Mai 2003

Techkram

Passwort vergessen?

Ein geniales kleines “Tool”: Offline NT Password and Registry Editor. Kommt ja vor: Man hat einen Rechner mit NT, 2000 oder XP bei dem BesitzerIn das eigene Passwort (und das Administrator-Passwort sowieso) vergessen hat. Nun lädt man sich von der o.a. Website ein Bootdisketten-Image und das Programm “rawrite2” herunter, backt sich die Bootdiskette und schiebt sie in den verschlossenen Rechner. Es wird dann ein kleines Linux von Diskette gebootet und ein Progrämmchen scannt den Rechner nach vorhandenen Systemen, dialoggeführt sucht man sich dann das verschlossene und setzt die versperrten Accounts einfach auf “ohne Passwort”. Sodann bootet man wieder NT/2000/XP, et voila, man kommt wieder in das System rein. Gestern habe ich das gebraucht, funktioniert gnadenlos gut! Ich liebe solche nützlichen kleinen Werkzeuge …

Weblogtalk

Weblogs und Kommerz: Sie kommen!

Die Geschichte des WWW wiederholt sich beim Thema “Weblog” im kleineren Maßstab: Zuerst sind die Freaks da und “machen” einfach, weitestgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit. Dann wird das Thema in den USA “öffentlich”, “schwappt” nach Deutschland, und diejenigen die bisher mit “der Szene” überhaupt nichts zu tun hatten drängeln sich in den Vordergrund und versuchen damit Geld zu machen. Beispiele: Natürlich 20six, die es mit einer geschickten Pressepolitik geschafft haben in fast jedem Artikel über Weblogs erwähnt zu werden, und eine Dame namens Claudia Muselkamp, sie bloggt selbst seit etwas mehr als einen Monat bei 20six, kennt aber die Materie schon so gut dass sie auf ihrer Firmenseite professionelle Beratung für den kommerziellen Einsatz von Weblogs anbietet. Das ging aber schnell. ;-)

Wenn die Analogie zum WWW konsequent weiter geht dann kommt nun der große Boom und kurz darauf der große Crash. Ich bin gespannt wer sich noch alles mit der Hoffnung auf den schnellen Euro auf den “Weblog-Zug” wirft …

Lagedernation

Lehrstellenmangel: Schuldfrage parteiübergreifend geklärt!

Bei n-tv kann man nachlesen dass das Lehrstellenproblem in Deutschland gar keins ist, sondern das “faule Pack” potenzieller Azubis ist einfach zu unflexibel und zu dumm, stellen PolitikerInnen und Wirtschaftslobbyisten aller Couleur einstimmig fest. Das folgt einem bekannten Muster, bekanntlich sind ja auch Arbeitslose schuld dass es Arbeitslosigkeit gibt und Kranke dass der Krankenversicherungsapparat so teuer ist. So leicht ist das, wenn man Politiker ist und ein Mikrofon in der Nähe.

Wenn man eine Ausbildung zum Bankkaufmann in Düsseldorf möchte muß man so flexibel sein auch Metzger in Garmisch zu werden. Von dem üppigen Ausbildungssalär kann man dann in der Fremde den umfangreich vorhandenen preiswerten Wohnraum nutzen, und wenn man dann nach Ende der Ausbildungszeit nicht übernommen wird muß man halt wiederum flexibel sein und einen Minijob in der Gastronomie oder als Haushaltshilfe annehmen, Hauptsache man taucht nicht in der Arbeitslosenstatistik auf, das würde die Wahlchancen schmälern.

Wer mal dezent anmerkt dass es vielleicht ein Problem des Wirtschaftssystems ist dass es nicht genug Ausbildungs- und Arbeitsplätze gibt und dieser Umstand ein staatliches Eingreifen erforderlich macht ist ein ewig gestriger Altlinker. Oder Gewerkschafter. Richtet Euch schon mal auf das Nomadendasein mit Minijobs ein, verehrte Zielgruppe, denn das ist es was sich unsere “Entscheidungselite” für Euch ausgedacht hat!

Webworking

Internet Explorer killen!

Die schon überall kursierende Geschichte wie man mit ein paar Zeilen fehlerhaften HTML den Internet Explorer killt ist wirklich ein Witz. Aber selbst das wird nicht reichen um die Unbelehrbaren mal dazu zu bringen den IE in Rente zu schicken und eine sichere und funktionale Alternative zu suche, aber die jammern am lautesten wenn ihr System crasht und nicht mehr richtig funktioniert.

Bei Martin kann mal ein bißchen seinen IE crashen (einfach hier klicken und ciao IE), und noch einen Lektüretipp für unverbesserliche IE-NutzerInnen finden: Warum IE wirklich zu gar nichts taugt … oder: Warum IE saugt.

Musik

Musikindustrie: Auf in den Kampf?

Eines der absoluten Netzbuch-Lieblingsthemen: Der Umgang der Musikindustrie mit ihren potenziellen Kunden.

Heute gibt es in der futurezone die neuesten Gerüchte zu lesen. Angeblich möchte die Musikindustrie die Rechner von Tauschbörsen-Benutzern sabotieren in dem Programme auf dem Rechner des Benutzers eingeschmuggelt werden. Z.B. “Freeze”, das den Rechner des Benutzers einfrieren soll (aha, sie wollen Windows ME auf den Rechnern der Musikfreunde installieren ;-)) oder “Silence” das anfängt die Festplatte nach illegalen MP3s zu durchforsten und dann für Ruhe sorgt.

Solche Dinge gehören aber wohl eher zur Kategorie “Propaganda zur Einschüchterung”, denn der Einsatz beider Programme wäre (zumindest in Deutschland) illegal. Aber alleine die Idee verdeutlicht wieder einmal dass die Musikindustrie ein hoffnungsloser Fall ist und man eigentlich keine einzige CD mehr kaufen sollte …

Webworking

Brainstorm

Eine seltsame Software ist Brainstorm. Brainstorm steht unter der GPL und ist Wiki, Weblog, Bildergalerie und Portal, irgendwie alles aber auch nichts. Da auch die Dokumentation im Brainstorm-FAQ eher “blumig” ausfällt “schreit” es förmlich danach einmal ausprobiert zu werden, auf dass der Testserver langsam aber sicher zu einem Panoptikum der Blog-, Portal-, Wiki- und CMS-Programme wird …

Webworking

Comeback der Hintergrundgrafiken

Jeffrey Zeldman ruft das Comeback eines optischen Utensils des WWW der 90er Jahre aus, der gekachelten Hintergrundgrafiken. Squidfingers offeriert eine üppige Sammlung eleganter Hintergrundkacheln, bei Minifonts gibt es Hilfestellung mit Musterschriften zur Erstellung eigener Kacheln (aber nur für Mac).

