Juli 2002

Internet

c`t löst Provider-Aktionismus aus

Ein Artikel in der c`t löste heute richtig schönen Aktionismus bei so manchem Webhosting-Provider aus. Dort ist auch für Uneingeweihte schön beschrieben wie man mit ein bißchen PHP fröhlich in Internet-Präsenzen anderer Leute herumstöbern kann. Das Resultat ist eine veränderte Einstellung der PHP-Interpreter bei vielen Providern und allerlei nicht mehr funktionsfähige Sunlogs. Mein Provider hat auch ein wenig geschraubt, aber anscheinend funktioniert hier noch alles einwandfrei, Glück gehabt (oder pMachine verkraftet das besser).

Seltsames

Eine Frage der vorausschauenden Investition

Aus meiner Mailbox:

Wer vor 18 Monaten 1000 Euro in die Aktien der Deutschen Telekom investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hat heute noch 130 Euro übrig.
Wer vor 18 Monaten 1000 Euro in Bitburger (das Bier, nicht die Firma) investiert hat, konnte 18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen und hat heute noch Leergut im Wert von über 200 Euro!


;-)

Internet

Von Schreibmachinen und Milchmädchen

Tote Bäume
Warum Schriftsteller dem Kulturkonservatismus frönen und die Schreibmaschine dem PC vorziehen sagt uns die ORF-futurezone.
In diesem Zusammenhang: Software erkennt Selbstmordgedanken von Autoren

Milchmädchenrechnungen
Angeblich wurde letztens der der 1.000.000.000. PC verkauft (berichtet BBC Online). Und eine Anmerkung von The Register gibt es gratis dazu.

Einige davon habe ich gekauft ;-) Und die Frage ist: Wer hat nachgezählt?

Zeugs

Update auf pMachine 2.1

Gestern wurde ralles weblog auf die neueste Version 2.1 der pMachine “upgedated”, und es scheint noch alles zu funktionieren.

Im Gegensatz zu Antville, dort existiert gerade kein Weblog mehr und auf der Startseite gibt es eine Java-Fehlermeldung. Wenn ihr also Weblogs bei Antville gerade nicht findet bedeutet das nicht das diejenige oder derjenige das Blog an den Nagel gehangen hat ;-)

Ich habe bei der Gelegenheit auch mal ein wenig an der Funktionalität gebastelt, so gibt es nun die von Radio Userland, Sunlog o.a. Tools bekannte Tagesüberschrift, mal schauen ob mir das so gefällt.

Internet

Weihnachtsmann im Sommer und andere Netzfindlinge

Die Rache des Weihnachtsmanns
Henryk Broder berichtet in Spiegel Online über die seltsamen Aktionen der Berliner Datenschützer (auf der “launigen” Homepage als Weihnachtsmann verkleidet zu bewundern) gegen Websites die sich mit der Stasi-Vergangenheit beschäftigen und einen Link zur Stasi-Mitarbeiter-Liste auf einen amerikanischen Server legen.

Haftung für Links
Viele meinen sie blicken durch und pappen sich “Landgericht Hamburg Urteil-Disclaimer” auf die Website und meinen alles wäre bestens (was falsch ist); Juristen zerbrechen sich den Kopf drüber – die Haftung von Website-Betreibern für Links. Telepolis berichtet über Neuigkeiten in dieser wichtigen Frage nach der Umsetzung der E-Commerce-Richtlinien für die deutschen Multimedia-Gesetze.

Spielzeug
Pepino hat etwas tolles ausgegraben: Traceyou stellt die Zugriffe auf einen Webserver grafisch dar: The resulting map reflects the activity around a website and also the loneliness of travelling in the cyberspace.

