Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Webworking

Bildschirmschüsse

Zwei praktische Programme zum Erstellen von Screenshots von Websites unter Mac OS X drängen heute in den webloggigen Aufmerksamkeitsfokus:

  • webkit2png ist ein Kommandozeilenwerkzeug in Python zur Erledigung eben jener Aufgabe (via plasticbag).
  • Wer lieber die Maus schubst, beauftragt seinen eigenen Paparazzi! um prominente Websites zu fotografieren (via Leos fscklog).
  • Ein weiterer Bildschirmfotograf: SnapWeb. Allerdings Shareware (Danke, ix).

Aber auch BenutzerInnen des Industriestandards in Sachen Viren und Würmer, M$ Windows, müssen nicht weinend zuschauen, wenn die Mac-UserInnen eifrig Screenshots speichern, denn für sie gibt es url2bmp und IECapt.

Und die JüngerInnen des bierseligen Pinguins brauchen ebenfalls nicht am Katzentisch Platz zu nehmen, für Linux gibt es khtml2png und, besonders geeignet für die automatische Erstellung von Screenshots, eine Python-Lösung mit GtkMozEmbed. Außerdem ist in neueren KDE-Versionen (zumindest in 3.2, das hier läuft) das Kommandozeilen-Programm kwebdesktop enthalten, das ebenfalls eine Website in eine PNG konserviert.

So, nun haben wir sie alle durch: Mach mir den Screenshot, Baby!

(Aktualisiert am 13.09.04 um 22:45 Uhr, besten Dank an Markus für die Ergänzungen :-))



10 Kommentare



Marc am 13.09.2004:


Ich mach’ die immer mit Alt+Print Screen und schneide dann weg was ich nicht will. Was machen diese Programme anders?

Ralf am 13.09.2004:

Marc, die sind speziell dafür da, Grafiken aus Websites zu erzeugen. Man erspart sich die Mühsal des Herumschnippelns, und vor allem kann man eine Website “komplett” umwandeln, also auch mit dem Teil, der außerhalb des sichtbaren Bereichs darauf wartet, heraufgescrollt zu werden.

kleines Beispiel

Marc am 13.09.2004:

Ah, ja, das mit dem “unsichtbaren” Bereich ist natürlich ein praktisches Feature. Ich habe bisher Webseiten immer in PDF gedruckt.

Markus am 2004-09-13 19:21:28 +0200:

spannend ist doch erst der scriptgesteuerte Screenshot:
* mit GtkMozEmbed
* kwebdesktop (keinen link zur hand)
* IECapt für IE FAns, benötigt aber GDI+

Ralf am 13.09.2004:

Marc, das ist dann ja eine Druckansicht, wenn man das Design einfangen möchte klappt das evtl nicht, da sind die hier aufgeführten Werkzeuge besser geeignet.

Markus, besten Dank, das ist einen Nachtrag wert! :-)

fono am 13.09.2004:

Noch etwas zum Industriestandard in Sachen Viren und Würmer: Wer sich mit Win einen Virus fängt ist IMHO selbst schuld. Man muß sein System halt nur ausreichend absichern, nicht den IE und Outlook Express benutzen und nicht alles anklicken was einem ins Postfach kommt. Ich persönlich schätze mal daß mehr als 90% aller Win-Abstürze selbst verschuldet sind. Am schlimmsten sind diese Frickler, die sofort jedes Tool zur “Systemoptimierung” von der neuen CHIP-CD installieren, und dann weinen wenn alles abschmiert :)

ix am 14.09.2004:

ich hab noch ein tool für os x: SnapWeb.
es produziert ähnlich wie paparazzi und webkit2png pdf-dateien von webseiten, allerdings mit einem „shareware noch nicht bezahlt“ banner quer über die seite. das könnte man, wollte man den autor betuppen, allerdings mit acrobat entfernen (pdf sei dank).

http://braintickling.8k.com/snapweb.html

Ralf am 14.09.2004:

fono, ich weiß, aber ich stichel gerne. ;-) Und natürlich ist die Frage, ob man einen enormen Aufwand betreibt, nur um Windows sicher benutzen zu können, muß jeder selbst wissen.

ix, besten Dank, wird nachgetragen!

fono am 15.09.2004:

Sticheln macht ja auch Spaß ;)
So groß ist der Aufwand übrigens nicht, denn Firewall und Virenscanner setze ich auch unter Linux ein. Sowas ist ja leider Standard geworden. Die Frage die sich mir stellt ist: Woher bekomme ich die Kohle für einen schicken G5?

Ralf am 15.09.2004:

fono, Lotto spielen? Strumpfmaske und Wasserpistole? ;-)