Vielleicht ein neuer (alter) Trend?

Und weil wir gerade bei Zeldman schmökern merken wir uns auch diese Übersicht auf web-graphics.com für Beispiele wie man die allseits beliebte “Tab-Optik” tabellenfrei mit CSS auf eine Website bekommt.

Zeugs

Wiedereröffnung

Mein gescheiterter Versuch eines “Zweit-Weblogs”, das Werkbuch, ist nun wieder geöffnet. Neben der Debian-Ecke gibt es dort nun auch eine pMachine-Corner, in der werde ich sukzessive meine angesammelten Skripte und “Hacks” für die pMachine einbauen. Das Werkbuch ist sozusagen der “Anhang” des Netzbuchs und soll Beiträge zu den angegebenen Themen aufnehmen die (hoffentlich) auch jenseits der Tagesaktualität noch nützlich sein können.

Den Anfang macht ein “Hack” für die Anzeige deutscher Monatsnamen (wie man das hier im Netzbuch “bewundern” kann) über jeden “Tag voller Einträge”, leider ist das von Hause aus mit der pMachine nicht möglich. Überflüssig zu erwähnen dass natürlich das Werkbuch auch mit der pMachine betrieben wird. ;-)

Webworking

Cheyenne Weblog

Und schon wieder ein Weblog-Tool: Cheyenne Weblog.

Projektbeschreibung auf Freshmeat: »Cheyenne Weblog implements some of the standards-based technology that is missing from most blogging tools. It features XHTML 1.0-compliant output, so you can apply XSLTs or feed the output to an XML publishing framework like Cocoon. It uses LDAP for authentication. It generates an RSS feed which includes the dc date element. It includes XSLTs for rendering the RDF in portals like Cocoon and Tibco.«

Ist also für diejenigen die einen eher komplizierten Weg zum Weblog einschlagen wollen. ;-)

Der Source (falls es jemand downloaden möchte) ist gut versteckt, nämlich hier.

Zeugs

Jubiläum: 1 Jahr Netzbuch

Wenn mich mein PDA nicht daran erinnert hätte hätte ich es glatt vergessen: Heute vor einem Jahr startete dieses Weblog mit einem eher unscheinbaren Beitrag, da merkt man mal wieder wie die Zeit vergeht. Anfangs denkt man “interessiert eh niemanden was man schreibt”, aber nach einiger Zeit schaut man immer wieder erstaunt wie viele Leute hier vorbei schauen.


Der “kontroverseste” Beitrag war sicher der zur Wertschöpfungskette, unbeabsichtigt natürlich, aber da sah man wieder wie sich manche Leute künstlich aufregen können. Wie im echten Leben halt. ;-)


Auch nach einem Jahr macht es noch Spaß, ich bin bisher ohne die allseits beliebten “ich schließ` mein Weblog und mache es drei Tage später wieder auf”-Rituale ausgekommen, und halte mich an die eiserne Regel keine Details zu Privatleben, sozialen Umfeld und “Job” zu bloggen, das trägt sicher zum kontinuierlichen “Spaß am Webloggen” bei.


Was soll man noch groß sagen? Ein “Danke schön” an alle LeserInnen, und auf geht`s ins nächste Jahr. ;-)

Weblogtalk

pMachine-Corner: "Google-Besucher-Begrüßer"

Zum Geburtstag des Netzbuch schenke ich Euch ein Stück php-Code: Den “Google-Besucher-Begrüßer”. ;-)

Problem: Es liegt in der Natur eines Weblogs dass Inhalte nach ein paar Tagen von der Startseite “weggescrollt” sind, in Google sind die Stichworte aber noch verzeichnet. Der arme Besucher, unfähig selbst auf den Link “Suchen” zu klicken, zieht traurig und uninformiert von dannen.

Lösung: Service-orientiert wie wir Weblogger nun einmal sind werten wir den Google-Referrer aus, begrüßen den Ankömmling und bieten gleich eine Suchmöglichkeit an. Das klingt komplizierter als es ist, einfach mal diese Google-Suche aufrufen und dann auf den ersten Link zum Netzbuch klicken, dann wird klar worum es geht.

Details und Code gibt es im Werkbuch.

Zeugs

Des Netzbuchs neue Kleider

Verehrte Zielgruppe, wie unschwer zu erkennen ist erhält das Netzbuch ein neues Outfit. Am “grobe Kasten mit großer Schrift – CSS-Design” hatte ich mich nun satt gesehen, war mal wieder Zeit für neue Farben, Bilder und Formen. Den Totenkopf mit der Gitarre werde ich zwar vermissen, aber man kann halt nicht alles haben. ;-)

Musik

Open Source, Creed und Musik

Ein Artikel bei Pro-Linux: »Was hat Creed mit Open Source zu tun?«

Creed ist eine Rockband, und nun tun sie etwas Gutes und haben die With Arms Wide Open-Foundation gegründet, benannt nach ihrem größten Hit. Und dazu meint Autor Thorsten Wandersmann auf Pro-Linux:


»Woher kommt das Geld? Natürlich von uns. Von uns, die wir CDs kaufen; von uns, die wir spenden, von uns, die wir anderweitig mithelfen.
Nun, in diesem Sinne ähnelt Creed einem klassischen Linux-Distributor. Einem Dienstleister, der im Open-Source Bereich arbeitet, damit Geld verdient und es der Community, aus der er geschöpft hat, teilweise wieder zurückgibt, in welcher Form auch immer.
Umgekehrt gilt das gleiche natürlich auch für Open Source. Denn nicht nur die Distributoren haben am meisten davon, indem sie Geld verdienen. Das, was sie der Community zurückgeben, ist etwas, was viele Anwender Geld sparen läßt. So ist es auch für Anwender aus sozial schwächeren Schichten oder aus Ländern der Dritten Welt. Sogar die ganzen Dritte Welt profitiert, denn die Steuern, die gespart werden, können an anderen Stellen wie Infrastruktur etc. direkt Anwendung finden und somit indirekt jedem Einwohner nützen.
Damit ist jedes Quentchen Open Source und jedes Geld, das dafür investiert wird, auch eine Hilfe für andere.
Und so schließt sich der Kreis. Creed ist also Open Source, zumindest in der Art und Weise, wie sie handeln, und vielleicht sollte sich jeder davon mal eine Scheibe abschneiden und Open Source nicht mit kostenlosen Downloads zu verwechseln, nicht mit ISO Images auf einem FTP-Server, die das Geld, welches dafür aufgewendet werden muss, den Falschen zukommen lassen.«

Also, kauft Creed-CDs, ich habe schon eine, nämlich Human Clay. Allerdings wusste ich da noch nicht dass das “Open Source” ist.