Tja, die Einsamkeit des Reisens im Cyberspace …

Cybergeografie, also der Versuch den Datenverkehr im Internet grafisch darzustellen und damit dem Gebilde Internet eine sichtbare Struktur zu geben, ist eine sehr interessante Sache, dazu werde ich mal ein bißchen was schreiben und posten. Aber nicht jetzt, später mal ;-)

Internet

Das virtuelle Radiorekorder-Museum

pic Wer wie ich die Mitte der 30er seines Lebens langsam überschreitet kennt sie noch – die Radiorekorder, also tragbare Stereo-Radios mit eingebautem Kassettenrekorder in voluminösen, aus heutiger Sicht recht häßlichen, Gehäusen. Ende der 70er kamen sie auf den Markt, in den 80ern wurden sie immer monströser, mutierten zu “Ghetto-Blastern” und wurden laut herumtösend auch in unseren Breitengeraden auf der Schulter spazieren getragen.
Das Boombox-Museum (“Boomboxes” hießen die Dinger in Amerika) stellt Aufstieg, Blüte und Fall der Radiorekorder-Ära in vielen Bildern dar (gefunden in der futureZone.ORF).

Sowas hatte ich selbstverständlich auch ;-)

Internet

Inferno dank PC?

Schon mal einen Computer abgefackelt?
Safety Digest beschreibt die Risiken die einem drohen wenn man einen Computer unbeaufsichtigt in der Wohnung oder im Büro laufen lässt, es sei denn man hat eine automatische Feuerlöschanlage installiert (via Slashdot). Die hochgezüchteten Prozessoren von heute (insbesondere jene von AMD) überhitzen innerhalb von Minuten wenn der Ventilator ausfällt und dann kann schnell ein Kabelbrand entstehen der die Grundlage zu einem ausgewachsenen Inferno sein kann.

1995 ist mir mal ein für damalige Verhältnisse sündhaft teurer Eizo-Monitor während der Arbeit mit einer Stichflamme und einer schwarzen Rauchwolke hochgegangen, woraufhin ich panisch den Hauptschalter meiner Computeranlange umlegte und das Ding nie mehr anrührte. Seit dem habe ich ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Kathodenstrahl-Monitoren ;-)

Weblogtalk

Bloggen und Kloggen

The Economist macht sich Gedanken über das Bloggen und fragt sich:
Should old media embrace blogging? (gefunden im Dienstraum).

Erstaunliches erfährt man in dem Economist-Artikel in einem Nebensatz: Andrew Sullivan verdient mit seinem Weblog “nur” (Zitat) 6000 Dollar im Monat. Das sei ihm vom Herzen gegönnt, erstaunlich finde ich es trotzdem, denn sein Weblog ist zwar interessant aber sicher nicht überragend. Das zeigt sehr schön welches Ausmaß der Blog-Hype in den USA angenommen hat.

Und: “Sometimes following other people`s blogs is like talking to someone who won`t shut up: you ask one question, and you`re in for a 15 minute answer” sagt Paul Holbrook (via Corante).

Nach Blogging kommt Klogging (sehr indirekt gefunden via Paul Holbrook). “Klogging” ist der Einsatz von Weblog-Software im “Business” als “Personal Information Management Tool”. Tja, liebe® Leser(in), wenn Du nun zu Deinem Chef läufst und vorschlägst zu “Kloggen” kannst Du Dich als “early adaptor” der Zukunftstechnologie feiern lassen, denn alles was es in den USA gibt schwappt früher oder später hier rüber, egal ob es Sinn macht oder nicht, es existiert in den USA und ist damit automatisch sinnvoll …

Ein Weblog der etwas anderen Art findet man auf dem Ameisenhügel: Freitod – Weblog zum Selbstmord [mit unsäglich origineller GIF-Animation].

Die originelle thematische Differenzierung macht den Charme der Weblog-Szene aus …

Musik

Neues OASIS-Album

ralles weblog wird immer mehr ein Gedanken-Supermarkt (das wäre ein cooler Name für ein neues Weblog), nun also eine neue Kategorie: Musik. Besessen von dem Gedanken den ewigen Kampf gegen das Schlechte in den Ohren der Menschen zu führen stelle ich meine Lieblinge und Neu-Errungenschaften vor.

