März 2008

Bloggersdorf

weblogs problematisieren

David stellt Bloggern Fragen in "seinem neuen Blog »bloggersdorf.com«":http://www.bloggersdorf.com/. Gleich zu Beginn hat er sich einen wahrhaft wichtigen ausgeguckt, nämlich "mich":http://www.bloggersdorf.com/internet/uninformationorg. ;-) Aber ich bin eigentlich ziemlich langweilig, denn ich "sehe keine Engel und Verstorbene":http://www.bloggersdorf.com/beruf/nicoleborheierblogspotcom. Finde ich gut, wenn David auch einmal die richtig seltsamen Vögel der Blogosphäre vorstellt, ich wünsche viel Erfolg und zahlreiche Besucher.

Stöckcheneinschlag

weblogs stoeckchen literatur

!/images/IMG_8130.jpg!

Eigentlich bin ich ja ziemlich raus aus den szenetypischen Weblog-Ritualen wie »Stöckchen-Werfen«. Andererseits ist es natürlich eine große Ehre, wenn "Markus mir auf seiner Morgenlandfahrt ein Bücher-Stöckchen an den Kopf wirft":http://www.morgenlandfahrt.net/123-blogstoeckchen/. Also folgen wir geschwind den Anweisungen, die da lauten:

  • Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.
  • Schlage es auf Seite 123 auf.
  • Suche den fünften Satz auf der Seite.
  • Poste die nächsten drei Sätze.

Fachbuch lassen wir weg, zählt nicht, ist Arbeitsmaterial wie das Notebooknetzteil. Aber hier gibt es ja auch richtige Bücher. Blättern und rascheln, ich zitiere:

bq. »Bin nach anhaltender und heftiger Trinkerei schwer verkatert, aber ich erinnere mich an ein Tonband, von mir und dem großen Bärtigen, der vor zwei Ehefrauen ausgerissen ist, seinen Namen geändert hat und sich jetzt von einer Frau aushalten läßt. Er hat Kinder irgendwo zurückgelassen, sowohl poetische als auch tatsächliche. Und lebt jetzt unter falschem Namen.« (Charles Bukowski, Schreie vom Balkon. Briefe 1958 - 1994. Hamburg 2005. Seite 123.)

Charles Bukowski, der Poet des amerikanischen Albtraums, begleitet mich schon seit der Phase der »Adoleszenz«. Gerade in diesen Zeiten, wo die Buchhandlungen und Blogs voll von Empfehlungen für erschreckend banale esoterisch angehauchte brüllend positive »Hach, diese Zeiten sind toll! Wandel Wandel Wandel trullala! Und Du bist auch so toll, ey, tschaka!«-Bücher sind, ist der 1994 verstorbene Bukowski, der es wie kein anderer verstand, die schmutzige, abgründige, ehrliche und emotionale Seite menschlicher Existenz zu formulieren, aktuell wie eh und je.

»Schreie vom Balkon« enthält Briefe von Bukowski an alle möglichen Leute und erzählt die Geschichte seines Lebens von ganz unten nach ziemlich weit oben in schnörkellosen und lakonischen Worten, wie immer kongenial übersetzt von Carl Weissner.

Bukowski hat einiges an Material hinterlassen, darum erscheinen noch stets frische Texte von ihm. Bei "Zweitausendeins ist eine CD mit einer Bukowski-Lesung in Hamburg aus dem Jahre 1978":http://www.zweitausendeins.de/artikel/hoerbuecher/belletristik/?ArticleFocus=0&show=230068 und "der Gedichtband »Letzte Meldungen«":http://www.zweitausendeins.de/suche/?ArticleFocus=3&ord=-1&alpha=1&cat=all&q=Bukowski%2C%20Charles erschienen. Natürlich ebenso lesenswert wie die »Schreie vom Balkon«.

Und nun? Wer das Stöckchen mag und noch nicht hatte, mag es nehmen und bearbeiten. »Das Schreiben muss man kommen lassen.« Schrieb Buk (S. 283), und der wusste, wovon er sprach.

