Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Stoiber und das Internet

Internet

Edmund Stoiber, Kanzlerkandidat der Union, nutzt das Massaker von Erfurt aus um seine rigiden politischen Vorstellungen unter das (Wahl-)Volk zu bringen. In einem Interview mit heute.online bekommt man eine Kostprobe.

Stoiber, nach eigenem Bekunden "kein klassischer Benutzer des Internets", möchte alles verbieten was nicht in sein reaktionär-konservativ-klerikalbajuwarisches Weltbild passt. Videofilme, Computerspiele, einfach alles. Jemand der CounterStrike spielt kann einfach kein guter Mensch sein. Und überhaupt, dieses Internet muß grundsätzlich reglementiert werden, denn es ist gefährlich. Da kann ja jeder einfach seine Meinung sagen und (Zitat) "dadurch kann man eine sehr unkalkulierbare politische Diskussion bekommen." Das ist in der Tat übel, wenn schon Diskussionen dann solche die Stoiber steuern kann über seine Männer in den Medien (ich sage nur "Report München" in der ARD, Tendenzfernsehen in Reinkultur).Ich könnte mich nur aufregen, das Wahlvolk hat es in der Hand dass Stoiber im Bayernlande bleibt, aber da sehe ich schwarz. Das Wahlvolk hat ein kurzes Gedächtnis und 16 Jahre "Zeitalter der Stagnation" unter CDU/CSU und FDP bereits wieder vergessen …