März 2003

Zeugs

Das Wort zum Wochenende ...

… spricht diese Woche Jeffrey Zeldman:

»Like disclosing how much money you earn, it is in bad taste to talk about how many daily readers your site enjoys or how well it’s doing on Daypop or Blogwatch or wherever the self-publisher is measuring his popularity this week. When you brag about your site’s traffic, you make people with fewer visitors feel inferior and those with greater traffic chuckle at your misguided assumption of self-importance.«

Verehrte millionenköpfige Zielgruppe ;-)), das Wochenende ist da und der Wochenanfang riecht verdächtig nach “keine Zeit”, daher verkünde ich hiermit nun ein kleines Päuschen im Netzbuch bis Mittwoch und wünsche ein schönes Wochenende!

Hoffentlich war das nun keine “misguided assumption of self-importance” …

Zeugs

Back again!

Da bin ich wieder! Diese Woche war echt stressig an allen Fronten, aber nun geht es heiter weiter. Ich bewundere aufrichtig Blogger wie z.B. den Schockwellenreiter die mit bemerkenswerter Konstanz jeden Tag ihre Seite mit substanziellen Beiträgen füllen, ich bekomme das ab einem bestimmten “Beschäftigungsgrad” nicht mehr gebacken. Aber ist ja auch nicht so tragisch ;-)


»All I know

time is a valuable thing

Watch it fly by as the pendulum swings

Watch it count down to the end of the day

The clock ticks life away

It’s so unreal«


(Linkin Park In The End)

Zeugs

Projekt: Linux Jukebox

Ein gerade bei mir laufendes Projekt: Nach einem Boardwechsel in meinem Arbeitsrechner hatte ich einen Pentium II 400 mit 256 MB RAM nebst Board über, dieses wird nun (inspiriert von einem Artikel in der c`t; leider nicht online verfügbar: “Die Jukebox”, c`t 3/03, S. 88 ff.) eine Linux-basierte Jukebox die nach und nach meine gesamte CD-Sammlung digital aufnehmen wird. Neben einem Rechner und einem laufenden Linux benötigt man GiantDisc. GiantDisc verwaltet die digitalisierte Musik (im MP3- oder Ogg-Vorbis-Format) und stellt eine Schnittstelle zu einem beliebigen Handheld mit Palm OS zur Fernsteuerung zur Verfügung. Mit einer anständigen Soundkarte kann man diesen PC dann an die Stereoanlage anschließen und gemütlich auf der Couch den Playlists lauschen, und man kann die Musik über Samba- oder NFS-Shares im Netz auch beliebigen Rechnern zum abspielen zur Verfügung stellen. Geniale Sache!

Seltsames

Firmen-Hymnen

In Britannien gibt es einen seltsamen Brauch: Firmen geben sich Hymnen, und manche singen diese gemeinsam morgens zu Arbeitsbeginn, eine Auswahl besonders gelungener (?) Werke gibt es bei ZD Net-UK zu bewundern. Dieser Brauch scheint auch schon in Deutschland vereinzelt Fuß gefasst zu haben, wie SWR3 berichtet.

Das fehlt mir noch zu meinem Glück, zu Arbeitsbeginn eine Hymne zu singen. Fehlt noch ein Fahnenappell auf das Logo und ein kollektives Lobpreisen des Geschäftsführers, und die Grenze zwischen Sekte und Firma verschwimmt …

Internet

Alles neu bei pMachine

Rick Ellis hat die pMachine-Website, wie man so schön, eingedenk des letzten Beitrags, sagt, “relaunched”. M.E. sehr gut gelungen, es ist aber deutlich erkennbar dass die Reise bei pMachine in Richtung “Bezahl-Software” geht. So gibt es nun z.B. Support-Foren “erster und zweiter Klasse” für pMachine-Free und -Pro-User.

Einerseits bin ich ja ein Fan von Open Source und freier Software, andererseits aber auch von Geld auf dem Konto, als “Berufs-Internetter” weiß ich dass Programmieren richtig in Arbeit ausarten kann und finde es daher legitim dass Rick Geld für seine Software sehen will. Aber das ist ja das grundlegende Dilemma.

Internet

Die negativen Auswirkungen ...