2 Kommentare

Markus Sowada am 04.03.2008:

Wieder eine neue Impression. Charles Bukowski. Für mich ist dieser Autor schon deshalb spannend, weil ich von ihm noch beinahe nichts gelesen habe. Und was ich gelesen habe, ist schon mindestens .., wenn nicht noch länger her ;-). *Rituale, Riten und Traditionen* Ich bin weit davon entfernt, ein Mensch zu sein, den es gemeinhin zu Riten und Ritualen zieht und doch stelle ich auch fest, dass manches durchaus positiv sein kann, wenn man es zulässt. Ich habe mich bemüht, mein Stöckchen gerade auf Menschen zu werfen, von denen ich nicht ganz genau wusste, wie sie antworten werden, wo ich aber gleichzeitig gespannt war, was sie schreiben. Gerade in solchen Momenten können WeblogRiten durchaus spannend sein. Man kann es ja durchaus ??da oben?? in Deinem Beitrag lesen und erkennen. Allerdings bin ich schon dankbar, dass Du kein Fachbuch ausgesucht hast ;). So spannend tolle Fachbücher sein können, habe ich schon auf ??andere Antworten?? gehofft. Man könnte ja auch Bildbände nehmen, man könnte natürlich Gedichte zitieren oder Expeditionsbücher. Gerade weil Du auch ??Zweitausendeins?? nennst: da gibt es immer wieder hoch spannende Projekte und Reihen zu bestaunen. *Karlsruhe und überhaupt* Übrigens .. das Stöckchen kehrt immer mal wieder nach Karsruhe zurück. "Daniel Ehniss":http://danielehniss.de/2008/02/11/123-buchstoeckchen/ hat mich ja beworfen, "Johannes Kleske":http://tautoko.info/2008/02/11/123-buchstoeckchen/ hat auch schon einen Beitrag verfasst und allgemein gibt es auch noch andere Leutchen, die sich dem Stöckchenwurf ergeben haben.

Ralf G. am 05.03.2008:

Klar, Markus, einen Ritus in Ehren kann niemand verwehren. Fachbücher passen nicht zu so einem Stöckchengeschmeiße, insbesondere, wenn sie technisch sind. Bei Bildbänden würde es aber auch schwierig. ;-)

Liebes Tagebuch!

weblogs frankfurt tagebuch

S-Bahn

Ja, was waren das noch für Zeiten! Damals, so um 2002, als man sich noch die Köpfe heiß redete in Weblogs über die Frage, ob wohl ein Weblog ein Tagebuch oder ein Tagebuch ein Weblog sei und jeder Artikel über Weblogs in der traditionellen Presse mit einem Weblog-Tagebuch-Vergleich daher kam. Im vergeblich Bestreben, das neue einzige originäre Medium des Webs den »Offlinern« mit halbgaren Anknüpfungen an das Alltagswissen zu erklären. Heute gibt es Weblogs wie Sand am Meer, jeder kennt sie, jeder dahergelaufene BWLer schreibt eins. Sie wenden sich aber lieber der »spannenden« Frage zu, ob wohl soziales Netzwerk DeinZV dieses oder jenes macht. Oh mein Tagebuch, sie haben noch gar keine richtige eigene Stimme gefunden, aber die Seitenleiste ist schon mit Werbung zugekleistert. Liebes Tagebuch, they suck!

Umso schöner, dass ab heute das "Museum für Kommunikation in Frankfurt in der Ausstellung »Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog«":http://www.museumsstiftung.de/frankfurt/d341_ausstellungen.asp diesen alten Faden vom klassischen Tagebuch auf Papier zum stets unter latenten Exhibitionismus-Verdacht stehenden Weblog wieder aufgreift. Im "Flyer zur Ausstellung":http://www.museumsstiftung.de/frankfurt/tagebuch-einladung-1.pdf (PDF) heisst es:

bq. »Dabei konzentriert sich die Ausstellung auf die charakteristische Kommunikationssituation des Tagebuchs, auf die Verschränkung von schreibendem, geschriebenem und adressiertem Ich. Wer schreibt, ist schon nicht mehr allein mit sich und kommuniziert in einem ganz bestimmten Rhythmus. Es ist die prägende Kraft der Tagestaktung, die dem Tagebuch seine besondere Form gibt.«

Ein "Weblog zur Ausstellung gibt es auch":http://tagwerke.twoday.net/, heute (5.3.08) abend gibt es eine "feierliche Eröffnung":http://tagwerke.twoday.net/stories/22648/. Verehrtes Tagebuch, leider haben wir für die Eröffnung keine Zeit, doch ich hoffe doch sehr, dass wir es noch einrichten können, diese Ausstellung bis zum 14. September in Frankfurt am Main zu besuchen. Denn danach verschwindet sie nach Nürnberg und Berlin.

