im Ausland oder nur eine Passverlängerung. Das kann es ja wohl nicht sein …

Linux

SCO: Der "Beweis"

Bruce Perens hat die SCO-Slide-Show mit dem angeblichen “Beweis” veröffentlicht und diesen “Beweis” dann gleich mal widerlegt (via Slashdot): »These slides have several C syntax errors and would never compile. So, they don`t quite represent any source code in Linux. But we`ve found the code they refer to. It is included in code copyrighed by AT&T and twice released as Open Source under the BSD license: once by Unix Systems Labs (a division of AT&T), and again by Caldera, the company that now calls itself SCO. The Linux developers have a legal right to make use of the code under that license. No violation of SCO`s copyright or trade secrets is taking place.«

Bruce` Seiten sind derzeit etwas überlastet, daher müsst Ihr ein wenig Geduld mitbringen wenn Ihr Euch das anschauen möchtet.

Zeugs

Soziale Nachbarn

Eben, als ich mich mit meinem eigenen Netz per WLAN verbinden wollte, geriet ich per Zufall in das ungeschützte WLAN meiner Nachbarn. Sehr sozial von ihnen, die Internetverbindung mit der Umwelt zu teilen!
Jetzt kämpfe ich mit mir: Sag` ich ihnen dass ihr Netz offen wie ein Scheunentor ist (und habe dann 100%ig Arbeit am Hals), oder sage ich nix und habe dann mal, wenn meine DSL-Verbindung gestört ist, eine “Backup-Lösung” für den Internetzugang? ;-)

Musik

Herpes für die Ohren

Frankfurter Rundschau: »Die Forderung nach einer Quote für deutsche Musik im Radio ist wie Herpes: Äußerst ärgerlich, immer wiederkehrend – und vollständig sinnlos.«

Autor Stefan Müller beleuchtet die Hintergründe der Forderung nach einer vorgeschriebenen Quote für deutsche Musik im Radio. Und findet ein ganz anderes Problem: Die Musikredakteure, die sich nicht trauen Songs in ihre “Rotationsmaschine” aufzunehmen die noch nicht in den Top 10 verzeichnet sind. Fazit: »Eine gesetzlich festgeschriebene Quote führt in eine Sackgasse. Gefragt sind mutigere Musikredakteure, die ihre Automaten auch freiwillig mal mit Blumfeld statt Catterfeld füttern. Keine Angst vor guter Popmusik […]« Grundsätzlich sicher richtig, ob es nun unbedingt Blumfeld sein muß ist aber durchaus diskutabel …

Mehr: Frankfurter Rundschau

Weblogtalk

Blog-Talk im Talk-Blog

Nico im Couchblog: »Mir fällt im Moment nichts ein … … gar nichts.« Kommt vor! Im Moment stapeln sich so “netzmäßig” auch nicht gerade die Sensationen, und die ewigen Windows-Würmer sind ja auch nicht so der Brüller.

generation neXt strahlt im neuen Layout und besticht durch klare Strukturen und die dezente Eleganz der Schlichtheit. Sehr schön!

Und ein anderes meiner Lieblingsblogs, kniebes.net, feierte den zweiten Geburtstag. Glückwunsch! Dort ist nichts so beständig wie der Wechsel von Layout, Features und wenn es sein muß des ganzen Blog-Systems … ;-)

Und anneke lästert über akademische “Blog-Weihen” durch Selbstreferenz zwischen “SchülerInnen” und “Lehrern”, aber das ist doch, im Kleinen, die Art und Weise wie das selbstreferenzielle System “Wissenschaftsbetrieb” funktioniert. Jeder Studi weiß: Hat Dein Prof etwas publiziert auf dem Gebiet dass Du gerade beackerst, vergiß ja nicht ihn zu zitieren, dann klappt`s auch mit der Note … ;-)

Techkram

Sinn und Unsinn von Personal Firewalls ...

… beleuchtet ein auch für Laien verständlicher Artikel der Sonntagsseite (PF=Personal Firewall aka ZoneAlarm und Konsorten):

»Wenn ich über Netzwerksicherheit diskutiere, höre ich von PF-Anhängern immer, dass sie sowieso keine wichtigen Daten haben und dass ein bisschen Schutz besser ist als keiner. Das mag zwar stimmen, nicht jeder hat irgendwelche Formeln von neuen Biowaffen auf dem PC, aber um das geht es vielen nicht. […]
Jetzt zu dem 2. Argument: Ein bisschen Schutz ist wirklich besser als gar keiner. Aber PF`s bringen gar keinen (zusätzlichen) Schutz mit. Wie schon erklärt kann man sein System durch gescheite Konfiguration sicherer machen als mit jeder PF möglich. Also stimmt der Spruch zwar, dass ein bisschen Schutz besser als gar keiner ist. Aber in diesem Fall steht die PF auf der Seite mit gar keinen Schutz.«

Alle eifrigen NutzerInnen von PFs: Lesen!

(Via Schockwellenreiter)

Seltsames

Peties erster Mac

[Petie] Wie sagt man so schön? Das machte meinen Tag: Petie bekommt seinen ersten Mac (Quicktime), und irgendwer hat alles auf Video gebannt. Sehr amüsant! Jeder der schon mal auf den Boten mit dem Päckchen vom Apple-Distributor gewartet hat wird mit Petie fühlen. Und am Ende, die Moral von der Geschicht`: “Children, get a Mac!”
Nebenbei bemerkt: Petie muß über ein recht üppig ausgestattetes Taschengeld-Budget verfügen …

(Gefunden bei MacUser)