August 2002

Internet

Fundstücke

Und hier mal wieder einige Fundstücke aus der weiten Welt des Internets:

Saudi-Arabien ist stolz auf seine bestens funktionierende Internet-Zensur, und nennt die dafür zuständige Zensoren-Brigade euphemistisch “Internet Service Unit” (diese Site testet ob Ihr genug Zeichensätze installiert habt), via futurezone.

Eine Geschichte in Weblog-Form, eine Blognovel: Plan B.

Eine Fundgrube für alle die an den juristischen Implikationen des Internets interessiert sind: GrepLaw. Geeks. Laws. Everything in between. (gefunden bei The Register)

vmyths.com: “Learn about computer virus myths, hoaxes, urban legends, hysteria.” (via Spiegel Online)

Grün wirkt! Und die Story des Tages: Der Freiherr von Gravenreuth, eine der meistgehassten Figuren des deutschsprachigen Internets, hat eine einstweilige Verfügung gegen die Grünen in Form von joschka.de erwirkt “wonach sie bei Meidung eines Ordnungsgeldes bis zu EUR 250.000,00 oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, zu vollziehen an dem Bundesvorstand der GRÜNEN, an der Versendung dieser E-Cards an mich nicht mehr mitwirken dürfen.” Ordnungshaft! Ich sehe vor meinem geistigen Auge Fritz Kuhn und Claudia Roth im Gefängnis schmoren. Oder sie schicken Cem Özdemir, der hat jetzt eh Zeit genug …
Einige Witzbolde haben dem Freiherrn E-Cards von joschka.de geschickt (eigentlich ja nett, oder?), was ihn wohl ordentlich genervt hat. Ein normaler Mensch trinkt ein Bier wenn ihn etwas nervt, Freiherr von Gravenreuth schreibt eine Abmahnung. So hat jeder seine ganz persönliche Form der Stressbewältigung (gefunden in Telepolis).

Und der Witz an der Sache: Das Versenden von E-Cards auf joschka.de funktioniert noch immer, habe ich gerade ausprobiert. Grün wirkt halt! Wohingegen bei stoiber.de eine ähnliche Funktion in bei Konservativen verbreiteter vorauseilender Unterwerfung abgeschaltet wurde (schreibt Telepolis). Schwarz wirkt halt nicht …

Internet

eBay und das Deep Penetration Marketing

Wieder mal eine gute Story bei The Register: Ein Herr wollte Werbeplatz auf seinem besten Stück versteigern, eBay hat das Stunden später gleich unterbunden, The Register hat aber noch einen Auszug aus dem Originaltext auf der Website.
The Register findet das schade: “It`s a poor show, it must be said. After all, it`s hardly Nazi memorabilia they`re punting here. On the contrary, this must be seen as a lost opportunity to send our own Reg vulture logo where no logo has gone before. Indeed, we had already rustled up a £1,000 bid to ensure that the mighty Reg was present at the first – and second – coming of the new age of deep-penetration marketing. The cash is still sitting in an envelope at Vulture Central. We are open to offers.”

Also, wenn jemand Interesse hat … (zuerst entdeckt von WorldWideKlein)

Zeugs

Bastelstündchen

Ich hatte endlich mal wieder etwas Zeit zum Skripte basteln, daher gibt es mal wieder etwas Neues im Netzbuch: Die Linkliste zu anderen Weblogs, die sogenannte “Blogroll”, wird nun dynamisch aus einer von mir angelegten Liste bei blo.gs zusammen gebaut. Da dort nicht jedes Weblog was ich lese erreichbar ist werden selbige aus einer Datenbank ausgelesen und am Ende mit Hinweis dargestellt. Pingen ist wichtig, Damen und Herren, denn nur so lassen sich möglichst viele Dinge automatisieren!

Außerdem habe ich nun die Trackback-Funktion (vgl dazu meinen Eintrag hier) von Daniel Fiene in meine pMachine eingebaut. Das war nicht so einfach, da man in die Templates nicht einfach so ein PHP-Include reinhauen kann musste ich Daniels Skript ein wenig umschreiben und in einen Funktionsaufruf umwandeln und die Originalfunktion der pMachine zur Ausgabe der Einträge modifizieren und eine zusätzlich Template-Variable für das Trackback einbauen. Was aber nichts macht, für die Anzeige der Datums-Überschriften für jeden Tag habe ich Ricks Original eh schon verbastelt. Aber nun sollte es funktionieren, was wir nun mal ordentlich testen werden.