… ständig eintrudelnder Emails (neben Telefongesprächen und anderen “Störquellen”) auf die Konzentration und Produktivität beleuchtet The Tyranny of Email:

»I maintain that programming cannot be done in less than three-hour windows. It takes three hours to spin up to speed, gather your concentration, shift into “right brain mode”, and really focus on a problem. Effective programmers organize their day to have at least one three-hour window, and hopefully two or three. (This is why good programmers often work late at night. They don`t get interrupted as much…)«

Recht hat der Mann! Aber das werden Nicht-Programmierende niemals verstehen, “man kann doch mal eben ans Telefon gehen und dann einfach weiter machen” gibt es dann zu hören, insbesondere von verwaltenden und vertrieblernden KollegInnen. Nein, kann man nicht. Klingelnde Telefone, plärrende Mailclients und sonstige Ablenkungen kosten in Wirklichkeit mehr Zeit als eine Plauderei oder Email-lesen tatsächlich an Zeit kostet, denn die Konzentration und die Gedanken sind weggeblasen. Man muß beim Programmieren in seinem Kopf eins werden mit seinen Abläufen und Datenstrukturen, ein guter Programmierer vergisst in diesem Zustand dass es eine Welt außerhalb seines Programmablaufs gibt. In genau diesem Zustand kann man stundenlang arbeiten und schaut anschließend erstaunt auf die Uhr weil man nicht mitbekommt wie die Zeit vergangen ist. Wird man dagegen rausgerissen aus der “gedanklichen Einheit von Programmablauf und Hirn” kostet das nach meiner Erfahrung locker ein Stündchen Zeit bis man wieder da ist wo man vor der Unterbrechung war.

Darum muß man die ständige Verfügbarkeit und Störung durch Email unterbinden:
»Stage one is configuring your email client to present alerts when you receive an email. Don`t do this. Stage two is configuring your email client to make noise when you receive an email. Don`t do this. Stage three is running your email client all the time. Don`t do this, either. To be effective, you must pick the moments at which you`re going to receive email. I know this goes against common wisdom. Just about everyone I know runs their client all the time, has it configured to make noise, and may even have it present alerts when an email is received. Don`t do it.« Recht hat er (schon wieder), sollte man dann auch beherzigen.

(via Raging Platypus)

Internet

Spammer ...

… werden auch immer dreister: Gerade hatte ich zwei Mal ein je 220 KByte großes “Newest Internet Security Pack” von Microsoft persönlich in der Mail. Nett von ihnen, einem das gleich persönlch zu senden. ;-)

Es handelt sich dabei um einen Dialer oder Virus oder weiß-der-Geier-was, jedenfalls nichts gutes. Wer also eine Mail bekommt die mit den Worten »Microsoft Client, this is the latest version of security update, the
“March 2003, Cumulative Patch” update which eliminates all
known security vulnerabilities affecting Internet Explorer,
Outlook and Outlook Express as well as five newly discovered
vulnerabilities« beginnt sollte diese kommentarlos löschen, natürlich vorher zu den Göttern des Netzes beten dass man keinen Email-Client benutzt der schon in der Vorschau automatisch anhängende Dateien ausführt …

Webworking

Praktisch

Bei Ecin: Was Sie schon immer über Online-PR wissen wollten …

»Auch wenn die Basics der Pressearbeit im Internet mittlerweile eigentlich bekannt sein sollten, landen noch immer viele Unternehmensmitteilungen ungelesen im virtuellen Papierkorb. Häufig ist der Inhalt selbst zwar durchaus interessant, doch die „Verpackung“ ist derart schlecht, dass diese Meldungen schon an der ersten „Qualitätshürde“ scheitern. Dabei könnte alles so einfach sein.«

(gefunden bei Dr. Web)

Weblogtalk

Uninspirierter Artikel

Mal wieder ein Artikel über das “Bloggen”, diesmal bei RP Online: Internet-Blogger halten die Meinungsfreiheit hoch.

»Seit die US-Regierung offenbar unausweichlich auf einen Irak-Krieg zusteuert, erfreuen sich Internet-Meinungsforen großer Beliebtheit. Die “Blogger” melden sich zu Wort – und schaffen alternative Informations- und Dikussionsmöglichkeiten.«

Wieso sind Blogs “Foren”? DerArtikel liest sich als wäre er ohne Verständnis irgendwo abgeschrieben …

Webworking

MySQL 4 freigegeben

PHP-Center: »MySQL AB hat mit MySQL 4.0.12 die erste für den Produktionseinsatz zertifizierte Version von MySQL 4 freigegeben.« Es gab zwar schon länger Versionen zum Download, diese wurden jedoch offiziell nicht für den Produktiv-Einsatz empfohlen.

Download-Möglichkeit für diverse Systeme gibt es natürlich bei mysql.com.

Weblogtalk

Und schon wieder ...