Zeugs

Presseschau

Noch ein letztes zu “Geburtstag und Redesign”:

Danke, Danke, Danke, Danke, Danke und Danke für die freundlichen Würdigungen, jeder der etwas bastelt und ins Netz stellt freut sich selbstverständlich über positives Feedback. ;-)

Nun ist aber Schluß mit den “Tagen der Selbstthematisierung” und es wird sich wieder um die “Welt als solches” gekümmert.

Ein Nachtrag, noch jemand: Danke!

Musik

Marilyn Manson

Auf Spiegel Online findet man ein interessantes Interview mit Marilyn Manson: “Ich bin Amerikas Alptraum.”

»Die momentane Stimmung in den USA erinnert mich an die Art, wie in Deutschland vor gar nicht so langer Zeit mit so genannter entarteter Kunst umgegangen wurde. Doch Gefahr und Angst bringen häufig große Kunst hervor. Die schlimmste Form der Zensur in Amerika ist zurzeit die Selbstzensur. Immer weniger Menschen haben den Mut, ihre Meinung öffentlich zu sagen. Aus Angst vor Repressalien.«

(Spiegel Online)

Internet

Das Wiki-Prinzip

Ein ganz hervorragender Artikel auf Telepolis: “Das Wiki-Prinzip.”

Wikis sind Websites die für “Otto-Normalsurfer” seltsam anmuten. Der Artikel erklärt das Wiki-Prinzip und seine Umsetzung anhand der freien Enzyklopädie Wikipedia so dass es wirklich jede® verstehen sollte.

Wikis eignen sich, “geheim” auf einen Webserver abgelegt, übrigens auch ganz hervorragend als “Brainstorm-” und Notiz-Tool für den individuellen Gebrauch.

Weblogtalk

Intensives Nachdenken ...

… über Weblogs betreibt Andrew Grumet: Deep Thinking about Weblogs.

» We seem to be at a tipping point with weblogs. As more and more webloggers come on line, we expect the use models and technologies to evolve in ways that we can only guess at (which we will do shortly). Leaps of the same magnitude that took us from a particle physics laboratory homepage to online communities, megamarts and research tools. […] Weblog technology, especially the RSS format, embodies this same principle in the domain of online speech and dialog. You do not have to purchase a Microsoft Word license in order to speak. You do not have to specify what your speech should look like in a web browser in order to speak. The only requirement is that your speech be made available in an open format« (ebd.).

Sehr “deep” finde ich sein “Thinking” nicht unbedingt, aber der Text wird seine Runde machen, wetten? ;-)

(Via Blogroots)

Internet

Software-Patente

Pro-Linux: »Eine bevorstehende EU-Direktive zur »Harmonisierung und Klarstellung des Patent-Rechtes« hat sich als schwerer Angriff auf die Rechtssicherheit, besonders für kleinere Unternehmen und freie Software entpuppt. Die Gegner der Direktive veranstalteten am 7. und 8. Mai 2003 eine Konferenz in Brüssel, um ihren Standpunkt zu diskutieren.«

Redner auf dieser Konferenz war u.a. Lawrence Lessig, der Lizenzforderungen von Patentinhabern mit Schutzgelderpressungen verglich.

Mehr: Pro-Linux

Internet

"Google Vanity"

Die futurezone beschäftigt sich mit dem Problem dass man bei seiner Tätigkeit im Internet Datenspuren hinterlässt und dadurch “Schreibtischdetektive” herausfinden können dass Du beim letzten Turnier des Tennisklub “TC Kleinschlotterbach” Letzter geworden bist. Wie man seine Daten aus dem Google-Index entfernt kann man übrigens bei Google nachlesen. Dass Gegenteil davon nennt man “Google Vanity”, also der eigenen Prominenz im Google-Index nachspüren. ;-)


Mit dem Thema hat es übrigens auch Spiegel Online: Die Google-Jagd auf Libby Hoeler

Musik

Adieu, Lyrics im Web!

Und wieder eine schöne Sache im Internet die von der “Diktatur des Urheberrechts” kaputt gemacht wird: Songtext-Sites verletzen Urheberrecht (futurezone). War ja auch zu schön einfach mal eben einen Text eines Songs im Internet zu lesen, das muß weg, denn Musik und alles was damit zu tun hat ist nichts was schön ist. They suck!


Schade dass es wohl nicht machbar ist dass sämtliche Konsumenten von Musik alle Erzeugnisse der Musikindustrie mal drei Monate boykottieren, keine einzige CD, kein Konzertbesuch, einfach nichts. Das Zeug muß bleischwer im Regal liegen damit die Damen und Herren mit der Urheberrechtskeule langsam mal merken dass nicht alles was juristisch durchsetzbar ist auch sinnvoll ist. Und dass man so nicht mit seiner Kundschaft umspringt.


(via Schockwellenreiter)

Linux

Furcht, Unsicherheit und Zweifel ...

… möchte SCO verbreiten. Bei der Durchsetzung ihrer angeblich wg. von SCO abgekupferten Code im Linux-Kernel verletzten Interessen möchte sie nun auf die “Methoden der RIAA” greifen und beginnen damit von (kommerziellen) Linux-Usern Gebühren zu erheben, berichtet u.a. die futurezone.