Ein herzlicher Dank geht an Daniel für das Skript! :-)

Seltsames

Seltsames am Sonntag

“Internet`s friendly reminder that life is slipping away…”:

[Deathclock]


Das findet Ihr bei Deathclock. Ihr gebt Euer Geburtsdatum und ein paar weitere Infos ein und schon wisst Ihr Bescheid. ;-)
Es geht doch nichts über Informationen die rechtzeitig vorliegen …
Und nicht vergessen, unbedingt das Dead Letter Office lesen!

Und nun ein Bilderrätsel: Was ist an diesem Bild falsch?

Whats wrong with this picture?

Nichts für Leute mit schwachen Nerven und angegriffenem Herz-Kreislauf-System, ich habe Euch gewarnt, ich bin für nichts verantwortlich!

Internet

Fundstücke

Ernsthaftes gab es auch heute im Internet zu entdecken!

[bitterlemons,org]
Bitterlemons.org: Eine ganz besondere Website, Beiträge zum Nahostkonflikt aus israelischer und palestinänsischer Sicht, auf einer Website die von einem Israeli und einem Palestinänser gemeinsam betrieben wird:
“Bitterlemons.org is a website that presents Israeli and Palestinian viewpoints on prominent issues of concern. It focuses on the Palestinian-Israeli conflict and peace process, but other, related regional issues are also discussed. It is produced, edited and partially written by Ghassan Khatib, a Palestinian, and Yossi Alpher, an Israeli. Its goal is to contribute to mutual understanding through the open exchange of ideas. It aspires to impact the way Palestinians, Israelis and others worldwide think about regional issues” (gefunden bei Neat News Stuff On The Net).

Interessant für alle Newbies und “Noch-nicht-Nerds”: The Living Internet. Links und kurze Einführungen zur Funktionsweise des Internets und der Internet-Dienste sind hier zu finden. Informativ (via Mosaikum)!
In dem Zusammenhang fällt mir noch eine andere Sache ein (um mal mit dem bei NeueinsteigerInnen verbreiteten Vorurteil aufzuräumen das Internet wäre “brandneu”): “A Little History of the World Wide Web” und “The Roads and Crossroads of Internet History”.
“Ey, ralle, gibbet sowat auch in deutsch?” Ja klar, “Die Geschichte des Internets”. Seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert, grottenhäßlich und eine erbärmliche Navigation, aber inhaltlich sehr interessant!

Amüsant: Heather Cochran berichtet in Salon.com über abgelaufene Domain-Names und spekuliert munter über die Geschichten dahinter (via Slashdot).

Und Mosaikum hat ein Interview mit dem Google-Mastermind Sergej Brin entdeckt.

Das wöchentliche Pflichtprogramm: Hal Fabers WWWW diese Woche u.a. über die “Banalität der Raffgier” …

Weblogtalk

CoolTool: Blogtree

Eine tolle Sache: Blogtree.
Stepan Riha hatte die Idee eines Stammbaums der Weblogszene. Jeder Blogger trägt sich dort in die Datenbank ein und gibt an welche anderen Weblogs ihn oder sie dazu animiert haben selbst so etwas zu eröffnen, und aus der Querverknüpfung der Daten kann man schauen welche “Eltern” ein Blog hat, welche “Geschwister” (also Blogs mit gleichen Vorbildern) und welche “Kinder” (Blogs die einen selbst zum Vorbild genommen haben) (gefunden bei Blogroots).
Natürlich musste ich mich auch eintragen. So ganz genau kann man natürlich nicht sagen “hey, der hat mich zum Bloggen gebracht”, aber als ich vor einigen Monaten durch Zufall auf die Webloggerei aufmerksam wurde waren es der Schockwellenreiter, WorldWideKlein und das Kollektiv-Blog von Metafilter die den meisten Eindruck auf mich gemacht haben, von Stil, Themenwahl und Aufmachung her. Natürlich bringt es nichts andere Sites zu kopieren, man muß sich vom “Vorbild” lösen und einen eigenen Stil suchen. Da ich früher bei CompuServe in den ZDNet-Foren “Pl@net”, “Netpro” und “Famcom” ähnliches gemacht habe (es hieß halt nicht Blog) fiel es mir nicht schwer auch nach fast drei Jahren Pause (was solche Dinge angeht) wieder drauflos zu schreiben, und ich muß zugeben dass es ordentlich Spaß macht an seiner Site rumzubasteln und das WWW mit Zeugs voll zu schreiben … ;-)

Weblogtalk

War Blogging

Ein interessantes amerikanisches Weblog ist War Blogging:
“Welcome to War Blogging, a new watchdog on the Web. War Blogging is designed to provide you with a bird`s eye view of the perpetual, 1984 style war we`ve found ourselves in. War Blogging covers the progress of the war and the progress of our civil liberties here on the Home Front.”