pic Den Anfang macht das neue Album der einzig wahren Band von der Insel: Oasis. Nach dem äußerst dürftigen “Standing On The Shoulder Of Giants” ist den Gallagher-Brüdern und ihren Vasallen wieder etwas vernünftiges gelungen. Es ist halt ein typisches Oasis-Album, klingt wie Oasis nun mal so klingt. Es wäre auch äußerst merkwürdig auf einer Oasis-Scheibe plötzlich Drum-Computer und Rapper zu hören (all das was man heute so “zeitgemäß” nennt). Das mag man oder mag es nicht, ich mag die Großmäuler aus Manchester halt und daher zieren bis auf das mißratene Live-Album alle Longplayer von Oasis mein CD-Regal. Das stampfende “The Hindu Times” war ja schon ein Appetithappen, “Heathen Chemistry” hält was die Single versprach. Diesmal hat sich seine Hoheit Noel Gallagher sogar dazu herabgelassen Brüderchen Liam und zwei der Vasallen Songs schreiben zu lassen, besonders die von Liam sind gut gelungen.
Anspieltipps: (Track-Nr.) 1 “The Hindu Times”, 3 “Hung In A Bad Place” und 10 “Born On A Different Cloud”.

Es ergeht folgendes Urteil: Tolles neues Album wenn man Oasis-Fan ist, wenn nicht lässt man lieber die Fingerchen davon …

Noch ein paar Links:
Offizielle Oasis-Website
The Oasis (deutsche Fansite)
sadsong.net (dto.)
OasisCentral (englische Fansite)

We the people fight for our existence
We don’t claim to be perfect but we’re free
We dream our dreams alone with no resistance
Faded like the stars we wish to be

(OASIS “Little By Little”)

Weblogtalk

Telepolis über Weblogs

In Telepolis gibt es einen Artikel über Weblogs: “Wenn handfeste Konservative öfter Weblogs läsen, wären sie bald ein Standardthema an den Stammtischen der Republik: So schlecht könne es den Leuten ja wohl kaum gehen, wenn sie den ganzen Tag Zeit hätten, im Internet öffentlich Tagebuch zu führen. Die ganzen Sozialschmarotzer wahrscheinlich. Unsereins muss jedenfalls arbeiten. Oder Bier trinken.” Und: "Weblogs bieten Geschwindigkeit und die Möglichkeit zur selbstverantworteten Souveränität, was sie zu einem mächtigen Mittel der privaten Meinungsäußerung im öffentlichen Raum machen kann. “

So wird es wohl sein. Aber gleichzeitig prophezeit der Autor das Ende: ”Doch die Medien werden aufmerksam, die Kommerzialisierung ist nur noch ein Frage der Zeit, weil die wirklich werbefreien und kostenlosen Communities auf Selbstausbeutung beruhen, und die ersten Aktiven denken an den Abbruch der Zelte. Die Karawane wird also weiterziehen. Die nächste Oase lockt schon." Wer bricht die Zelte ab? Und wo ist denn die nächste Oase?

Internet

Das Empire führt Guerillakrieg

Die Musikindustrie verleiht dem Krieg gegen die Internet-Tauschbörsen eine neue schmackhafte Komponente. Bezahlte Söldner überfluten im Auftrag des Medien-Konzerne-Imperiums die noch verbliebenen Peer-To-Peer-Tauschbörsen mit “Fake-MP3s” (gefunden in der futurezone). Eine der Söldnertruppen ist die koreanische Firma Overpeer.

Außerdem möchte das Imperium auch die P2P-Netze hacken, was ja eigentlich illegal ist. Dank gezielter Lobbyarbeit möchte bspw. der Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, Howard Berman, dieses Unterfangen gesetzlich legitimieren.

Merke: Bist Du Großkonzern (neudeutsch “Content-Anbieter”) bist Du ein guter Hacker, bist Du nur Du bist Du ein böser Hacker, auch wenn Ihr beide das gleiche macht.

Ich glaube es wäre langsam an der Zeit dem Empire der Musikindustrie durch einen umfangreichen Konsumentenboykott einmal zu zeigen womit sie eigentlich ihr Geld verdienen, auch wenn das natürlich schwer fallen würde und auch Musikanten treffen würde die mit diesen Machenschaften nur indirekt zu tun haben – “Mitgefangen – Mitgehangen” …

Internet

Neues vom Zensor

Es gibt Neues vom einsamen Kämpfer gegen das Böse, dem Regierungspräsidenten von Düsseldorf (ausgerechnet meine Geburtsstadt, mit so etwas rechnet man ja eigentlich eher im finsteren CSU-regierten Bayern). Alvar Freudes ODEM wollte Akteneinsicht, die Behörde windet sich heraus um selbige nicht gewähren zu müssen (Überraschung!) (via Rohrpost).