Es ist halt immer so: Irgendwas Gutes entsteht, in den glorreichen Zentralen der sauberen Unternehmen wie SCO fragt man sich “hm, wie kann ich nun Bares abschöpfen.” Ohne jetzt zu wissen was an der Code-Geschichte dran ist: Zum einen kann ich mir nicht vorstellen dass irgendwer einfach Code in den Linux-Kernel “reinkopiert” hat, und zum anderen stört mich maßlos an der ganzen Sache dass die mit ihren Ansprüchen jetzt, 12 Jahre nach dem ersten Linux-Release, damit ankommen. Es ist förmlich die Gier zu spüren und die Lust auf Abzocken zu riechen, welche viele der Gangster mit Krawatten, Verzeihung, einige “unser aller Unternehmer”, nun einmal auszeichnet. They suck, too.

Eric S. Raymond meint dazu nur dass SCO “bescheuert” sei, und Linus Torvalds meinte SCO wolle nur “FUD” (siehe Überschrift) verbreiten.

(Mehr: futurezone, NewsForge)

Nachtrag: Dazu gibt es auch einen Artikel auf Pro-Linux.

Internet

Alle gegen Brockhaus

Der Teil 2 der von mir schon hier gewürdigten Telepolis-Reihe über Wikis und die Wikipedia ist heute erschienen: Alle gegen Brockhaus. Interessant ist dabei die Betrachtung der Wikipedia-Philosophie, des Neutral point of view (NPOV). Der NPOV hat zur Konsequenz dass alle Meinungen zu einem Thema dargestellt werden dürfen, so lange man diesen seinen Standpunkt nicht als den einzigen darstellt. So wird z.B. der Holocaust-Revisionismus in all seinen Meinungsfacetten dargestellt. Ganz im Sinne der “Idee” von Meinungsfreiheit: Man nimmt alle Meinungen und Fakten zur Kenntnis und bildet sich dann im Idealfall eine eigene. Nur hat man damit Probleme in Ländern wo die Meinungsfreiheit zwar in der Verfassung steht, aber durch die “Jugendschutzkeule” beliebig eingeschränkt werden darf, z.B. Deutschland. Daher merkt Telepolis-Autor Erik Möller auch süffisant an:


»NPOV wirft auch philosophische Fragen auf. Kann man es z.B. jugendlichen Lesern zumuten, offen mit bestimmten Argumenten konfrontiert zu werden oder muss eine Enzyklopädie moralisch Stellung beziehen? Landet Wikipedia womöglich in Deutschland auf dem geheimen Index jugendgefährdender Schriften, weil blasphemischen oder sexuell freizügigen Ansichten nicht zur Genüge Einhalt geboten wird? Während die Amerikaner ihre verfassungsmäßig geschützte Meinungsfreiheit genießen, müssen die deutschen Wikipedianer hoffen, dass nicht der ein oder andere Regierungspräsident von dem Projekt Kenntnis nimmt .. « (ebd.).


Das man sich darüber überhaupt Gedanken machen muß wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland …

Weblogtalk

blogosphere.us

Gerade in den “Referern” entdeckt: blogosphere.us “spidert” Weblogs nach Links und versucht aus den gewonnenen Daten “Trends” in der Blogosphere herauszulesen. Also ganz ähnlich wie die Daypop Top 40. Das Problem mit diesen Diensten ist dass sie aus naheligenden Gründen sehr “englisch” oder, besser gesagt, “amerikanisch” sind. Interessant wäre eine solche Auswertung für den deutschsprachigen Teil der Blogosphere.

Ein interessantes Programmierprojekt wäre das, oder? Man müsste ja “nur” bspw. die Liste des Weblogcheckup nehmen, die Seiten einlesen, Links rausholen und ein “bißchen” statistisch verarbeiten, fertig wäre das deutsche Daypop. ;-)

Internet

Caranthir Calmcacil

Und noch etwas buntes zum Wochenende, speziell für die “Herr der Ringe”-Fans:
Der Elvish Name Generator und der Hobbit Name Generator von Chris Wetherell nehmen Deinen Namen entgegen und sagen Dir auf Knopfdruck wie Du als Elb oder als Hobbit heißen würdest.

Als Elb bin ich “Caranthir Calmcacil”, und als Hobbit höre ich auf den schönen Namen “Marroc Danderfluff of Willowbottom”. Gollum gollum, kann man da nur sagen, und mit diesen weisen Worten wird das Netzbuch für diese Woche zugeklappt, natürlich nicht ohne allerseits ein schönes Wochenende zu wünschen …

Linux

Gentoo, Teil 2

Es ist immer eine ganz schöne Plackerei bis ein neues System so eingerichtet ist wie es sich gehört. Was hier begonnen wurde ist nun vollendet, das Gentoo-Linux ist arbeitsfähig, zur Wahl stehen KDE 3.1, Gnome 2, und natürlich mein Lieblings-Windowmanager, Fluxbox. Und da strahlt er nun in all seiner Pracht:

[Screenshot: Fluxbox-Desktop unter Gentoo-Linux]



Generell kann man noch zu Gentoo sagen: Nervtötend ist die Erstinstallation und die mörderische Kompilierorgie bis das X-Window-System und KDE zur Verfügung stehen, alles weitere kann dann “nebenbei” kompiliert werden während man am System arbeiten kann. Das Handling ist ähnlich wie bei Debian, statt “apt-get” verwendet man halt “emerge” und es dauert, je nach Paket, einen (oder auch zwei ;-)) Momente bis das Paket fertig kompiliert ist und zur Verfügung steht. Der Pluspunkt ist das erheblich aktuellere Angebot an Paketen als bei Debian Woody (3.0), der “Linux-Poweruser” kann sich genau das System zusammen stellen was er gerne haben möchte. Der Weg ist also umgekehrt zu den “normalen” Linux-Distributionen wie SuSE oder RedHat: Diese hauen einem den Rechner voller Zeug und man kann schauen was man nun alles auf der Platte hat (was ja auch für den neugierigen Einsteiger okay ist), Gentoo legt nur das auf die Platte was der User explizit haben möchte, was natürlich voraussetzt dass man das auch weiß …

Nun ist das Linux-Leben am heimischen PC wieder voller Freude, und ab morgen wird wieder gebloggt wie sich das gehört, statt den ganzen Abend am Linux zu schrauben …. ;-)

Webworking

pMachine-Corner: Kommentarspalten-Funktion

Neu im Werkbuch:
Es ist bei Weblog-Besuchern (und -Betreibern) eine beliebte Sache schon auf der Titelseite des Weblogs eine Liste der letzten Kommentare zu finden. Da die pMachine eine solche Funktion nicht anbietet gibt es hier nun ein pMachine-AddOn zum Nachrüsten des Weblogs mit einer Kommentarspalte, so wie man es hier rechts in der Spalte anschauen kann.

