Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Das Billige

Lagedernation

Richard Wagner rechnet mit einem famosen Rundumschlag im Feuilleton der FR unter dem Titel »Das billige Leben« mit der Omnipräsenz des Billigen ab: »Das Billige expandiert. Es beherrscht unsere Gesellschaft, die in ihrer Agenda ruht wie in einem Pool. Alles ist nichts und nichts ist alles. Die einen sind arm, die anderen tun so. Und alle erwecken den Eindruck, als hätten sie was zu sagen, und sei es nur, dass sie sich eine Meinung zum allgemeinen Zustand leisten können. Das einzige aber, was sie sich wirklich leisten, ist der Schlachtruf ‘Billig will ich’, und auch der wurde ihnen in den Mund gelegt.
Es ist, als wären wir in der Rotation bei Viva, dem Billiglatein fürs Leben. Und warum sind wir dort? Weil wir Helden sind oder weil Sarah Kuttner es so will.«
Lesebefehl des Tages: »Das billige Leben. Vorgriff auf Hartz IV: Die einen sind arm, die anderen tun so.«