War Blogging dokumentiert den “Bellizismus” der sich in der amerikanischen Weblog-Szene ausbreitet und präsentiert Links auf Einträge die geeignet erscheinen sämtliche Vorurteile die man als “Alt-Linker” gegen die USA und den Mainstream ihrer Einwohner hat zu bestätigen, bspw. die haarsträubenden Äußerungen von Nick Denton der einen Krieg gegen den Irak alleine schon deshalb befürwortet damit den “mittelalterlichen Arabern” die Überlegenheit der westlichen (in Dentons Sichtweise wohl “amerikanischen”) Lebensweise vor Augen geführt wird: “[…] let Arab people realize that liberal democracy isn`t just a soft western indulgence, but the most effective form of social organization on this planet, and it is their future, if they want a future” (ebd.). Instapundit stimmt begeistert zu, alleine schon deshalb weil er es für notwendig hält die arabische Welt zu demütigen, denn der Rest der Welt würde sich ja auch immer freuen wenn die USA gedemütigt werden. Schein tief zu sitzen, das Trauma des 11.Septembers. Aber es gibt ja auch andere Stimmen, auch die findet man bei War Blogging.

Was mir generell an der amerikanischen Weblog-Szene auffällt ist die Ernsthaftigkeit mit der Themen “gebloggt” und diskutiert werden und dass man trotz teilweise erheblicher Differenzen in der Sache dabei fair und sachlich bleibt (auch in den mehr “tagebuchartigen Blogs”) …

Weblogtalk

Blogstreet

Und bevor es zurück an die Arbeit geht noch eine Entdeckung bei Scripting News:

Blogstreet analysiert die “Blog Neighborhood”: “Given a blog URL, the neighbourhood analyser gives the related blogs based on its blogroll, using what we have called the Commoner method: take the most common blogs from all the friends blogrolls and give out a most common list of blogs, in addition to myblog friends, as related. That is if a blog appears among the highest number of times in all friendblog`s blogrolls then it is treated as related.”

Interessant. Aber was mir das hier nun wirklich sagt und wo diese Daten her kommen verstehe ich nicht so ganz …

Weblogtalk

Achtung! SIE kommen!

Wer? Na, die “Geißel der Informationsgesellschaft”, die “PR-Spezialisten”. SIE haben Blogs entdeckt und geben ihrer Klientel Tipps für den Umgang mit den egomanischen Exzentrikern die ein Weblog führen, damit man unauffällig seinen Kunden unterbringen kann (via Blogroots).

Ich bin übrigens der Ansicht dass ein Weblogger der sich Themen von PR-Leuten aufschwätzen lässt seine Glaubwürdigkeit komplett eingebüsst hat …

Internet

Netz-Splitter

In aller Kürze einige Fundstücke:

Steve Olafson, Journalist beim Houston Chronicle, wurde gefeuert weil er in seinem Weblog unter einem Pseudonym über lokale Größen abgelästert hat, berichtet irgendein Konkurrenzblatt namens Houston Press (via Scripting News). So kann`s gehen, passt also auf worüber Ihr so schreibt ;-)

Spiegel Online berichtet über das UMTS-Milliardengrab: “[..] Vodafone verschiebt den Start, weil die Endgeräte offenbar noch nicht alltagstauglich sind.”

Und meine Lieblingsmusikanten Oasis hatten einen Autounfall in Indianapolis, der einigermaßen glimpflich abgelaufen ist, berichtet laut.de, also “stop crying your heart out” …

Der Guillotinen-Smiley stammt von Plauder-Smileys, gefunden bei krit.

Momentaufnahme

Sommertag 2002

[Ein Sommertag 2002]


Das ist nicht etwa ein apokalyptisches Endzeitszenario, sondern ein typischer Sommertag 2002, aufgenommen gestern in der Umgebung von Baden-Baden.