Nachtrag: Nachdem ich gerade mal zufällig einen Blick auf eine pMachine-Free Datenstruktur werfen konnte kann ich frohen Mutes verkünden dass das Add-On auch mit der pMachine Free funktioniert.

[Zum Artikel]

Weblogtalk

"I love to be the center of attention"

Ein Artikel in der New York Times (erfordert kostenlose Registrierung, lohnt sich aber IMHO bei der NYT) beleuchtet die Dinge die passieren können wenn man anfängt in seinem Weblog oder Tagebuch über Personen aus seinem sozialen Umfeld zu bloggen. Z.B. von einem Typen der nach gemeinsamen Sport mit einem Weblogger über sich lesen musste: Er “was fat and runs like a girl”. Oder von einer Dame die ihre Beziehungsgeschichten online ausbreitet.

Bevor ich so etwas thematisiere bin ich lieber langweilig und habe ein paar Besucher weniger. Der Tag an dem mir jemand offline sagt “das schreibst Du aber nicht auf Deiner Website” wäre einer der mich sehr nachdenklich stimmen müsste.

(via Blogroots)

Linux

SCO vs Linux vs SCO

Weiter geht es in der Story SCO vs Linux. Eric S. Raymond hat ein ausführliches Dokument verfasst, ein brillianter philosophisch-technischer Rundumschlag, Zitat (Übersetzung von Heise):

»Wir haben unseren Unix- und Linux-Code als ein Geschenk und als Ausdruck einer Kunst geschrieben, damit er von Gleichgesinnten und anderen für alle zulässigen kommerziellen und nicht-kommerziellen Zwecke genutzt werden kann. Wir haben den Code aber nicht für Leute geschrieben, die so verachtenswert sind, zunächst acht Jahre lang dieses Geschenk kommerziell auszunutzen und sich dann um 180 Grad zu drehen und unsere Kompetenz zu beleidigen.«

(via Heise)

Ich gebe mal ganz offen zu: Mir passt dieser ganze Einbruch des Kommerzes in die Linux-Szene nicht, das kaum bekannte alternative System von vor ein paar Jahren war mir lieber, es kann nichts Gutes entstehen wenn “Global Player” plötzlich “Markt” wittern, die unfassbare SCO-Geschichte ist der schlagende Beweis dafür. Mir ist es auch völlig egal ob Linux “Marktanteile” hat oder nicht, wer lieber Windows benutzen möchte soll es halt machen und damit glücklich werden.

Weblogtalk

Blogtalk

Ich muß ehrlich zugeben, wenn ich die Berichte bei Martin und Jörg und die Fotos bei Heiko so anschaue ärgere ich mich dass ich nicht zur BlogTalk gefahren bin, was ich ja eigentlich vor hatte aber wg. meiner beruflichen Beinahe-Katastrophe bleiben gelassen habe.

So kann man nur als staunender Beobachter konstatieren dass es in Polen 100.000 Blogger gibt und 62% davon Frauen sind, berichtet der Schockwellenreiter.

Linux

SCO vs. Linux vs. SCO

Und neuer Stoff in der SCO vs. Linux – Geschichte: »Linus Torvalds hat das Softwarehaus SCO aufgefordert, im Zusammenhang mit der Milliardenklage gegen IBM Beweise für eine Verletzung des Urheberrechtes vorzulegen. SCO verhalte sich wie die von der Sekte der Ufo-gläubigen Raelianer gegründete Firma Clonaid, die die Öffentlichkeit immer wieder vertröstet hätten, als Beweise für das angebliche Klonen eines Menschen verlangt wurden« (heise). Außerdem hat SCO einen wohl entscheidenden Fehler begangen.


Und Telepolis bezeichnet die ganze Geschichte als Panikmache gegen Linux:

»Welcher Grund hinter der ganzen Aktion steckt, muss wohl Gegenstand von Spekulationen bleiben. Die Erfolgsaussichten SCOs dürften angesichts der Faktenlage und schon des materiellen Umfangs der Rechtsabteilung IBMs eher schlecht sein. Insofern drängt sich der Verdacht auf, dass es sich um einen verzweifelten letzten Versuch handelt, die eigene Kasse mit Schadenersatzforderungen aufzubessern. […] Die weitere Entwicklung von Linux wird davon wohl weitgehend unberührt bleiben. […] Sollten sich aber nun viele Firmen wieder aus dem “Linux-Geschäft” zurückziehen, wären das auch nur das Ende eines weiteren Hypes, so wie das Platzen der dotcom-Blase. Egal wie der Prozess ausgehen wird, es wird auf keinen Fall das Ende von Linux bedeuten oder auch nur ein nennenswertes Hindernis darstellen.«


Und die Netzeitung spekuliert über die Rolle die der Einstieg Microsofts bei SCO spielen könnte und vermutet dass es, wie fast immer im Leben, nur ums Geld geht.


Und noch einer: Auf Newsforge kann man nachlesen dass SCO mitnichten die Rechte an UNIX als solchem hält, sondern nur die für Teile des Sourcecode. Somit dürfte es schwierig werden zu belegen dass gerade sie die Geschädigten eines angeblichen Code-Plagiats sind. Was eh Unfug ist, SCOs Unix ist so was von mausetot, es hätte eh niemand gekauft. Darum haben sie sich ja auch als Caldera auf den Linux-Markt geworfen.