Zur Erinnerung: Der Regierungsgpräsident hatte Internet-Provider per Verfügung zur Sperrung von Internetangeboten rechtsradikaler Natur aufgefordert (vgl. dazu bspw. Artikel bei Telepolis) und war ordentlich unter Beschuß von allen Seiten geraten.

Ich bin gespannt wie diese Geschichte weitergehen wird, das Problem der rechtsadikalen Dummköpfe löst man nicht indem man sie aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt.

Weblogtalk

TrackBack

Ein neues Gespenst geht um in technisch interessierten Weblogger-Kreisen: Trackback!
Erfunden vom programmierenden Blogger-Ehepaar sorgt das für hektische Aktivitäten.

Was sich dahinter verbirgt hat Couchblog-Nico im Bloghaus wunderbar erläutert. Darum erspare ich mir das ;-)

Der Autor der von mir verwendeten Software pMachine hält sich auf diesbezügliche Anfragen noch schwer zurück. Schmarotzer der ich bin warte ich bis irgendwo eine PHP-Implementation erhältlich ist und dann schaun mer mal …

125 Quickie


layout: post_netzbuchtitle: ’Quickie’date: 2002-07-10 07:48:00+0200categories: Internet tags: source: netzbuchpermalink: /netzbuch/125/quickie/—-

Heute ist nur Zeit für einen “Quickie”:

Script-Bashing
RogerIsland wettert gegen Skriptsprachen für Websites. Kann man so sehen, muß man aber nicht, hört sich für mich so an als hätte jemand bei der Arbeit den Durchblick verloren und Dampf ablassen müssen (via WorldWideKlein) …

blogChalking
Collaboratively mapping weblogs for smarter blogsearching, (via Sheila).

Endlich eine Erklärung für PISA?
“Videospiele reduzieren Hirnaktivität”, weiß die futurezone.

Ein Spiele-Hit …
… ist der Ego-Shooter der US-Army (via futurezone).

Ob die US-Army auf Nebeneffekte mit der vorherigen Meldung spekuliert?

Kritisiere nicht die Politessen im Web!
Denn sonst kann es passieren dass Deine Website verschwindet, berichtet The Register aus dem U.K.

Was ist eigentlich die männliche Form von Politesse?

Internet

Mittwochs nie!

Im Liverpool City Council werden nun Mittwochs keine Emails mehr geschrieben (berichtet The Register). Begründung des Chefs: “Zu oft verstecken sich Leute hinter Emails, sie leiten die Probleme per Mail weiter ohne sie zu lösen.” Außerdem sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder lernen mit “echten” Menschen zu reden, auch wenn es nur einmal pro Woche ist …

Internet

Warez und die Folgen

Ha, das Wort “Warez” in der Schlagzeile bringt Leute aus Google ;-)

In der New York Times gibt es einen lesenswerten Artikel über den Fall des amerikanischen Raubkopierers John Sankus Jr. (Kopf einer Gang namens “DrinkorDie”, der nun für 46 Monate im Gefängnis sitzt) und die Warez-Szene im allgemeinen. Im Gegensatz zu Artikeln in deutschen Zeitungen zu solchen Themen ist dieser gut recherchiert (via Slashdot).

Es fällt mir immer wieder auf wie dilettantisch deutsche Nachrichtenagenturen und Tageszeitungen über Internet- und Computer-Themen berichten. Woran liegt das, am mangelnden Interesse an der Sache oder an mangelnden Fähigkeiten die Materie zu verstehen?

Internet

Wahlkampf im Web

Edmund Stoiber will sein Auto verkaufen. Einziger Interessent ist ein Herr aus Ghana.
Beim Aufsetzen des Vertrages fragt Stoiber: “Können Sie sich ausweisen”?
Fragt der Ghanaer: “Wie – muss man das jetzt schon selber machen?”


Diesen Witz und andere lustige Sachen findet man in einem Artikel über “Wahlkampf im Web” auf Spiegel Online. Der Witz stammt natürlich von einer Anti-Stoiber-Seite die mir eher nahe stehen als Pro-Stoiber-Seiten, daraus mache ich kein Geheimnis. Sollte das Gedächtnis der Leute so kurz sein dass sie die an die Macht zurück wählen die dieses Land 16 Jahre lang runtergewirtschaftet haben?

