Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Techkram

The Art Of Unix Programming

Geekiger Lesestoff für einsame Stunden vor dem Rechner (von wegen “emotionale Defizite”, siehe letzter Beitrag ;-)): The Art Of Unix Programming, geschrieben vom “Open-Source-Guru” Eric S. Raymond. Wie es sich für einen OS-Guru gehört, erscheint das Opus als normaler Haufen toter Bäume und für “umme” im Web. Ich habe es noch nicht gelesen, aber Joel Spolsky, der sich nach der Lektüre Gedanken macht über die primär “kulturelle Differenz” zwischen Unix- und Windows-Programmierern. Technisch gäbe es mehr Ähnlichkeiten als Differenzen, aber:



»What are the cultural differences between Unix and Windows programmers? There are many details and subtleties, but for the most part it comes down to one thing: Unix culture values code which is useful to other programmers, while Windows culture values code which is useful to non-programmers.

This is, of course, a major simplification, but really, that`s the big difference: are we programming for programmers or end users? Everything else is commentary.«




Ich würde eher sagen: Unix-Programme beschränken sich in der Regel auf eine Aufgabe, die lösen sie aber gründlich. Wenn die zu lösende Aufgabe weitere Aktionen erfordert übergibt man das Resultat an ein anderes Programm für genau diese Aufgabe, usw. Windows-Programme hingegen erfinden stets das Rad aufs Neue, damit der Benutzer vor dem Schirm alles unter einer Oberfläche, innerhalb eines Programms, durchführen kann.




(Via Simon Willison)