… ein Artikel über Weblogs, diesmal im “Standard” aus Österreich: »Internet-Tagebücher spiegeln kollektiven Denkprozess – Die Blogger drängen in den Mainstream«


Darin wird das pMachine-Vorzeigeprojekt" AlwaysOn von seinem Erfinder Tony Perkins als “nächster Level” des Webloggens gepriesen. Und zum Google/Pyra(Blogger)-Deal: »Einige Anbieter haben eine Suchmaschine für Blogs eingerichtet, aber die Datenbank dahinter ist begrenzt. Daher erwarten Beobachter der Blogger-Szene, dass Google an einem umfassenden Blogger-Service arbeitet. Dann könnten die besten Blogs einfacher gefunden werden und sich zu einflussreichen Trendsettern entwickeln, die die öffentliche Meinung beeinflussen – eine Funktion, die bisher den Medien zukommt.«


Irgendwie ist mir da immer zu viel “Hype” drin, Webloggen/Bloggen ist doch eigentlich so eine einfache Sache: Man baut sich eine Website mit einer Blogsoftware oder, noch einfacher, meldet sich bei einem Anbieter an und schreibt einfach. Diese Dinge mit Dollars und “webloggenden Wirtschafts-Promis” sind ja schön, aber nicht notwendigerweise eine “Weiterentwicklung”. Zumal die Beiträge der Promis auf AlwaysOn mehr an Kolumnen in Kauft-Dot.Com-Aktien-Magazinen aus dem Jahre 1999 als an Weblog-Beiträge erinnern …


(via Schockwellenreiter)

Linux

"Linux ist unreif"

Zur Abwechslung mal etwas “unkriegerisches”: Linux ist unreif lautet die Überschrift über einem Interview mit “Sun”-Boss Scott McNealy auf der Website des “manager-magazins”:


»So unreif wie Linux derzeit ist, benötigt das System unzählige Beraterstunden zur Anpassung und Wartung.« Ansonsten sondert Antipath McNealy (ich konnte den Burschen noch nie leiden, gegen ihn ist mir Bill Gates richtig sympathisch) nur Binsenweisheiten ab, dass nicht ein System für alle denkbaren Anwendungsfälle geeignet ist leuchtet jedem ein.


(via Netlife-Liste)

Musik

Gute Idee!

Und wieder etwas Neues aus den technologischen Giftküchen der Musikmultis: »[..] das US-Unternehmen Sunncomm will in Zukunft seinen Kopierschutz für Musikstücke direkt in die Audio-Files integrieren.
Selbst wenn die digitalen Songs anschließend komprimiert, auf ein analoges Medium überspielt oder aus dem Radio aufgenommen werden, soll die hartnäckige Markierung dabei erhalten bleiben« (futurezone).

Sie werden es nie lernen. Nicht Restriktionen, sondern nur Qualität bringt den Konsumenten als solchen dazu wieder mehr Musik zu kaufen.

Weblogtalk

Blogheads

Eine (wie üblich) bitterböse Kolumne der Reihe “Müllers Böse Bytes” auf multimedia.de beschäftigt sich mit "Blogheads – Egomanie der Blogger:


»Blogging ist heiß und cool, die eigene HomePage ist “out”, das eigene Weblog ist “in”. Priviligierte Luxusmenschen vertrauen nicht länger auf das billige Bündel Papier (Made in China), um ihre Gedanken, Sehnsüchte, Schweinereien, Träume und Erlebnisse ihrem treuen, schweigsamen Freund Tagebuch zu erzählen. Nein, heute muss es eine globale Infrastruktur mit Servern, Datenbank, PHP- oder Perl-Skript sein, um die eigenen Gedankenfürze der ganzen Weiten-Web-Welt aufzudrängen.«


Und mit diesen weisen Worten wünscht der “privilegierte Luxusmensch” aus dem Netzbuch allerseits ein schönes Wochenende …

Internet

Internet unter Druck

Die Gier nach Informationen zum Golf-Krieg treibt das Internet in die Knie. Man kann nicht mal mehr bei Google suchen, die Verbindungen nach Nordamerika sind, zumindest wenn man das Netz der Telekom benutzt, völlig überlastet (vgl. dazu auch futurezone: “Krieg führt zu Ansturm auf Newssites”).

Webworking

MySQL 4 testen

Kaum ist MySQL 4 für den Produktiv-Einsatz freigegeben gibt es schon wieder ein Update von LAMPP um das Ganze auszuprobieren. Ich habe dafür zwar schon einmal “Werbung” gemacht, aber es gibt einfach keinen schmerzloseren Weg um einen Testserver aufzusetzen, damit man die neuen Versionen von Apache, PHP und MySQL testen kann bevor man damit im “real life-Einsatz” konfrontiert wird, als das LAMPP-Paket der Apachefriends.