Hau rein, Tagebuch! Dein R.G.

Von Roboterinsekten und Vogeldrohnen

bigbrother überwachungsstaat

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Bald kommt der Frühling, und dann fliegen wieder die Insekten zum Fenster hinein. Die Insekten? Es könnten auch "Cyber-Insekten im Überwachungsauftrag sein":http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/4808342.stm, unterwegs natürlich im Auftrag von Frieden und Sicherheit, wie immer…

"BLDBLOG philosophiert":http://bldgblog.blogspot.com/2008/03/conspiracy-dwellings.html über diese und andere Dinge, die nicht sind, was sie scheinen und stellt lapidar fest:

bq. »What fascinates me about this, though, much more than simply pointing out how advanced surveillance technology has become, is the fact that such statements would have been dismissed as absolute schizophrenia as little as two decades ago.«

Zwei Dekaden? Noch heute wird man sicher schräg angeschaut, wenn man die Fliege an der Wand als Abhöreinrichtung ausmacht. Bei den »normalen« Menschen. Aber vor nicht allzu langer Zeit hätte man jemanden für einen Spinner gehalten, der behauptet hätte, die Machthaber eines demokratischen Staates würden hinter unserem Rücken in unseren Rechnern wühlen wollen. Oder welche Medikamente hätte ich wohl bekommen, wenn ich vor ebenso nicht all zu langer Zeit behauptet hätte: Mitten in Europa, in der so genannten »Wertegemeinschaft des freien Westens«, "bastelt sich die Polizei Überwachungsdrohnen, die wie Vögel aussehen, und begründet das mit Demonstrationen und Fußballspielen?":http://blog.kairaven.de/archives/1517-Vogel-Drohne-zur-UEberwachung-frisch-aus-den-Niederlanden.html Schöne neue Welt, kann man da nur sagen.

Achtet auf die Vögel. Und die Insekten.

3 Kommentare

Bjoern am 08.03.2008:

Was mich beruhigt: Um die Datenmengen einer umfassenden Überwachung überhaupt sichten zu können, braucht es (rechnergestützte Filterung eingerechnet) ungefähr so viele Analytiker wie Überwachte. Das will ich erst mal sehen.

mehlstaub am 10.03.2008:

Ich denke, dass Nachrichtendienste genügend Erfahrung haben, wie man mit großen Datenmengen umgeht. Warum sollte das die Polizei in Zukunft nicht auch schaffen? Die sächsische Polizei hat kürzlich erst zwei Drohnen zur Überwachung von Fußballspielen bestellt. Aber man kann wohl vermuten, dass sich deren Einsatz eben nicht nur auf Hooligans beschränken wird. Wie auch? Sehr beunruhigend finde ich allerdings, dass genau in diesem Moment eine Fliege über meine Notebooktastatur läuft. :P

Ralf G. am 13.03.2008:

Die Erfahrung haben sie, es wurden auch schon Stadionverbote durch die Filmererei bei Fußball-Spielen ausgesprochen, da müssen sie auch nicht wenige Daten abgleichen.

Neues Blog

weblogs

Wenn's einem zu wohl wird, startet man ein Blog. So auch ich, mir war mal wieder danach: "zweisprech.de":http://www.zweisprech.de. Richtig schöner Name. Und mit Textpattern. Was draus wird - mal schauen.

Die Einträge von dort werden automatisch im großen automatischen Ich-Aggregator "Panta Rei":http://www.uninformation.org/pantarei erfasst und befinden sich damit auch im unglaublichen "ralle-Total-Feed":http://www.uninformation.org/pantarei.rss.

Die Aufteilung ist wie folgt: Hier in uninformation.org widme ich mich bunten Sachen in mitunter leicht agitatorischem Tonfall, "drüben":http://www.zweisprech.de wird selbiger etwas zurück genommen und es wird eine mehr thematische Ausrichtung bekommen. Der Rest "vor Ort":http://www.zweisprech.de.

