Oktober 2020

Pimp my Corona-Chart again!

karlsruhe corona

Bei St. Endro (das ist ein Anagramm von »Drosten«!), dieses kleine Weblog am Rande des Internets ist 2020 wahrlich ein Corona-Zahlen-Blog!

Als ich im April begann, jeden Tag Karlsruhes Infektionszahlen in ein CSV zu schreiben, hatte ich die Auswertung dieser Zahlen mal eben mit Jekyll-Bordmitteln kurz zusammengehackt. Es konnte ja keiner ahnen, wie lange das noch aktuell ist und welches Ausmaß diese Datenreihen annehmen werden. Deshalb, und weil die täglichen Zuwachszahlen nun das Faktum sind, auf das politisch Verantwortliche panisch mit einem Strauß von Maßnahmen von durchaus zweifelhafter Sinnhaftigkeit reagieren, wurden die Corona-Charts ein weiteres Mal »gepimpt«. Man will schließlich kommen sehen, wenn ein Random-Maskengebot sowie Verbote aller Art dräuen. Und die Stadt Karlsruhe ist auch nach über einem halben Jahr Corona nicht in der Lage, die täglichen Zahlen in sinnvoller und aussagekräftiger Art und Weise zu publizieren…

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Strümpfestricken

weblogs

Konstantin feiert sein zwanzigjähriges Blogjubiläum:

»20 Jahre später sind Blogs, von löblichen, aber doch eher wenigen Ausnahmen abgesehen, etwas, das Firmen anstelle eines Newsletters betreiben oder auch zusammen mit einem solchen. Der Bär steppt anderswo, und er steppt zum Teil auf erschreckend niedrigem Niveau. Die sozialen Verknüpfungen, die wir uns vor 20 Jahren erhofft haben, und die damals auch durchaus zustande kamen, finden heute als, nun ja: Service von privatwirtschaftlichen oder auch staatlich kontrollierten Konzernen statt (…) Schade eigentlich. Ist Bloggen im klassischen Sinne wirklich das neue Strümpfestricken geworden, harmlos und nicht sonderlich populär?«

Glückwunsch zum Durchhalten, 20 Jahre sind ja schon ganz schön lang.

Und wie immer, wenn jemand von »uns alten Bloggern« ein rundes Jubiläum nutzt, um auch mal wieder was zu bloggen, denkt man sich: »Hach ja, eigentlich ist Sachen im eigenen digitalen Haus rauszuhauen viel besser als die Daueraufgeregtheit angeblich ›sozialer‹ Netzwerke.«

Zumal die »sozialen« Netzwerke zunehmend unbenutzbarer werden. Nachdem das daueraufgeregte Politgetröte Twitter außerhalb meines wohlkuratierten kleinen Fußball-Kosmos im Grund schon die letzten Jahre zunehmend unerträglich gemacht hat, haben im Zuge von Corona leider nun auch langjährige Wegbegleiter (teilweise noch aus den »alten Blogzeiten«) den Verstand verloren und dem guten alten Twitter den Garaus gemacht. Ich bin nicht mehr bereit, mir dieses ständige anklagende Rumgeheule Tag für die Tag auf Bildschirme aller Art zu holen. Und da Facebook eh immer indiskutabel war, Insta außerhalb meiner kleinen Fußballnische ein Rummelplatz halbnackter junger Damen ist und das mit Mastodon und Co. den Startzustand thematischer Selbstbeschäftigung nie so recht verlassen hat, hat sich das mit »Sozialen Netzwerken« eigentlich im Großen und Ganzen erledigt…

Und nun? Der Rat des Tages kommt von Konstantins mysteriösem Stammkommentator Peter van I.:

»Delete all your social media accounts, brush up on your language skills, and just write. Any subject will do. And remember: practice makes perfect. Blogging separates the thinkers from the blabbers.«

Gute Idee. Schöner Vorsatz. Müsste man dann halt auch machen! Lasst uns Strümpfe stricken! 😀