Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Die Sommerzeit - ein als Wohltat maskiertes Übel!

Seltsames

Vera Mong kämpft einen einsamen Kampf gegen die Sommerzeit und klärt uns über den wahren “Nutzen” der Sommerzeit auf:

»die regierung dient im falle der sommerzeit als projektionsfläche für die vorstellung aus der kindheit von einem allmächtigen erwachsenen, der nicht ansprechbar, nicht beeinflußbar ist und der, auch wenn er dummes oder schlechtes tut, immer recht hat, so eine art übermensch.
dieses machtgefälle, das man kennt, das muß wieder her, aber ohne daß es auffällt! schließlich haben wir ja eine demokratie! mit der sommerzeit und übrigens auch mit der rechtschreibreform ist es wieder am wirken, dieses machtgefälle! da ist etwas, was untrennbar zu deinem eigenen, privaten, persönlichen leben, zu deinem körper gehört (tagesablauf und sprache) und da ist jemand, der nur ein `gaaanz klein wenig` davon besitz ergreift und den du im gegenzug nicht mal ansprechen kannst, weil er nicht faßbar ist.«

Am Wochenende ist es wieder soweit, die Regierung tut uns Zwang an, die Uhren werden eine Stunde vor gestellt.

Wir Deutsche wären aber nicht wir Deutsche, wenn wir nicht statistisch belegbare schlimme Folgen der Sommerzeitumstellung nachgewiesen hätten. So steigt am Montag nach der Zeitumstellung die Zahl der Unfälle um 8% an, und viele unserer bedauernswerten MitbürgerInnen leiden am “Sommerzeits-Jet-Lag” (schreibt die
Frankfurter Rundschau). Alles Sissis!

Aber eine gute Ausrede! Montag gehe ich ins Büro und sage zum Chef: »Du, ich kann heute nicht arbeiten, Du, ich leide so furchtbar am Sommerzeits-Jet-Lag, Du …«