Zeugs

Wochenendzeit - Reisezeit

Ja, danke, ich hatte ein schönes Wochenende ;-)

Ein bißchen regnerisch vielleicht, aber das lag nur am Wetter. Was mir aufgefallen ist: Mannheim muß langsam entvölkert sein! Warum? Alle Mannheimer werfen sich langsam aber sicher vor den Zug, denn am Freitag hieß es im IC: “Wg. eines Personenunfalls in Mannheim muß der Zug umgeleitet werden.” Personenunfall heisst auf Bahn-Deutsch “Irgendwer hat sich vor den Zug geworfen”. Heute morgen dann, ich traue meinen Ohren nicht: “Wg. eines Personenunfalls in Mannheim muß der Zug umgeleitet werden.” Das kann doch gar nicht sein. Ich kann verstehen dass man sich vor den Zug wirft wenn man in Mannheim leben muß, aber das fand ich heute dann doch etwas unglaubwürdig, ich glaube die Bahn benutzt das als Ausrede für was-weiß-ich-alles …

Internet

Überwachung am Arbeitsplatz

Mein “Lieblingsthema”, wie aufmerksame LeserInnen dieses “Premium-Content-Weblogs” vielleicht schon bemerkt haben: Der gläserne Bürger. Vielfältig sind die Spuren die wir hinterlassen, und immer wieder gibt es noch einen “drauf”. Neuestes Beispiel: Spyware-Programme. Diese sind so neu nicht, in der aktuellen c`t gibt es mal wieder einen Artikel dazu (berichtet Golem). Aber nicht nur neugierige Unternehmen sind begierig Deine Vorlieben und Surfgewohnheiten auszuspionieren, auch Arbeitgeber finden es sehr interessant mal nachzuhaken was denn ArbeitnehmerIn so treibt. Der Artikel aus der aktuellen c`t ist online verfügbar.
Die Rechtslage in Deutschland ist da übrigens eindeutig (Zitat): “In Deutschland ist der Einsatz von Überwachungssoftware nicht ohne weiteres erlaubt, selbst dann nicht, wenn in der Firma im Rahmen einer Betriebsvereinbarung die private Nutzung des Internet untersagt ist. Der Einsatz von Überwachungssoftware verletzt das Persönlichkeitsrecht der Beschäftigten. Software dieser Art kann nur punktuell eingesetzt werden und nur dann, wenn der begründete Verdacht auf eine Straftat besteht.”

Internet

Umsteiger zu Windows

Einer der in Hal Fabers wöchentlicher Kolumne WWWW (die ist übrigens jede Woche lesenswert, Pflichtprogramm für jedermann und jederfrau die in der IT-Szene zu tun haben) versteckten Links ist eine unterhaltsame Geschichte:

A Linux user goes back. Tony hatte dreieinhalb Jahre versucht auf Linux umzusteigen und nun aufgegeben. Außerdem schreibt er: Too many consider themselves better than the rest of the world because they run Linux. Can you believe that? It`s just a computer operating system, but somehow they think that it makes them better than those people who run systems such as Microsoft Windows!
Tja, jeder der sich ein wenig in den einschlägigen Foren und Newsgroups herumtreibt kann das leider nur bestätigen. Ich möchte nicht wissen wie viele kapituliert haben als sie Probleme hatten und auf die “besseren Menschen” in den Newsgroups getroffen sind. Viele haben ihr Betriebssystem zur Weltanschauung erhoben, sind Studierende, haben alle Zeit der Welt auf jede Nachricht ihren Senf dazu zu geben (auf Kosten der Universitäten, versteht sich, arme Studi hat doch keinen eigenen Provider) und tragen eine unerträgliche Arroganz vor sich her. Nein, ich nenne jetzt keine Namen, jeder der mal in de.comp.os.unix.linux.misc hineinschaut findet sie sofort …

Schade, denn Linux ist ein feines System und hat solche Protagonisten nicht verdient!

Internet

Fundstücke

Noch ein paar Fundstücke aus dem Netz:

Suchmaschinen sind korrumpierbar, außer Google schreiben sie es aber nicht dabei wenn ein Link für “Bares” weit oben erscheint, schreibt CNN.