Aber man hat ja schon Glück wenn man nicht von einer Schlammlawine, Hochwasserwelle oder einem reissenden Bach der durch die Regenfälle breit wie der Amazonas geworden ist hinweggespült wird …


Da ich mir vor einigen Wochen eine Digitalkamera gegönnt habe und seitdem eigentlich kaum mehr ohne herum laufe gibt es in Zukunft in der neuen Rubrik “MomentAufnahme” Zeugnisse meines fotografischen Dilettantismus ;-)

Internet

Kein Geld? Mach` ne Website auf ...

Eine Geschichte wie so wohl nur das Internet schreibt hat Spiegel Online entdeckt:

Eine junge Dame namens Karyn verschlug der Job und das Leben nach New York. Dort lässt es sich trefflich shoppen, wovon unsere Heldin auch weidlich Gebrauch machte. Unglücklicherweise wurde sie just arbeitslos als ihr Konto einen Stand von minus 20 221,40 Dollar. Was nun?
Karyn ist schlau, sie eröffnete unter der URL savekaryn.com/ eine Website mit den Worten: “My name is Karyn, I`m really nice, and I`m asking for your help! You see, I have this huge credit card debt and I need $20,000 to pay it off. So if you have an extra buck or two, please send it my way!” Tja, und im Gegensatz zum “Hasse man nen Euro” in der Fußgnängerzone funktioniert das, denn es ist bei savekaryn zu lesen: “TOTAL MONEY RECEIVED FROM NICE PEOPLE TO DATE: $4,105.84”.

Und das ganz ohne Ausziehen vor der Webcam oder ähnliche internetübliche Aktivitäten zur Einnahmensteigerung …

Weblogtalk

Der Weblog-Märtyrer spricht!

Der Journalist aus Texas der wg. seiner Meinungsäußerungen auf seiner Website (vgl. diese Meldung vom Freitag) gefeuert wurde, Steve Olafson, hat dem Register ein Interview gegeben. Außerdem präsentierte The Reg einen Link zum Google-Cache dieser Seite. Wenn man das so liest kommt man zu dem Schluß dass Olafsons Chef wohl andere Gründe hatte ihn zu feuern, denn diese Website hat wohl auch wenn man Intimkenner der texanischen Provinz ist nicht das Zeug zu einem virtuellen Skandalblatt ….

Internet

Japanisches Filmmonster attackiert harmlosen Blogger!

Immer wieder diese überflüssigen Namensrecht-Windmühlengefechte:

The Register berichtet dass das Blog Davezilla von einer Firma namens Toho Ltd. ins Visier genommen wurde die die Rechte an dem C-Movie-Filmmonster “Godzilla” hält. Unter anderem argumentieren sie damit dass Davezilla die Besucher im Zweifel lässt wg. seines “reptilienhaften Charakters”. Und das Beste, Toho meint tatsächlich die Besucher von Davezilla könnten annehmen bei seinem Logo handele es sich um um das Filmmonster:

[Logo: Davezilla, not really looking like Godzilla]



Godzilla sah zwar schon ziemlich seltsam aus, aber Davezillas Tierchen wirkt auf mich eher wie Goofy. Und The Register fragt sich wann die Bewahrer des einzig wahren Trash-Film-Monsters sich wohl die Mozilla-Website vornehmen werden?

Fragt sich der Chronist, Rallzilla, natürlich auch …

Internet

Don`t Save Karyn!

Die Antwort auf diese Sache steht nun auch im Netz: dontsavekaryn.com.
“Our names are Bob and Ben. We`re really nice, and we`re asking for your help!
You see, there`s this other website run by this chick who has no concept of `fiscal responsibility`, and wants you to pay for her bills! And people actually give her money! Lots of it! […] Don`t Save Karyn dot com! We too are Internet panhandlers, but unlike Karyn and the guy who comes up to you on the street about how his car broke down and he has no money for gas, we make no pretenses…if you give us money, in the true spirit of Karyn, we are going to waste it all on stupid stuff!”

Weblogtalk

10 Tipps für das Schreiben im "lebendigen" Web ...

[Der Autor, beim Denken, mit dem Werkzeug unter dem Arm ...] … gibt es heute bei A list apart zu bewundern (via Couchblog), also etwas web-philosophisches zum Wochenende. ;-)
Das “lebendige Web” ist nach der Definition des Daypop-Menschen Dan Chan der Teil des Webs der sich ständig (täglich, stündlich, minütlich) ändert, also Tagebücher, Newssites und eben auch Weblogs.

