Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Momentaufnahme

Berliner Sonntag

Ein Gruß in die Runde aus unserer glorreichen Bundeshauptstadt Berlin! Trotz meiner Bedenken bezüglich des galoppierenden amerikanischen Kulturimperialismus ;-) sitze ich mit Hedwig dem Powerbook bei Starbucks an den Hackeschen Höfen und genieße den Hottschpott.

Drei Tage Berlin in Kurzfassung: Laufen, gucken, laufen, knipsen, laufen, Schlange stehen, warten (oh Henri, Du hättest ruhig noch ein wenig länger leben können, wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte es sicher auch noch einen Katalog gegeben, zum weglachen sind die Gespräche der Bildungsbürger, während sie sich die Bilder von HCB anschauen), laufen, knipsen, Blogger treffen, Spaß haben, laufen, knipsen, Blogger treffen, Spaß haben, Bahn fahren, warten (meine Herren, was an der Gepäckannahme am Bahnhof Zoo vorgeht, spottet jeder Beschreibung “Ach Nein, das rosa Rucksäckchen brauche ich ja doch noch, ach ne, ich brauche es doch nicht, ich meinte die kleine rote Tasche”, gut, das ich so ein sonniges Gemüt habe), gleichmütig gucken wenn die Schnorrer durch die Bahn laufen (hatte ich ja in Wien geübt, obwohl der etwas streng riechende Typ, der mir eben in der Bahn einen Kaffee aus einer völlig versifften Thermoskanne verkaufen wollte, einen Originalitätspreis verdient hat), knipsen, laufen, Neuköllner Müllbeseitigung live sehen, lachen, Sonnenblumen, Gebäude, überall neue Gebäude, laufen, knipsen, freuen.
Waren schöne Tage hier in Berlin, Du siehst mich wieder, oh brodelnde, mitunter etwas schmutzige Monsterperle des deutschen Ostens …