Unser aller grenzdebiler Nachwuchs (arme Menschheit, die werden ja mal erwachsen) spielt lebensgefährliche Dinge aus der MTV-Sendung “Jackass” nach, berichtet Spiegel Online.

Und noch ein Tipp für alle KollegInnen die wie ich als Webworker tätig sind: Wir alle kennen ja diese Konferenzen und Messen. Tagsüber wird man mit öden Marketingphrasen zugedröhnt und muß Interesse heucheln bei langweiligen Vorträgen und Produktpräsentationen. Interessant wird es erst anschließend in der Kneipe beim Gläschen Bier (oder zwei). Diese Erkenntnis kam auch den Veranstaltern der
Webmasterworld Pub Conference. Sie lassen das langweilige Programm weg und fangen gleich mit Kneipe an. Genial! (Gefunden bei The Register)

Und noch einer hinterher: "Ein bißchen Steinzeitmensch steckt in uns allen. Sei es auf emotionalem, perzeptivem oder kognitivem Gebiet, der “moderne” Mensch hat nur eine moderne Jacke an."

Weblogtalk

Reden mit sich selbst

George Partington führt in seinem Blog High Water ein Interview mit sich selbst zu der Frage warum er aufhören will ein Weblog zu betreiben. Interessante Antwort (Übersetzung von mir):
“Ich weiß nicht, es war ein Gefühl als würde ich mit einem Psychiater reden der nichts verstanden hat, oder schlimmer noch, nichts verstehen wollte. Sicher, eine Person hinterließ eine Ermutigung in einem Kommentar, aber niemand packte mich in seine Blog-Linkliste” (gefunden bei Corante on Blogging). Es scheint wohl eine Zwangsläufigkeit zu sein, wenn die Blog-Entdeckungsphase vorbei ist kommt der Frust.

Das ist eine interessante Idee ein Interview mit sich selbst zu führen! Oder die erste Stufe auf dem Weg in den kompletten Wahnsinn.

Zeugs

Sonne! Hitze! Schwitzen!

Hitze jetzt!


Das haben sie nun davon, die Sissys, die gleich bei den paar Tagen an denen mal in Deutschland die Sonne scheint rumnöhlen wie warm es doch ist und das man gerne einen abkühlenden Regen hätte. Ich habe jetzt ordentlich die Nase voll davon ständig mit einem dummen Regenschirm rumlaufen zu müssen statt die glühende Sonne auf meiner Haut genießen zu dürfen.

Das musste mal gesagt werden! “Ich will Regen”-Buttons, tse tse tse, bin ich Gollum, oder was?

Internet

Neuer Trend: Filme aus Computerspielen

Mit Lara Croft fing es an: Computerspiele werden verfilmt. Ganz besonders gespannt sein darf man auf die geplante Verfilmung von “Return to Castle Wolfenstein” (laut Futurezone), die Handlung dürfte ein wenig eintönig sein …

Hier kann ich ein Geheimnis lüften: Ich werde demnächst die Hauptrolle in der Verfilmung des Spiels “Pacman” übernehmen …

Zeugs

Fehlermeldungen

Jemand hat mir geschrieben dass es mal wieder Probleme mit den MySQL-Connections auf ralles-netz gegeben hat, sprich: Auf meiner Seite konnte man außer PHP-Fehlermeldungen nichts sehen. Das war mir auch schon aufgefallen und ich hatte den Support meines Providers darauf aufmerksam gemacht, aber gebracht hat es trotzdem nix. Naja, mit den läppischen 3,95 EURO/Monat stehen meine Sorgen sicher auch nicht ganz oben auf der Prioritätenliste des Providers, “you get what you pay for” …

Also: Ein großes “Pardon” an alle die hier nichts gesehen haben, wahrscheinlich wird es demnächst mal wieder einen Umzug geben, ich bin ein heimatloser Netznomade der mit seinen digitalen Besitztümern von Dorf zu Dorf zieht …

