Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Zeugs Mac

Die ausgefallene Bootsfahrt, oder: Fast eine MacExpo-Nachlese

Meine MacExpo-Nachlese kommt ein wenig spät, ich war halt unterwegs im “Internetzugangs-Notstandsgebiet-West”. Dafür beschränke ich mich auf die Marginalien, denn ob Firma X ein neues Produkt Y vorgestellt hat, interessiert Euch ja sowieso nicht, und es gab und gibt in der Blogosphere genug darüber zu lesen. Dem “Handbuch für Kölle-Reisen” entnahm ich, dass zu Messeterminen eine Fähre den Rhein vom Hauptbahnhof zum Messegelände am anderen Ufer überquert. Mit der mir eigenen Konzentration auf das Wesentliche wollte ich natürlich genau so vom Bahnhof zur Messe herüber. Den Anlegeplatz (auf dem Bild vorne, der erste Steg samt Schiff) fand ich schnell, aber außer dem vor sich hin dümpelnden Boot war dort – nix. Kein Plan, kein Mensch, einfach nix. Was für ein enttäuschender Auftakt, so sind sie, die Kölschen!
Also musste ich wohl oder übel zu Fuß über die Eisenbahnbrücke, als Ausgleich fand ich dort oben aber jede Menge Material für das “beinahe wöchentliche Bahnbild”. Ist ja auch was! Nach einem kurzen Fußmarsch war ich dann endlich dort, wo ich eigentlich hin wollte: Halle 6. Eine große iPod-Werbung erwartete den erwartungsfrohen Apfel-Freund. Nachdem man bei einer reizenden jungen Dame eine ausgedruckte Email in ein Ticket umgetauscht hatte, durfte man sich in das Getümmel stürzen. Die Atmosphäre war recht angenehm, das Gedrängel hielt sich ebenso in Grenzen wie die Dimension der Messe.
Eine stete Quelle der Heiterkeit waren die Freaks, die mit demonstrativ zur Schau getragenen iPod-Kopfhörer herum spazierten, auf einer Messe ungefähr so sinnvoll wie das Tragen einer Sonnenbrille im Kino. Die verschiedentlich zu lesende Legende, die Apple-Anhänger wären ja viel kühler und toller als die Besucher anderer computerlastiger Messen, stimmt nicht, wie überall gibt es solche und solche, die Drängler, die Eitlen, die Wichtigtuer – man findet sie selbstverständlich auch auf der MacExpo, nur die Anzahl ist geringer. Der Unterschied: Bekommt man auf der MacExpo einen Rucksack ins Gesicht, handelt es sich nicht um ein Werbegeschenk aus Plastik, sondern um einen Crumpler …
Neues erfuhr man nicht, wenn man regelmäßig die Mac-Seiten im Web liest weiß man eh Bescheid. Aber man konnte ein paar Sachen anfingern, insbesondere die edlen Grafiktabletts von Wacom fühlten sich ausgesprochen gut an. Das “Evil Empire” Microsoft war auch vertreten, aber erstaunlicherweise war es dort ein wenig leerer als vor den anderen Ständen. Auf dem Bild kann man gut erkennen, wie die Heerscharen mit einem gewissen Sicherheitsabstand um den Microsoft-Stand herum gehen, ganz so als lauere dort ein ansteckendes Übel …
Nach ein bißchen hier gucken und da gucken kam es dann noch zu einem kleinen Blogger-Treffen mit Nina, majo, Bronski, Thomas und Achim dem Leser (gut zu wissen, dass es auch noch Blog-Leser gibt, und nicht nur Blog-lesende Blogger), über das bei IT&W bereits alles gesagt wurde.
Fazit: Meine erste Mac-Messe war eine kleine aber feine Veranstaltung, sollte es sich einrichten lassen werde ich nächstes Jahr wieder vorbei schauen. Unten findet Ihr noch ein paar Impressionen, ein Klick auf das Bildchen öffnet eine größere Variante in einem separaten Fenster.





2 Kommentare



Achim am 2004-06-22 22:23:14 +0200:


gelesen :)

Ciao,
Achim

Ralf am 23.06.2004:

Achim, das ist ja auch Deine Mission, als der letzte der “nicht-bloggenden Weblog-Leser”. ;-)