Lagedernation

"Einer flog über die Hängematte"

[Der Rollberg] Ein bitter-böser Artikel in der taz: “Einer flog über die Hängematte.” Der Ex-Sozialhilfebezieher und jetzige Key-Accounter Lars Riebold spricht die Dinge aus die heutzutage als “altes Denken” verschrien sind: Wie er eine Ich-AG war, 50 Stunden arbeitete und trotzdem nichts verdiente, wie er uns alle ausbeutete als er Sozialhilfe bezog und jetzt, als “richtiger” Arbeitnehmer, die 5 Euro pro Monat höheren Sozialabgaben als Skandal wertet. Und dann:

»Aufgrund meiner Erfahrungen als Exfaulenzer und Arbeitsamtskunde möchte ich drei knallharten Forderungen formulieren:

Erstens fordere ich die Regierung auf, die Lohnnebenkosten weiterhin nicht radikal zu senken, sondern wie bisher symbolisch an der Zehntelprozentschraube zu drehen. Wie geplant, muss der organisierte Stillstand von denen bezahlt werden, die am wenigsten in der Tasche haben. Nur so kann eine Maßnahme, die erwiesenermaßen keinen Arbeitsplatz schafft, zum Kriterium der Reformfähigkeit aufgeblasen werden. […]

Zweitens fordere ich von den Grünen, die jährlich anfallenden 1,8 Milliarden Überstunden, die viel zu geringe Teilzeitquote und die grundsätzliche Reflexion auf die Zukunft der Erwerbsarbeit weiterhin konsequent aus der Diskussion herauszuhalten. […]

Zuletzt appelliere ich an die großen Unternehmen, Leuten wie mir auf gar keinen Fall eine Chance zu geben. Investieren Sie das Geld lieber in Kampagnen, in denen von Innovation, Mut und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen, die Rede ist.«

[Mehr: taz]

Man könnte glatt über diese simplen Wahrheiten und die Igoranz die ihnen von allen, aber wirklich allen Parteien entgegengebracht wird, depressiv werden …

Webworking

PNG in IE, pronto!

Mal wieder eine Internet-Petition: Proper PNG Support in Internet Explorer for Windows. Die Petition fordert von Microsoft endlich die schon im IE4-Whitepaper versprochene “native” Unterstützung des PNG-Formats für den Internet Explorer umzusetzen. PNG, verehrte Zielgruppe, ist nicht irgendein Exoten-Bildformat sondern eine “W3C-recommendation”, Ziel dieses Formats, neben technischen Gründen, soll sein Bildformate für das Web “frei” zu halten, das GIF ist durch ein Copyright von Unisys belastet. Mehr gibt es bei Zeldman zu lesen.

Internet

Fotoblog

»As far as I`m concerned, photography is a means of understanding that cannot be separated from other means of visual expression. It is a way of crying out, of setting oneself free, not of trying to prove or affirm one`s originality. It`s a way of life.«
(Henri Cartier-Bresson, Fotografenlegende, zit. nach Onfocus)


Gutes Motto! Und weil das so ist packte mich wieder die pMachine-Bastelleidenschaft, et voila, hier ist das kleine graue Fotoblog. Selbstverständlich bis auf den pMachine-Minikalender tabellenfrei in XHTML und CSS.


Und weil wir gerade beim Thema sind, noch ein paar Links zu dem Fotografen Henri Cartier-Bresson, der die “Schnappschuß-Fotografie” zur Kunstform entwickelt hat: PHOTOLOGY, photo-seminars.com, porto-art.br und Afterimage.


Nicht dass mich jemand des Größenwahns bezichtigt, selbstverständlich halte ich mich nicht für ein Fotogenie wie Cartier-Bresson, eigentlich fotografiere ich erst seit einem Dreivierteljahr aus Leidenschaft, nämlich seit ich mir eine Digitalkamera zugelegt habe, und kenne daher meine Grenzen … ;-)

Weblogtalk

BlogTalk

Über die BlogTalk-Konferenz berichtet heute Telepolis. “Von den Referenten der Wiener Veranstaltung liegen ansonsten leider keine abrufbaren Texte vor”, heisst es darin, stimmt aber nicht so ganz, auf der Liste der Panelists findet man bei vielen Damen und Herren Links zu ihren “Papern.”

Webworking

To PNG or not to PNG

Noch etwas zum Thema PNG-Grafiken auf Websites: Evolt.org unterzieht PNG-Grafiken einem Praxistest und kommt zu dem Schluß: »The decision to use PNG or not is yours to make. Ultimately you`ll have to weigh the marginally smaller file size and arguably better transparency against lack of consistent gamma correction and the extra work that may be involved in achieving the desired results. Based on my results I don`t expect PNGs to enter widespread use mainly because among the worst support is given in the most common applications: Photoshop doesn`t compress PNGs as well as it compress GIFs; and Internet Explorer for Windows doesn`t do full alpha transparency in an intuitive way.«

Internet

DAU-Alarm

Versender von Computer-Einzelteilen sind arme Schweine. Jeder, der es gerade schafft einen Schraubenzieher zu halten ohne sich zu verletzen, fühlt sich dazu berufen ein Mainboard zu wechseln oder gar einen Rechner selbst aus Einzelteilen zusammen zu bauen. Besonders die armen Prozessoren müssen leiden. Überhitzt, durchgeknallt wg. Kurzschluß unter einem See aus Wärmeleitpaste, an falschen Spannungen angeschlossen – als Prozessor in Bastlerhänden macht man was mit. Und wenn es dann passiert ist, was machen die Bastler dann mit dem zerstörten Kram? Genau, sie schicken es an den Händler zurück und behaupten “das war schon kaputt” …

Aber die Versender schlagen zurück, dau-alarm.de präsentiert eine Fülle von reklamierten Bastel-Meisterleistungen in einer Galerie. Schraubenzieher die Furchen ins Mainboard ziehen, abgeknickte Elkos, abgefackelte Prozessoren – alles was die Computer-Heimwerkerkönige so fertig bringen kann man sich dort zu seinem Amusement anschauen. Zur Warnung, die Finger davon zu lassen wenn man es nicht kann …

Internet

No Logs

Das No Logs-Network ist der Ansicht das Webserver-Logfile-Speicherung das Recht des Websurfers auf freie Meinungsäußerung untergräbt und daher ein Übel ist (via MetaFilter). Ich sehe das Problem nicht so dramatisch, gerade durch die dynamische IP-Adressen-Vergabe bei den in Deutschland gängigen Massenprovidern ist es im allgemeinen nicht möglich einen Bezug zu konkreten Personen herzustellen. Es gibt dort übrigens auch noch ein interessantes Weblog zum Thema Datenschutz.

Seltsames

Igitt

Stell` Dir vor, Du sitzt im Flugzeug und neben Dir übergibt sich ein Pferd (via ITW).

