Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Mac

Mac OS X-Tiger - Dashboard

In der nach Steves WWDC-Keynote aufbrausenden Diskussion, ob Apples neues “Dashboard” eine Kopie des Konfabulators ist (eine Zusammenfassung hat, wie immer bei diesen Themen, Paso im fscklog), kommt die tiefschürfendste und meinungsfreudigste Analyse wieder einmal von John Gruber auf Daring Fireball: »Bullshit. Dashboard is not a rip-off of Konfabulator. Yes, they are doing very much the same thing. But what it is that they’re doing was not an original idea to Konfabulator. The scope of a ‘widget’ is very much the modern-day equivalent of a desk accessory.
What is original to Konfabulator? That its widgets are based on a scripting language? That’s not original. There are a slew of other scripting runtimes that allow you to create little-applets-in-windows. E.g. on the old Mac OS, there was OneClick.«
Mich persönlich nerven tausend kleine bunte Fenster mit zweifelhaftem Informationsgehalt auf dem Schirm übrigens schon immer, ich kann weder dem Konfabulator noch dem KDE-Gegenstück SuperKaramba etwas abgewinnen und stehe eher auf unscheinbare kleine Symbole in der Menüleiste mit essenziellen Infos wie Uhrzeit und Prozessorlast. Irgendwo (weiß nicht mehr wo, dummerweise, overblogged!) habe ich gelesen, dass die Menüsymbole in “Tiger” wg. der neuen Suchfunktion nicht mehr vorhanden sein werden, das fände ich nicht so toll.



6 Kommentare



Ein Zuschauer am 2004-07-01 12:49:48 +0200:


Unter Windows gibt es dafür (seit langem) den Object Desktop (DesktopX) von Stardock. Aber wie immer bei dererlei Quatsch ziemlich Ressourcen fressend. Genau, wie das etwas besser brauchbare Samurize für Windows-Systeme. Beides getestet und letztendlich wieder von der Platte geputzt. Und wie das für Windwos Systeme so üblich ist: “Windows wieder komplett neu Aufgespielt”.
Da beneide ich die Appel User ein wenig.

Lazerte am 01.07.2004:

Konfabulator? Spielkram, hab ich erst gedacht. Aber inzwischen hab ich mich in einige Widgets regelrecht verliebt. Der Witz liegt IMHO in der richtigen Einstellung des Fensterverhaltens und der Opazität.

Die meisten Widgets, die ich in Gebrauch habe (es sind in der Regel 4 oder 5) liegen einfach im Hintergrund herum und wirken wie ein Teil des Desktopbilds. Und dennoch kann man bei Bedarf jederzeit seine Aufmerksamkeit darauf richten. Ich habe zum Beispiel seit System 8 fast alles an Mailwatchern ausprobiert, was mir unter die Maus kam. Jetzt habe ich das Widget MailMan. Wenn ein neues Mail auf dem Server liegt, öffnet sich einfach aus dem Nichts ein Briefsymbol. Kein Fenster, kein Icon in der Menüzeile. Opazität so eingestellt, dass es beim Aufpoppen unübersehbar ist und doch nicht beim Weiterarbeiten stört. Gefällt mir!

Ralf am 02.07.2004:

Herr Zuschauer, mein Beileid, ein Image vom System ziehen bevor man wilde Experimente mit Windows macht erspart die obligatorische Neuinstallations-Orgie. Gerade bei solchen Dingen die so tief ins System eingreifen.

Lazerte, ist natürlich alles eine Frage der individuellen Vorlieben, ich stehe auf diese “MenuMeters” oben in der Menüleiste, dann sehe ich auf einem Blick was abgeht, und Mail ist eh immer offen. Die Symbole im Menü haben natürlich auch so ihre Nachteile, bspw. wenn das Menü sehr üppig ist, werden sie auf dem 12’-Schrim des Powerbooks nicht mehr angezeigt. Daheim hängt das Powerbook an einem großen Schirm, da sehe ich dann immer alles. ;-)

Ein Zuschauer am 2004-07-02 17:49:24 +0200:

Bäh wie langweilig. Image ziehen!
Das kann ja jeder (oder doch nicht??).

Na wie dem auch sei. Ich lasse dererlei Schweinskram lieber weg von meinem Rechner. Ich bin da eher so ein kleiner “Nielson” und halte es minimalistich. Nichtsdestotrotz ist es natürlich Ansichtssache und dem eigenen Geschmack und den eigenen Arbeitsgewohnheiten überlassen. Leider bekommt man 1GB Ram Riegel nicht mit in der 1-EURO-Tüte-Gemischtes-Ohne-Saures am Kiosk. Dann wäre das natürlich was anderes…

Ralf am 02.07.2004:

Bei Windows bin ich auch sehr vorsichtig, ich hatte schon mal in Erwägung gezogen, meinen Win-Rechner mit diesem ganzen “Mac OS X-Mimikry-Zeugs” zu überziehen, habe das aber dann doch lieber gelassen, sicher ist sicher, und auch Images einspielen ist Arbeit. ;-)

Martin am 20.10.2004:

Meiner Meinung nach ist das Dashboard ziemlich unschlagbar. Ich halte meinen Desktop auch gerne frei von bunten Bildchen. Allerdings sehe ich ihn die meiste Zeit auf meinem iBook gar nicht. Ich drücke ab und zu mal F11, um zu gucken, ob er noch da ist ;-)

Aber, was an Dashboard überzeugt, ist, daß es normalerweise nicht sichtbar ist. Nach Druck auf eine Funktionstaste kann ich mir alle Infos anzeigen, die ich so brauche und es dann wieder verschwinden lassen. Dadurch kann ich meinen “Standard”-Desktop und die Menüleiste noch unauffälliger machen (kein Akkuladezustandssymbol, kein Bluetooth-Symbol, kein WiFi-Symbol).

Da hat unser aller Lieblingsfirma wieder einmal schlau mitgedacht…