Wenn man mal den bei Amerikanern so beliebten Pathos des Textes weg lässt bleiben einige interessante Aspekte übrig.

Bspw. der dass man sich immer vor Augen halten soll dass man öffentlich schreibt, Deine Mutter könnte z.b. demnächst entdecken was Du im Weblog von Dir gibst, daher: “To be honest with the world, you may need to be honest with your mother; if you cannot face your mother, perhaps you are not ready to write for the world” (ebd.). Seltsam finde ich den Tipp 4, “Make good friends”. Da meint der Autor (Mark Bernstein) man solle warten bis das Idol von dem man gelinkt werden möchte demnächst auf einer Tagung in der Nachbarschaft erscheint und ihn oder sie dann einladen. Also ich weiß nicht …

Gut ist auch Tipp Nummer 8: “Be Sexy! […] Undressing, literally, figuratively, or emotionally, has always been a powerful force in personal sites and web logs” (ebd.). Da muß ich widersprechen, man muß Grenzen ziehen, ich möchte jedenfalls nicht mich selbst über eine bestimmte Grenze hinaus im Web präsentieren. Der Grat zwischen “Vertrautheit mit seinen LeserInnen schaffen” und “extrem peinlicher Seelenstriptease” ist sehr schmal, man findet in deutschen Tagebüchern und Weblogs überaus peinliche Beispiele dafür wo der Grat definitiv überschritten wurde, das muß nicht sein. Jeder kann z.B. wissen dass Oasis für mich Götter sind, aber ich würde hier garantiert nicht hinschreiben wenn es Zoff mit der LAG gäbe, genau da verläuft m.E. die Grenze.

Tipp 10 (“Relax”) sollte sich so manche® zu Gemüte führen dessen Weblog/Tagebuch seitenweise mit Tiraden über die Schlechtigkeit der Welt respektive der anderen Weblogger gefüllt ist …

Fazit: Ein lesenswerter Text, sollte sich jede® der oder die das Web vollschreibt mal in einer ruhigen Minute zu Gemüte führen und ein wenig drüber nachdenken …

Weblogtalk

Blogs in der Presse

Heute ist ein ergiebiger Blog-Tag, einen haben wir noch ;-)

Der Schockwellenreiter und Alyssa regen sich zu Recht über einen vulgärpsychologisierenden Artikel einer Provinzpostille aus “Hessisch-Sibirien” auf. Falsche Links und Psychologenunfug über “Gesprächssuchende in der Lebenskrise” prägen dieses armselige Machwerk.
Und nun lädt die “Oberhessische Presse” ihre LeserInnen ein auch ein Online-Tagebuch zu führen, aber: “Beiträge mit gesetzeswidrigen, diskriminierenden oder pornografischen Inhalten sowie zum Thema Bundestagswahlkampf werden ebenso wenig berücksichtigt wie anonyme Zuschriften. […] Die Redaktion behält sich vor, die ausgewählten Texte zu kürzen” (ebd.)

Genau das macht ja das WWW aus, dass jemand anders ausgewählte Texte kürzt …

Momentaufnahme

Sommertag 2002 - 2

[Sommertag 2002-2]


Da das Wetter ja langsam schlechter wird ein Bild für die Ewigkeit als Erinnerung an bessere Zeiten. Die Szenerie ist identisch mit dem Bild hier, aber das sieht doch schon ganz anders aus. Nicht dass jemand denkt im Badischen gäbe es nur graue Tage … ;-)

Internet

Hamm`se gedient?

Die Bundeswehr sucht durch Einsatz zeitgemäßer elektronischer Kommunikation nach Nachwuchs: “Neben dem bereits vorhandenen virtuellen Rundgang durch eine Musterkaserne könnt ihr ab sofort auch in einem Feldlager der Bundeswehr auf Entdeckungstour gehen” (treff.bundeswehr – Eure Jugend-Site). Endlich mal etwas vernünftiges für die Jugend, und dazu noch einige
intellektuell fordernde Spiele. Solche Art der Werbung gefällt zwar nicht jedem, aber diese Zivilisten wissen halt nicht worauf es ankommt: Nämlich zu lernen wie man Hemden auf DIN A4 faltet, im Kollektiv zu lernen wie man zur Kantine geht (Rekruten dürfen so etwas niemals alleine, grundsätzlich nur im Gleichschritt und dann “Marsch-Marsch” als gäbe er in fünf Minuten nichts mehr).

