Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Schwere Geschütze ...

Musik Seltsames

… fährt die Musikindustrie in ihrer großen Aktion zur Kriminalisierung der eigenen Kunden auf: »57-jähriger Realschullehrer im Raum Stuttgart muss 10.000 Euro Schadenersatz für 2.000 illegale Musikangebote in Tauschbörse zahlen«.

Besonders possierlich: Laut Spiegel Online lässt sich die Polizei bei ihren Aktionen von einer privaten Spitzelbrigade der Musikindustrie “unterstützen”, das ist absolut skandalös. Eigentlich sollte man überhaupt keine Musik mehr kaufen …



6 Kommentare



van am 17.06.2004:


war auch meine erste reaktion nach dem lesen dieser meldung & vor allem des pikanten schnüfflerdetails: ich kaufe nicht eine einzige cd mehr. hmpf..

Ralf am 17.06.2004:

van, man sollte wirklich keine CDs mehr kaufen. Andererseits hört man ja auch gerne Musik. Das wissen die Typen, außerdem haben sie eine üppige Lobby in Berlin, man stelle sich vor unsereins würde einen Konzern verklagen und dann gerne bei der Hausdurchsuchung dabei sein …

mark am 2004-06-17 23:12:57 +0200:

mich würd mal interessieren ob die “sachverständigen Ermittler” überhaupt das recht haben, bei einer durchsuchung dabeizusein. Gabs in deutschland nichma den grundsatz, daß ermittlungsbehörden unparteilich sein sollten oder hab ich das nur geträumt? Ich würd mich ja krank lachen wenn sich das als formfehler herausstellt der das ganze verfahren zum einsturz bringt.

Ich kann ja auch irgendwo den ärger der hersteller verstehen (ob sie den jetz selbst mit verursacht haben oder nich), aber das im artikel geschilderte vorgehen und die pressemeldung erinnern mich eher an nen beleidigten, quengeligen grundschüler als an erwachsene geschäftsleute.

Ralf am 17.06.2004:

Mark, die haben eine Armada von Anwälten, die aufpasst dass keine Formfehler passieren. Die zählen nicht als Spitzel einer Partei, sondern als “externe Fachberater” der Polizei. Wer es sich leisten kann, kann in diesem unserem Lande der Justiz nachhelfen, “objektiv” Recht zu sprechen.

Johannes am 17.06.2004:

CDs kaufen? Kann man das? ;-)

Ralf am 18.06.2004:

Johannes, geht, Du musst aber an der Kasse eine Belehrung anhören und unterschreiben, was Du damit machen darfst!