Alles über LAMPP, WAMPP und XAMPP gibt es auf apachefriends.org.

Webworking

Ein alter Klassiker ...

… sind die von Dr. Web zusammen gestellten10 häufigsten Ärgernisse im Webdesign. Besonders der Punkt “Werbung, die sich über den Inhalt legt” treibt mich regelmäßig zur Raserei, letztens habe ich ziemlich blöd geguckt als ich Spiegel Online lesen wollte und plötzlich die ganze Seite voller Äpfel war die aus imaginären Löchern auf die Seite sprangen. Auch “Automatische Änderung der Fenstergröße” ist ein Übel, noch “besser” sind Fenster die sich ungefragt im “Kiosk-Mode” öffnen und den ganzen Desktop einnehmen, ein unvorsichtiger Klick darauf löst eine Kette von “Angeboten” aus, nur ein beherztes ALT-F4 erlöst den Surfer von seinem Leiden …

Musik

Un-CD Register

Heise hat nun auch eine Datenbank für CDs die keine mehr sind, sogenannte “Un-CDs”, also Musik-CDs die mit einem Kopierschutz verunstaltet sind. Dort kann man bereits vor dem Kauf nachschlagen ob die Silberscheibe der Begierde auf der eigenen Hardware läuft, und, wenn man selbst eine gekauft hat, diese Information dort eintragen.

Bei der britischen “Campaign for Digital Rights” gibt es schon länger eine Liste mit “Known Bad CDs.”

Webworking

Mason

Das sieht interessant aus, für den Fall dass ich mal genug von PHP habe und mal wieder eine Website mit Perl bauen möchte: Mason. »Mason is a powerful Perl-based web site development and delivery engine. With Mason you can embed Perl code in your HTML and construct pages from shared, reusable components.
Mason solves the common problems of site development: caching, debugging, templating, maintaining development and production sites, and more.«

Ist hiermit notiert zum testen!

[gefunden bei retroga.de]

Weblogtalk

Warblogs mal wieder

In der Netzeitung zu lesen: Ein Interview mit Michele Catalano, eine der InitiatorInnen von The Command Post: »Weblogs bieten ehrlichere Berichterstattung über den Krieg.« Und auf deutsch gibt es die “ehrlichere Berichterstattung” natürlich auf dem Rollberg. Zurück zur Werbung!

[Update] Und hier habe ich noch eine ganz andere Stimme zu “Warblogs” entdeckt, ein
Artikel auf hor.de mit dem schlichten Titel “Warblogging”: »Noch netziger: die Warblog-Community, die Gemeinschaft der Linker und Meiner: der Feldherrenhügel im Web. Die selbstgeschmiedete Superwaffe des Surfers gegen die Langeweile. Das haben auch die Spielemacher begriffen. Gespannt beäugen sie die wahren Interessen der meinenden Konsumenten. Neue Dimensionen des Kriegsspiels werden erschlossen. Daneben äugen bestimmt die Geheimdienste, die so auch mal einen Link finden. Vor allem aber die Warblogger selbst, die sind jetzt wer. Mögen sie sich nicht selbst ausbremsen, nicht zu oft das Selbstgetippte wieder und wieder lesen – sondern noch viele informative, lustige, schockierende Links finden und dazu meinen und wiren« (via digital diary).

Lagedernation

Das gebrochene Sprachherz Europas

Und noch einmal FR (ich habe heute morgen in der Bahn wieder fleißig für Euch Zeitung gelesen ;-)): »Das gebrochene Sprach-Herz Europas. Können wir von Frankreichs Sprachpolitik lernen?« beschäftigt sich mit einem meiner Lieblingsthemen, nämlich die sprachliche Hegemonie des Englischen und ihren Einfluß auf unsere eigenen europäischen Muttersprachen: »Der Bundeskanzler will seine derzeit nicht sehr populäre Politik in einer road-show unter die Leute bringen, die Bildungsministerin wird eine task force zum Pisa-Notstand einrichten, und Herr Hartz hat dem staunenden Publikum den JobFloater und andere schicke Sachen im JobCenter (vormals Arbeitsamt) empfohlen: controlling, bridge system, benchmarking usw. (alles nachzulesen auf der Webseite www.spd.de unter summary!).«