Gut ist auch der »Fall von Marcelle Becker aus Beverly Hills, die mit ihrem Hund `Dom Perignon` reiste. Der riss sich in der Kabine los. Als das Flugpersonal versuchte, ihn zurück in seine Luis Vuitton-Tragetasche zu verfrachten, wurde Marcelle Becker derartig wütend, dass der Flugkapitän sie schließlich mit Dom Perignons Leine an den Sitz fesseln musste. Becker verklagte die Fluglinie wegen tätlichen Angriffs, Verletzung ihrer Bürgerrechte und Tierquälerei – verlor aber vor einem Geschworenengericht« (Tagesspiegel).

Internet

Mittäglicher Netzspaziergang

Wenn der Kettenbrief im Posteingang liegt: Erst einmal beim Hoax-Info Service nachschauen, von Steinigung bedrohte Nigerianerinnen, krebskranke Kinder die Visiten-/Postkarten sammeln u.ä. sind meistens nicht was sie scheinen. Den aktuellen Anlaß hat der Schockwellenreiter.

futurezone: 75 Prozent der Top-1.000-Unternehmen versenden Rechnungen und Geschäftsdokumente lieber per Post. Moderne Zeiten halt …

Dr. Web berichtet über Spamshopper, seltsame Geschäftsgebaren im Umfeld einiger sogenannten “Partnerprogramme” für Website-Betreiber. Davon halte ich sowieso gar nix …

BlogTalk Veranstalter Thomas N. Burg im Gespräch mit der Netzeitung: »Blogtalk war international ein großer Erfolg – auf beiden Seiten des Teiches. Es wird etwas nachkommen. Was? Vielleicht eine technologieorientierte Konferenz, vielleicht etwas völlig Neues – sozial, kommunikativ, technologisch?«

[Der Rollberg] Und aktuell auf dem Rollberg:

Warfighting Web, ein Wired-Reporter über seine Beobachtungen im “High-Tech-Krieg” am Golf; Next Stop Teheran, UN chief warns of anti-American backlash in Iraq, Protest gegen teure Lehrbücher und BürgerKonvent im Nebel.

Internet

Haltet das Netz sauber!

Das ist doch mal eine gute Sache: Wired berichtet dass ein Update für Windows XP dazu führte dass auf einer unbekannten Anzahl von Rechnern (M$ verrät diese Zahl nicht) die Netzverbindungen nicht mehr funktionierten. Daraufhin zog Microsoft das Update zur Überarbeitung zurück.

Das ist ja schließlich das Gute an Windows: Im Gegensatz zu diesen dubiosen “Open-Source-Gestalten” hat man einen seriösen Hersteller der die Anwendenden regelmäßig und zuverlässig mit Updates versorgt …

Internet

Netzrundgang

Brilliant: Jens Scholz zerpflückt den Mythos von der Mutlosigkeit:
Deutschland und die Mutlosigkeit.

Jeremy Zawodny, Google-Kritiker, im Interview mit der Netzeitung:
»Googles Suchprinzip ist tot«

Wer hat noch nicht, wer will noch mal: »Novell reklamiert eigene Unix-Rechte im Streit um Linux« (Heise). Klar doch …

Klingt wie ein Witz: Ausgerechnet »Microsoft fordert fairen Wettbewerb« (Pro-Linux), weil ihnen die Stadtverwaltung München als Windows-Terrain verloren zu gehen droht. Da fürchtet man sich wohl vor der Signalwirkung …

Golem: Opera 7.11 für Windows: Offizielle deutsche Version ist da. Weiß jemand ob man mehrere Versionen von Opera parallel installieren kann? Man muß ja doch damit testen, ob man nun will oder nicht.

[Der Rollberg] Und auf dem Rollberg: Liebe deinen Nächsten, die taz über Kirchentag und Sex; Das Imperium schlägt zurück, über “die Unzeitgemäßheit der neuen amerikanischen Weltordnung”; und noch viele weitere interessante Links und Beiträge …

Zeugs

Krise live

Ausnahmsweise mal etwas persönliches im Netzbuch: Die Krise in Deutschland schlug quasi im Nachbarbüro zu. Was schon in der Frankfurter Rundschau zu lesen war ist nun Realität: Die Insolvenz ist eröffnet, über 100 Kollegen aus der Mutterfirma meines Arbeitgebers sind nun arbeitslos. Ich habe für dieses mal (noch) Glück gehabt, dreimal dürft Ihr raten wer 50% der Belegschaft der in der FR erwähnten (»Nicht von der Insolvenz betroffen ist eine Tochterfirma mit zwei Beschäftigten, die Notfallarbeitsplätze etwa für Banken bereit stellt.«) Tochterfirma ist …

So werden dann all` die Dinge, über die immer fröhlich in “kompetenter” Runde bei Sabine Christiansen o.ä. diskutiert werden, plötzlich sehr real. Das Arbeitsamt hat praktisch nichts anzubieten, darum braucht man sich auch keine Gedanken über von der Politik gewollte und geplante Verschärfungen und Sanktionen bei Nichtbeachtung von Angeboten und Beratungen des Arbeitsamtes zu machen. Weiterbildungen gibt es auch keine mehr, kein Geld.
Dazu passt eine Information “aus anderer Quelle” dass bestehende, auch unter sozialen Gesichtspunkten wichtige, Programme wie Nachmachen des Hauptschulabschluß für bisher “hoffnungslose Fälle” gestrichen werden sollen, die privaten Institute die das durchführen bekommen es schon zu spüren.

Verehrte Zielgruppe, das ist ein Streiflicht aus der Realität, Deutschland 2003. Jeden kann es treffen. Außer Politiker und Manager, selbstverständlich.

