Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Weblogtalk

War Blogging

Ein interessantes amerikanisches Weblog ist War Blogging:
“Welcome to War Blogging, a new watchdog on the Web. War Blogging is designed to provide you with a bird`s eye view of the perpetual, 1984 style war we`ve found ourselves in. War Blogging covers the progress of the war and the progress of our civil liberties here on the Home Front.”

War Blogging dokumentiert den “Bellizismus” der sich in der amerikanischen Weblog-Szene ausbreitet und präsentiert Links auf Einträge die geeignet erscheinen sämtliche Vorurteile die man als “Alt-Linker” gegen die USA und den Mainstream ihrer Einwohner hat zu bestätigen, bspw. die haarsträubenden Äußerungen von Nick Denton der einen Krieg gegen den Irak alleine schon deshalb befürwortet damit den “mittelalterlichen Arabern” die Überlegenheit der westlichen (in Dentons Sichtweise wohl “amerikanischen”) Lebensweise vor Augen geführt wird: “[…] let Arab people realize that liberal democracy isn`t just a soft western indulgence, but the most effective form of social organization on this planet, and it is their future, if they want a future” (ebd.). Instapundit stimmt begeistert zu, alleine schon deshalb weil er es für notwendig hält die arabische Welt zu demütigen, denn der Rest der Welt würde sich ja auch immer freuen wenn die USA gedemütigt werden. Schein tief zu sitzen, das Trauma des 11.Septembers. Aber es gibt ja auch andere Stimmen, auch die findet man bei War Blogging.

Was mir generell an der amerikanischen Weblog-Szene auffällt ist die Ernsthaftigkeit mit der Themen “gebloggt” und diskutiert werden und dass man trotz teilweise erheblicher Differenzen in der Sache dabei fair und sachlich bleibt (auch in den mehr “tagebuchartigen Blogs”) …