Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Webworking

Alter Klassiker: Fest oder flüssig

Martin legt einen alten Klassiker neu auf, nämlich die Diskussion darüber ob eine Website feste Spaltenbreiten haben oder der Text “flüssig” über das Browserfenster “floaten” soll:



»Es gibt bei textorientierten Seiten praktisch nie einen guten Grund, dem User vorzuschreiben, wie er etwas zu sehen hat. Feste Schriftgrößen und Spaltenbreiten mögen für einige Menschen hübsch aussehen, sind aber für andere überhaupt nicht sinnvoll und können sogar dazu führen, dass die Seite für manche User unbenutzbar wird.



Das hat, wie alles im Leben, zwei Seiten. Wenn man sich mal ein wenig unter den Weblogs umschaut, so stellt man fest dass die “hübscheren” (in meinen Augen, logischerweise) zumeist feste Spaltenbreiten verwenden, Dees Metamorphine ist da eine der ansehnlichen Ausnahmen. Wenn man, wie ich, gerne Fotos verwendet, bleibt einem fast nichts anderes übrig als “fixed” zu arbeiten, man werfe mal einen Blick auf das “liquid Netzbuch”, dann sieht man was ich meine. Es bleibt einem nur ein anderes Layout, oder man muß das Bild in einem Verlauf auslaufen lassen, was mir viel zu “Nineties” ist. ;-) Oder man skaliert das Bild in CSS, dann aber wird es auch immer höher, je breiter es wird. Oder man spiegelt es, damit es sich endlos wiederholen kann. Mir gefällt das Netzbuch aber “fixed” besser als in der fließenden Variante.



Quintessenz: Es kommt auf das angestrebte Design an, es folgt nicht immer die Form unbedingt bedingungslos der Funktion. Sowohl die eine als auch die andere Variante sind legitime Gestaltungsansätze. Das Auge ißt immer mit, und ich kann mich an schönen ausgewogenen Spalten-Designs sehr erfreuen und habe auch keine Probleme mit der Vergrößerung des Schriftgrads in festen Spalten. Wie immer sollte man sich davor hüten die eigenen Vorlieben zu allgemeingültigen Design, oder gar “Usability-” (um mal einen modischen Buzz-Anglizismus zu verwenden) maßstäben zu erhöhen. Wie Larry Wall immer so schön sagt: »There`s more than one way to do it.«