Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem ersten Weblog das Netzbuch, das von Mai 2002 bis November 2006 aktiv war, und wurde hier aus blognostalgischen Gründen archiviert. Aktuellere Artikel hat der Uninformat im Angebot.
Linux Perennen

Spaß mit cal

Unter der unscheinbaren Unix-Kommandozeile (z.B. in Mac OS X und Linux) schlummert so manches unentdeckte Schätzchen. Z.B. der cal Befehl. Wenn man gerade in einem Terminal tippt und mal schnell nachschauen möchte wann man Geburtstag hat, so hackt man mal kurz ein cal -y in die Kommandozeile und erhält einen wunderhübschen Jahreskalender. Unter Linux kann man auch ncal -y benutzen, das formatiert den Jahreskalender etwas eleganter.

cal funktioniert für den Zeitraum ab dem Jahr 1 nach Christus. Sehr interessant ist ein cal -y 1752. Bekanntlich gab es bereits im Jahre 1582 die Gregorianische Kalenderreform, die aber erst 1752 in ganz Europa umgesetzt wurde. Daher sieht der September 1752 sehr interessant aus …


Aber es steckt noch mehr drin. Unter “/usr/share/calendar” sind in Mac OS X und Linux Kalenderdateien mit historischen Daten versteckt, Paso bedient sich im fscklog immer dieser Funktion für seine “Jubiläen aus dem Terminal”. Unter Mac OS X gibt ein cat /usr/share/calendar/* | grep `date +"%m/%d"` auf dem Terminal aus was sich alles so ereignet hat, Linux-User brauchen nur ein trockenes calendar in das Terminal zu hacken.


Mit calendar -a kann der oder die “root” des Systems alle Jubiläen und Termine eines Tages per Mail an alle User senden, und (zumindest unter Linux) kann sich auch jede® Benutzer(in) eine Kalenderdatei im Home-Verzeichnis anlegen die dann durch cal und calendar ebenfalls verarbeitet wird.


Wie man sieht, es müssen nicht immer große bunter Programme sein, auch in der unscheinbaren Kommandozeile findet man nützliche Sachen …