Rails-Konferenz, die Dritte!

rails ruby railskonferenz

"!/images/railskonferenz-logo.png!":http://www.rails-konferenz.de/

Am 9. und 10. Juni 2008 wird in Frankfurt am Main die dritte Auflage der "Rails-Konferenz":http://www.rails-konferenz.de/ statt finden, die einzige Konferenz zum Thema »Ruby On Rails« in deutscher Sprache. Als Besucher der beiden ersten Ausgaben kann ich sie nur empfehlen, das Niveau der Vorträge war fast durchweg sehr gut und sie entwickelt sich zu einem Treffpunkt der deutschsprachigen Rails-Szene.

Die Rails-Konferenz steht natürlich in Konkurrenz zur "RailsConf Europe im September in Berlin":http://en.oreilly.com/railseurope2008/public/content/home. Diese hat natürlich den Charme des großen internationalen Community-Treffs, dafür ist sie erheblich teurer und das Niveau der Vorträge bei der RailsConf Europe 2007 war auch nicht so ganz überzeugend.

Wenn es also genau eine Rails-Konferenz sein soll, würde ich die "Rails-Konferenz":http://www.rails-konferenz.de/ empfehlen. Und das nicht nur wg. »Disclosure«. ;-)

Es werden übrigens noch Referenten gesucht, der "CfP ist auf der Website zu finden.":http://www.rails-konferenz.de/programm/

Disclosure: Ich kenne eine der Organisatorinnen recht gut, und bin auch für digitale Hilfsarbeiten der Organisation eingespannt.

Ein weiteres Überwachungs-Gesetz vom Verfassungsgericht korrigiert

stasi2.0 überwachungsstaat vorratsdatenspeicherung

Das Bundesverfassungsgericht hat den "Eilantrag gegen die Vorratsdatenspeicherung teilweise statt gegeben":http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-037.html. Der "Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung begrüßt das Urteil und fordert bei der Gelegenhet Justizministerin Zypries zum Rücktritt auf.":http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/209/1/lang,de/

Mir sind die Beurteilungen aber deutlich zu positiv. Das Verfassungsgericht unterbindet nicht die Erhebung der Daten, sondern nur den Zugriff darauf. Nun zeigt aber die Erfahrung der jüngsten Zeit, insbesondere die Sache »Steuerflüchtlinge in Liechtenstein«, dass die »Sicherheitsorgane« nicht vor illegalen Aktionen zurück schrecken, wenn sie an Daten heran wollen.

Davon abgesehen ist das Urteil ein weiterer juristischer Schlag ins Gesicht für die Gesetzgeber dieser Republik, deren gesetzgeberisches Treiben vom Bundesverfassungsgericht in Serie entweder ganz gestoppt oder erheblich korrigiert wird. Bei normalen Menschen wäre das ein Grund, mal in sich zu gehen und das eigene Handeln zu überdenken. Die Regenten dieser Republik sind aber gegen jegliche Anwandlungen von Selbstkritik gefeit, da kann man sich sicher sein…

2 Kommentare

Bjoern am 19.03.2008:

Ja sapperlot, ist die Schrift auf einmal riesig geworden! Das flößt einem ja Angst ein. Zum Inhalt: Ich beobachte das ebenfalls sehr kritisch, aber meine Perspektive ist anders. Einen Unterschied zwischen den 'Regenten dieser Republik' und 'normalen Menschen' zu machen, klingt für mich so gar nicht nach politischer Realität. Die da oben und wir hier unten - ist das nicht eine Einteilung, die stark vereinfacht und die es leicht macht all das Negative in ach so fernen "Regenten dieser Republik" zu sehen - aber ja nicht in uns? Gruß

Ralf G. am 20.03.2008:

Nun ja, diese Gesetze werden aber nicht von »uns hier unten« gemacht, doer? Zur besseren Erkenntnis sollte man schon Mechanismen und Funktionen von »Macht« erkennen und sie nicht in einer »Wir Volk sind doch letztendlich alle eine große Familie und die Politiker doch auch nur Menschen wie wir«-Soße ertränken, das macht die Partei mit »C« ja auch immer gerne. Aber es verschleiert Verantwortung und Strukturen.