Autor Jürgen Trabant vergleicht den Umgang der Deutschen mit diesem Phänomen mit den französischen “Sprachpflegegesetzen” und fragt sich warum wir Deutsche die “Unterwanderung” unserer Sprache so widerstandslos hinnehmen, nicht nur das, sondern sogar begeistert mitmachen (man schaue nur einmal in den weblogcheckup und picke sich mal willkürlich 10 Weblogs heraus, lese und staune):
»Die Deutschen dagegen, vom Bundeskanzler über spd.de bis zum Computer-Kid, müllen ihre Sprache geradezu lustvoll globalesisch zu. Warum tun sie das mit dieser auffälligen Übertreibung? […] Sie lieben nämlich ihre Sprache nicht (mehr). Denn unsere Sprache ist die tragbare verhasste Geschichte, sie ist der hörbare Makel, der uns unauslöschlich mit dem brüllenden Hitler, mit dem geifernden Goebbels, mit dem Gebell der Befehle in Auschwitz verbindet. […] Diese Verbindung zu unterbrechen ist unsere Sehnsucht. Und die Globalisierung ist die Gelegenheit: Schaut her, wir sind gar nicht wir. Wir sagen längst road show, task force und jobfloating statt “Achtung!” und “Jawoll, Herr Obersturmbannführer!”.«

In Frankreich hingegen kümmert man sich ausgiebig um die eigene Muttersprache, es ist gesetzlich vorgeschrieben dass Regierungen und Behörden sich in französischen Wörtern ausdrücken müssen. Das finde ich gut, es verhindert “sprachliche Nebelkerzen” wie die Hartz-Kommission-Anglizismen, die ja nur einem Zweck dienen: Sozialabbau mit “coolen” englischen Begriffen als Fortschritt zu tarnen.

Außerdem kümmert sich Frankreich “amtlich” um die Pflege der Sprache, die Website der Délégation générale à la langue française et aux langues de France bietet einen Einblick in die vielfältigen Bemühungen der Franzosen. Frankreich, Du hast es besser!

Internet

Alles ist Börse

Wenn ich eines “ätzend” finde dann ist es das die “Durchökonomisierung aller Lebenswelten”; die Welt und das Leben, alles ist nur noch eine große Börse. Und die implizite Aussage darin: Börse, und der damit verbundene Weg des Wirtschaftens mitsamt seiner Auswirkungen auf das Soziale, ist etwas positives. Darüber kann man aber trefflich streiten.

Zwei Beispiele: Ein Bericht der futurezone über “Online-Börsen-Handel” mit fiktiven Wertpapieren zum Tag von Saddams Sturz, und BlogShares, eine “Börse” zum Handel von Weblogs mit Links als Währung (via Bloghaus).

Internet

Mesopotamien ...

…, das Land zwischen Euphrat und Tigris, ist nicht nur das aktuelle “Theatre of operation”, sondern eine der Wiegen unserer Zivilisation: »Seit Tausenden von Jahren durchfließen die beiden Ströme das Land und sahen große Reiche kommen und gehen. Mächtige Herrscher bauten ihre Städte an ihren Ufern und lenkten von dort die Geschicke der damals bekannten Welt. Neben dem Alten Ägypten war Mesopotamien die zweite Quelle, aus der über die Griechen und Römer das Wissen der damaligen Zeit zu uns gelangte und unsere Zivilisation prägte« heisst es auf Vergessenes Mesopotamien, eine schöne Website, die versucht uns das Leben der damaligen Zeit nahe zu bringen. Auch wenn sie seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert wurde sollte man sich die Geschichten aus dem alten Mesopotamien in einer ruhigen Minute mal zu Gemüte führen.

Linux

Was man nicht mit Debian-Linux machen sollte ...

Seine /etc/apt/sources.list auf “Unstable” umstellen, sich denken “hey, da ist ja ein neuer Mozilla 1.3” drin, und dann völlig naiv ein “apt-get install mozilla” eintippen. Resultat: KDE weg, Gnome weg, und Mozilla funktioniert natürlich auch nicht. Ein Hoch auf die Debian-Paketverwaltung mit ihrem “microsoftesken” Eigenleben. ;-)

Gibt es denn keine Linux-Distribution deren Paketverwaltung nicht “saugt”? Oder hat man nur die Wahl zwischen “stabil aber alt” oder “neu aber endlos basteln”? Ich denke ich muß mal Gentoo ausprobieren, es liest sich zumindest so als dass dort Wert drauf gelegt wird immer “frische” Ware in einer schönen Paketverwaltung parat zu haben.