Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Mac Musik

Das unaufgeräumte CD-Regal auf dem Mac-Desktop: Clutter

Da ja die Blogosphäre, die Welt und das Internet im Sommerloch stecken, füllen wir selbiges mit der Vorstellung eines weiteren sinnfreien “Tools”. Hey, wer wird da rummosern, soll ich vielleicht ein Sendepause-Testbild ins Blog stellen, oder wat? ;-)

Nun aber ernsthaft werden, zur Sache!

Die digitale Verwaltung des eigenen Musikbestandes produziert ein gewisses haptisches Defizit, denn der Griff ins CD-Regal, das Auswählen des Tonträgers nach dem visuellen Eindruck oder der Position im CD-Regal, funktionierte nach irgendwelchen verborgenen irrationalen Kriterien, die in der kühlen digitalen Playlist-Logik eines iTunes (o.ä.) nicht nachempfunden werden können. Dieses Defizit im entstofflichten digitalen Raum des zweidimensionalen Computerschirms ein wenig zu lindern, hat sich für Mac OS X Clutter zur Aufgabe gestellt. Clutter stellt die digital abgelegten CDs (oder wahlweise auch Playlists) als kleine Bildchen auf dem Desktop dar: Durch einen Klick auf das Bildchen startet iTunes, und die CD (resp. Playlist) dudelt los. Sehr kühl! Jedes Cover ist übrigens ein vollwertiges Fenster, mit Kontext-Menü, das das Anspringen jedes Tracks der CD erlaubt. Diese Fenster tauchen auch in Exposé auf, spätestens dann bemerkt man, dass der Name “Clutter” durchaus programmatisch gemeint ist: Per Amazon-API kann man sich das Cover herbei zaubern, was erstaunlicherweise erheblich besser funktioniert als die ähnliche Funktion des vor kurzem vorgestellten iTunes-Watcher.
Fazit: Sehr kühles Spielzeug, ich liebe solche kleinen verspielten Werkzeuge, besonders wenn sie noch so anstandslos funktionieren wie Clutter.

Gefunden in Brad Choates OS X software inventory, einer wahren Fundgrube.



2 Kommentare



Pepino am 23.07.2004:


Es gibt für alles Gründe…

Ralf am 24.07.2004:

Klar, Pepino, war ja nicht böse gemeint. Ich sah nur vor meinem geistigen Auge einige Leser aufstöhnen “oh ne, der mit seiner blöden mac-software” und wollte mal dezent dran erinnern was im Sommerloch die Alternative sein könnte.