Erst wer bei der Bundeswehr gelernt hat wie lange Tage ohne Sinn werden können wird zu einem richtigen Mann der auf die Frage “Hamm`se gedient?” mit einem kernigen “JAWOLL!” antworten kann …

Zeugs

In eigener Sache

Diese Woche gibt es viele lästige Dinge (Projekte, Kunden, Leben, und all dieses Zeug), daher besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dass die Einträge ein wenig spärlicher werden. Aber nicht davon laufen! ;-)

Internet

Psychogramm der Viren-Programmierer

Viren-Programmierer sind nach Ansicht von Graham Cluley, Senior Technology Consultant in einem Schuppen namens “Sophos” (was immer das auch ist) nicht kleine verkappte Genies die nicht hinwissen wohin mit ihrer Genialität sondern von Sex und Computerspielen besessene Typen, schreibt The Register. Denn sonst würden sie ihre Viren ja nicht “Anna Kournikowa” oder “J. Lo Bikini Screensaver.exe” nennen.
Vielleicht arbeiten sie aber auch nur zielgruppengerecht ….

Eine Schlußfolgerung Cluleys finde ich aber sehr gewagt: Er meint Frauen seien zu vernünftig um Viren zu programmieren ….

Internet

Aus dem Netz

[Das Team des Komissar zischt sich einen ...] Da ich heute zu ernsthaftem Diskurs nicht fähig bin hier noch drei eher seltsame Links:

Die Cineastischen 4 präsentieren in ihrer Rubrik Deutschdümelei “Bemerkenswertes aus den Fundgruben des 70er Jahre Fernsehen”, z.B. pedantisch genau über den Alkoholkonsum in der Fernsehserie “Der Komissar” (via ZEIT-Weblog).

Noch mal ZEIT: “Wo Wachsleichen überdauern, ist es immer angenehm kühl.” Ein Besuch in der anatomischen Sammlung La Specola in Florenz, passenderweise in der Rubrik “Geniessen” …

Auf der Website von RTL gibt es passend zum TV-Duell Kanzlerboxen (Vorsicht, Flash!), das Beste daran ist Renate Künast als leicht bekleidetes Nummerngirl …

Musik

Gröni

“Im Bus der Zeit hast Du nur einen Stehplatz …”

Eine Textzeile aus einem Song des neuen Grönemeyer-Albums “Mensch”. Gestern abend und heute morgen gab es auf meinem bevorzugten Sender SWR3 allerlei Songs aus dem neuen Album zu hören, ich denke ihm ist da wirklich ein großer Wurf gelungen. Die gleichnamige Single “Mensch” ist schon jetzt die erfolgreichste Grönemeyer-Single aller Zeiten (ja, sogar erfolgreicher als “Männer”). Es sei ihm gegönnt, denn der arme Kerl wurde ja vom Schicksal wirklich heftig geschlagen.

Ich fürchte “Mensch” wird die erste Grönemeyer-CD meiner Sammlung werden, erhältlich ab 2.9. …

Zeugs

Vergänglichkeit des Materiellen

[Kaputt :-(] Verehrte Zielgruppe,

neben Projekte, Kunden, Leben, und all dieses Zeug kommt als weiterer erschwerender Faktor hinzu dass gestern mein schon ein paar Tage mit krankheitsbedingten Zuckungen dahinvegetierender 17-Zoll-Monitor endgültig seinen Geist aufgegeben hat. Da ich selbstverständlich nicht meine wertvolle Arbeitszeit für das Füllen von das Netzbuch verwende gibt es neue tolle Sachen erst wenn ASAP ein neuer Monitor meinen Schreibtisch ziert.


Dabei gäbe es viel zu sagen, der glorreiche Auftritt von Herrn Innensenator Schill gestern im Bundestag wäre eine nähere Betrachtung wert, bei der Gelegenheit könnte man gleich die Leute übel beschimpfen die (a) so eine Gestalt wählen (schämt Euch und lasst Euch entmündigen) und (b) mit so einer Gestalt eine Koalition eingehen (Hallo, CDU, schämt Euch ebenfalls). Der einzige Abgeordnete der gestern im Bundestag dem “Richter Gnadenlos” Schill Applaus für seine Ausführungen gespendet hat war übrigens der CSU-Landesgruppenleiter Michael Glos …


So, aber nun an die Arbeit … ;-)