Zeugs

Das Wort zum Sonntag

Tja, verehrte Zielgruppe, da es sich mit dicken Kopf und triefender Nase schlecht am PC die Zeit vertreiben lässt war es die letzten Tage ein wenig ruhig hier.
In der Zwischenzeit gab es erneute Meldungen über MySQL-Fehler auf diesem Server, Abhilfe ist in Sicht, sprich: Wir ziehen mal wieder um, daran wird gerade gearbeitet. Und da bei einem Umzug immer das Zimmer neu tapeziert werden muß erscheint ralles Weblog – das Netzbuch die Tage in einem neuen Design und mit neuen Features, also, wie man heutzutage auf gut deutsch sagt: Stay tuned for the excitement ;-)

Internet

Aus dem Leben eines Hamburger-Monteurs

pic

Wolltest Du schon immer mal das zweifelhafte Vergnügen haben bei McDonalds zu arbeiten und Hamburger zusammen zu bauen?
The Simulator von Garnet Hertz bietet die Möglichkeit dazu. Amüsant gemacht, aber das Lächeln bleibt einem im Halse stecken wenn man etwas mehr drüber nachdenkt und man sollte den Göttern danken wenn man einen interessanten Job ergattern durfte (gefunden bei Mosaikum).

Zeugs

Relaunch-Zeit

Jede Website braucht von Zeit zu Zeit einen “Relaunch” (ja, da bekommen die Marketingleiter unter den Leserinnen und Leser glänzende Augen). Also mache ich das auch, die alte Site war ja relativ “zusammengebastelt”.

Nun, das hier ist das Resultat meiner Experimente. Ich wollte einmal ein bißchen mit div-Containern und CSS herumbasteln und die Erfahrungen der letzten Monate mit Blogs umsetzen. Über Design und Geschmack kann man wie immer streiten, aber ein paar Dinge sind mir aufgefallen die eigentlich “allgemeingültig” sind.
Weblogs sind in erster Linie eine Sache des “Lesens”, daher ist es unangebracht eine winzige 8-Punkt-Schrift auf einen kontrastarmen Hintergrund zu setzen. So dann wissen Betriebssystem-Wanderer dass 1 Punkt auf jedem System anders interpretiert wird, daher ist das Netzbuch – ralles Weblog nun konsequent auf relative Schriftgrößen umgestellt worden. Nun kann die verehrte Leserin oder der verehrte Leser die Schriftgröße über die Größenfunktion des Browsers so anpassen dass alles gut lesbar ist.

Und wie schon erwähnt, im Zuge des Umzugs auf einen neuen Server habe ich mein Weblog auf die eigene Domain http://www.das-netzbuch.de ausgelagert.

Perfekt ist natürlich noch nicht alles, es gibt noch allerlei Sachen anzupassen und einzubauen, aber so kann man zumindest erst einmal starten und ich hoffe eine Verbesserung gegenüber der alten Optik geliefert zu haben.

Zeugs

Back to Business

Nun hat das Basteln und Server-Umziehen ein Ende, es geht, wie man so schön auf neudeutsch sagt, “Back To Business”. Mein “Netzimperium” wohnt nun bei Hostsharing.Net, einer Servergenossenschaft wo man nicht nur eine zahlende Nummer 23.345 ist sondern gemeinsam mit den anderen Genossen das Webhosting mit gestalten kann.

Internet

10 Jahre ibiblio / Metalab / SunSITE

pic Ein Artikel in Slashdot macht auf ein besonderes Jubiläum aufmerksam: Im August 1992, also vor bald 10 Jahren (für diejenigen die gerade keinen Kalender zur Hand haben g), wurde “the public`s library and digital archive” unter dem Namen SunSITE gegründet, heute firmiert dieses wahrhaft freie Wissensarchiv unter dem Namen ibiblio.org. Hier gibt es z.B. das weltgrößte Linux-Archiv, Dr.Fun, den ältesten Webcartoon (seit 1993), und Texte zu allen möglichen Gebieten.
Paul Jones ist der Direktor dieses Wissensarchiv vom ersten Tag an, und seit dem sammelt er Tag für Tag Wissen an und macht es frei zugänglich.
In diesem fast abgelaufenen Monat (Juli 2002) gibt es einige interessante Texte über die Geschichte des “Wilden Westen”, bspw. die Autobiografie der “Calamity Jane”.
Wenn man von den Erfolgsgeschichten und Helden des Internets spricht sollte man die “Startup”-Blender und Kommerzapostel die sich erst Jahre später auf das Medium gestürzt haben vergessen, Leute wie Paul Jones und seine Crew sind es die das Internet zu einem faszinierenden und lebendigen Medium gemacht haben. Auf Firmen mit einem “@” im Namen, Medienkonzerne und sogenannte “Content-Provider” kann man gut verzichten, auf Dinge wie die ibiblio nicht …