Linux

München bekommt Linux

Das ist ein Signal: »Münchner Stadtrat stimmt für Linux« (Pro-Linux). Dass das ein Signal ist kann man schon dem (für eine IT-Sache) erstaunlichen Medienecho entnehmen: Computerwoche, ARD-Tagesschau / BR, Spiegel Online (die Distributor SuSE und Linux als solches nicht differenzieren können, vielleicht sollten sie aufhören über IT-Themen zu berichten wenn sie keinen Durchblick haben), und an vielen anderen Orten. Natürlich auch bei heise (siehe auch »CSU kritisiert Münchener Entscheidung als “Software-Abenteuer”«), dort sind natürlich auch die Reaktionen in den Foren sehr amüsant zu lesen. ;-)

Eine gute Entscheidung! Es musste sowieso umgestellt werden, Win NT und das verwendete MS-Office-Paket wurden von M$ nicht mehr unterstützt und München sollte daher XP und Office XP erwerben. Bei einer sowieso umfangreichen Aktion kann man dann gleich das System wechseln. Die MitarbeiterInnen müssen ihr Linux ja nicht selbst aufsetzen, sondern werden an einem fertig eingerichteten KDE-Desktop sitzen. Und der Unterschied zwischen KDE und Windows in der Bedienung ist zu vernachlässigen. Der Rechner wird sicherer gegen virenverseuchte “Spaß-Word-und Powerpoint-Dateien”. Und dass nicht-IT-MitarbeiterInnen ihr “daheim an den M$-Raubkopien und in Computer Bild-Artikeln erworbenes Grundwissen” nicht mehr am Arbeitsplatz einsetzen können dürfte ein wohlwollendes Lächeln auf das Gesicht manches leidgeprüften Admins zaubern …

Zeugs

ZDF saugt!

Deja vu: Formel 1 im ZDF. Da ich alt bin ;-) und Formel 1-Rennen schon seit etwa 1980 verfolge kann ich mich noch gut an die “Vor-Schumi-Ära” erinnern. Es gab von den Formel 1 Grand Prix nur Zusammenfassungen in den öffentlich-rechtlichen Sendern, als erwartungsfroh vor dem TV hockender F1-Freak musste man sich endlos gedulden bis zwischen Tennis (neben Reiten schlimmster TV-Sport , grausamer geht es nicht), Schwimmen und was-weiß-ich-alles mal 6 Minuten Zeit für Formel 1 waren.
Heute dann: Erstes Qualifying im ZDF. Prima, schauen wir uns an. Dann, Unterbrechung, Heinz-Haralds Sauber überzieht die Strecke mit einem Ölfilm. Pause. Darauf haben sie nur gewartet, schnell schalten sie zum Tennis. Man verpasst Mark Webbers Runde, dann gibt es noch mal eben “Quick Nick” Heidfeld, und dann war es das, schnell wieder zum Tennis. Die restlichen 8 sind ja uninteressant. Bin ich froh dass die Öffentlich-Rechtlichen nur 1. Trainingstage übertragen dürfen, ich sage nie wieder etwas gegen Werbung bei RTL

Und die Qualität: Reporter Werner Humpert, von meinen Gebühren in Monaco, faselt ständig was von unterschiedlichen Tankfüllungen. Das verwechselt er natürlich mit dem 2. Qualifying, da darf bekanntlich vor dem Rennen nicht mehr getankt werden. Beim ersten Qualifying fahren alle mit möglichst wenig Sprit im Tank, logischerweise. Dann sagt er ständig “Morgen ist das zweite Qualifying.” Nee, Samstag! SAMSTAG! SAMSTAG! Wie das in Monaco halt schon immer ist und war. Ein Berufs-Sportreporter hat ja auch nur den ganzen Tag Zeit sich vorzubereiten, kann man von Herrn Humpert ja nicht erwarten. ZDF saugt! Dann schon lieber Kai Ebel …

Internet

Bilder aus Düsseldorf

Schöner Service: Auf der offiziellen Website meiner Heimatstadt Düsseldorf findet man ein Bildarchiv. Dort kann man sich die Orte anschauen die “Toni Tourist” so in den Sinn kommen wenn er an Düsseldorf denkt, also Altstadt, Mode, Flughafen, Rheinturm, Karneval und die DEG. Schade dass es nichts aus den Stadtteilen gibt in denen das “wahre Leben” stattfindet, wie z.B. Flingern, wo ich gewohnt habe.

(Via No Retreat, No Surrender)

Internet

Von Selbstzweifeln, Trackback und SCO

Noch ein paar Schnipsel die “raus müssen”:

Eric Meyer, CSS-Guru, ist von Selbstzweifeln geplagt, wg. der vorzüglichen CSS-Tutorials von Simon Willison

Timo Gnambs hat ein Trackback-Modul in PHP geschrieben (via Alp Uçkan). Das werde ich nächste Woche in die pMachine einbauen und dann anschließend im Werkbuch schreiben wie es geht, der erste Versuch mit einem anderen Skript hat ja damals nicht funktioniert und ich war zu faul das selbst anzugehen. ;-)

Neues von der SCO vs. Linux-Front: SCO-Chef Chris Sontag gibt ein
Interview in der Computerworld, und es ist natürlich wichtig was Cringely The Pulpit zu der ganzen Geschichte zu sagen hat (via Slashdot) …

Und jetzt ist Schluß, jetzt guck ich Schmidt Show!

Internet

Kopierschutz ist ein Verbrechen ...

… gegen die Menschheit, findet David Weinberger in einem Wired-Artikel. Seine Kernaussage ist dass Regeln und Gesetze in einer menschlichen Gesellschaft immer einen gewissen Spielraum (“Leeway”) haben müssen:

»We`re screwed. Not because we MP3 cowboys and cowgirls will not have to pay for content we`ve been “stealing.” No, we`re screwed because we`re undercutting the basis of our shared intellectual and creative lives. For us to talk, argue, try out ideas, tear down and build up thoughts, assimilate and appropriate concepts – heck, just to be together in public – we have to grant all sorts of leeway. That`s how ideas breed, how cultures get built. If any public space needs plenty of light, air, and room to play, it`s the marketplace of ideas.«

Weblogtalk

Blogosphere-News

Dave Winer doziert: »What makes a weblog a weblog?« (via Couchblog)

Der britische Guardian hat den legendären Baghdad-Blogger Salam Pax ausfindig gemacht: Salam`s Story. Er heißt tatsächlich Salam, ist 29 Jahre alt, Architekt und lebt mit seiner Familie in Baghdad. Unbedingt lesen, das ist ein Befehl! (Via Blogroots)

Und noch dies: Eine neue Version von Moveable Type, ein Moveable Blog über genau dieses System und andere “Geekery” und ein englischsprachiges Tutorial namens Creating a blog with Moveable Type (via Schockwellenreiter).