Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.

Vergessen

Zeugs

Aus aktuellem Anlass (mein Schlüsselbund liegt gerade auf einem Tisch etwa 200 Kilometer südlich ;-)):

»Vermutlich kann eine Theorie des Vergessens überhaupt nur von Simulanten erzeugt werden. Denn schon die Bewältigung des Alltags erfordert eine große Menge an Gedächtnisleistungen; sind doch die Dinge, die man vergessen kann, schrecklich zahlreich: Vielleicht läßt man das Licht im Hause brennen. Oder auch den Herd. Oder man kann nicht mehr in das Haus hinein, weil man den Schlüssel vergessen hat. Dem, der chronisch vergißt, geht so das Heim verloren. Ohne ein geordnetes Innenleben ist er grausamer Äußerlichkeit ausgesetzt, sobald seine Erinnerung ihn verlassen hat.«

Cai Mosich: Vergessen