Musik

Oasis auf Mallorca

Oasis spielten auf einem Festival auf Mallorca und wurden von gelangweilten Zuschauern mit Gegenständen geworfen, Liam Gallagher ließ sich sogar dazu verleiten sein geliebtes Tambourin ins Publikum zu werfen und bekam es postwendend zurück, berichtet laut.de.

Man kann halt den Mallorca-Urlauber als solchen nicht mit solch “intellektuell anspruchsvoller” Musik traktieren, “Scooter”, die “Hermes House Band” oder ähnliche Protagonisten musikalischer Unfähigkeit wären zielgruppengerechter gewesen …

Seltsames

Spielchen gefällig?

Breeder Ein lustiges kleines Flash-Spielchen für die Pause: Breeder. Immer ein männliches (zu erkennen an der Zigarette) und ein weibliches Kaninchen müssen dazu gebracht werden Nachwuchs zu produzieren, wenn der Nachwuchs herangewachsen ist geht es heiter weiter. Und immer schön auf den Elektrozaun und die Bomben achten, und nicht die Männchen miteinander paaren …

Weblogtalk

Ruhm und Ehre am Morgen ...

… vertreibt Kummer und Sorgen.


Ein Artikel in der Frankfurter Rundschau von heute über Weblogs (geschrieben vom seit “Netzewigkeiten” bestens bekannten Michael Charlier) erwähnt mein putziges kleines Netzbuch in einem Atemzug mit der deutschen Weblog-Legende schlechthin, dem Schockwellenreiter Jörg Kantel.


In Anbetracht solcher Dinge kann man dann ja mal über die Tatsache hinweg sehen dass ich eigentlich verschlafen habe und viel zu spät dran bin …

Internet

Es lebe der autistische Nerd!

Das war längst mal fällig! Telepolis hat heute morgen ein Plädoyer für den “autistischen Nerd” im Angebot (geschrieben von Wolf-Dieter Roth, auch so ein seit “Netzewigkeiten” bekannter Name).

"`Computernerds` – den Ruf haben Computerfachleute weg, seit es sie gibt: `Anständige Leute beschäftigen sich doch nicht mit so Technik-Kram.` Erst seitdem auch Sexkontakte online möglich sind und sich das vor allem auch überall herumgesprochen hat, stürzen sich plötzlich auch die BMW-Fahrer ins Netz` (ebd.).

Eine lesenswerte Tirade gegen die aus vielen Firmen bestens bekannten “eloquenten Schwätzer” die längst mal fällig war. In der IT-Welt gilt eh (das ist empirisch belegt, nämlich von mir): Je mehr einer drüber schwätzt und je mehr “Buzzwords” und Anglizismen er oder sie dabei erwähnt desto weniger Ahnung hat er oder sie von der Materie. Ich habe mir übrigens schon öfter den Spaß gemacht und in den typischen Meetings mit diesen Leuten “Buzzwords” frei erfunden, ist aber niemandem aufgefallen …

Internet

Der "Heise-Fluch"

Verehrte Zielgruppe, weisst Du was ein Website-Betreiber richtig fürchtet? Im Heise-Newsticker erwähnt zu werden, denn das führt zu einem Ansturm dem nur gute Netz-Infrastruktur gewachsen ist. Und Privatleute die irgend etwas tolles zum Download anbieten können von der Rechnung des Providers für den zusätzlichen Traffic übel überrascht werden. Wie ich darauf komme?

Im Heise-Newsticker war ein Artikel über ein interessantes Angebot des Institut für Ägyptologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) im Internet. Geht aber nicht, es gibt “Connection refused” zur Antwort. Muß der “Heise-Fluch” sein … (via krit)

Wem nun aber unbedingt der Sinn nach sehr alten schriftlichen Dokumenten steht kann sich so lange mit Keilschriften beschäftigen (via Schockwellenreiter).