Sicheres Gruppen-Twittern mit Twitterific

twitter twitterific security

Geek-Events wie die "re:publica":http://re-publica.de/08/ gehen in diesen Zeiten mit einem ordentlichen "Getwitter":http://twitter.com/ einher. Auf unserem wunderbaren Mac ist "Twitterific":http://iconfactory.com/software/twitterrific das Werkzeug, um in das virtuelle Großraumbüro zu schreien. Das Problem dabei: Twitterific ist eine Art Browser, der mit jeder Abfrage die Login-Daten im Klartext überträgt. Dabei können sie problemlos mitgesnifft werden und unser Twitter-Account ist »ge0wned«.

!/images/twitterific-http.png!

Ergebnis: Plötzlich twittern wir garstige Dinge, die wir öffentlich nie sagen würden. Alle wenden sich von uns ab, in den Konferenzräumen verstummen die Gespräche, wenn wir hinein kommen, kurz und gut: Wir sind erledigt, und alles nur, weil wir unverschlüsselte Daten übertragen haben!

Aber das muss nicht sein. Lesen bildet, im Download-Archiv von Twitterific 3.1 befindet sich eine Datei namens »Read Me.rtf«, die u.a. eine Liste mit so genannten »Power User Preferences« enthält. Diese werden über das Terminal ein- oder ausgeschaltet.

Lange Rede, kurzer Sinn: So geht's:

  • Twitterific beenden.
  • Terminal öffnen.
  • Dort eintippen: defaults write com.iconfactory.Twitterrific protocol -string "https://"
  • Fertig.

Ab jetzt überträgt Twitterific seine Daten verschlüsselt:

!/images/twitterific-https.png!

Übrigens lohnt sich ein Blick in das »Read Me«, Twitterific bietet noch weitere nützliche Einstellungen. Beispielsweise kann man einen Wortfilter als RegEx angeben, was sehr nützlich ist, wenn sich die Kontakte über komische Sendungen im Unterschichtenfernsehen kaum einkriegen können. ;)

16 Kommentare

Matthias am 30.03.2008:

Dankeschön! Wichtig: den Befehl NICHT hier einfach rauskopieren, die schönen Anführungszeichen machen Twitterific kapott und müssen durch ganz normale grade ersetzt werden. #puh

Ralf G. am 30.03.2008:

Oh ja, Danke für den Hinweis. Ich habe das mal anders formatiert, nun sollte es passen.

TabTwo am 30.03.2008:

Eigentlich sehr peinlich dass da im Klartext kommuniziert wird. Sicherheit ist irgendwie kein Designziel von diesem ganzen Web 2.0 Geraffel :(

Ralf G. am 30.03.2008:

TabTwo, die haben andere Prioritäten, wichtig ist das die automatischen Werbeeinblendungen gut funktionieren, Sicherheit nicht so. ;) Ralf-Jürgen, mit sudo tcpdump -i en1|grep "128.121.146.100" (Anführungszeichen müssen ganz normale sein, das Textile verschönt die hier unfreiwillig!) kannst Du im Terminal anschauen, wohin verbunden wird, wenn Twitterific Daten austauscht. Es sollte dann etwa so aussehen wie in dem zweiten Bild oben.

Ralf-Jürgen Stilz am 30.03.2008:

Super, hat funktioniert. Vielen Dank und weiterhin viel Spaß am Gerät! rajue

nero am 30.03.2008:

interessant wäre ja nun, wie es bei den anderen apps aussieht, sprich bei twibble, snitter, twhirl und wie sie alle heißen. danke auf jeden fall für den hinweis.

Helmut am 30.03.2008:

Vielen Dank für den Tipp, so muss ich nicht händisch auf der https://-Seite von Twitter lostippen. Leider scheitert bei mir die Überprüfung der Wirkung des Zauberspruchs, das Terminal gibt folgendes aus, danach herrscht Funkstille. Weiß jemand Rat? tcpdump: verbose output suppressed, use -v or -vv for full protocol decode listening on en1, link-type EN10MB (Ethernet), capture size 96 bytes

Ralf G. am 30.03.2008:

nero, keine Ahnung, ich nutze nur Twitterific, weil es nativ ist mit Growl etc., AIR-Programme erscheinen mir immer wie Fremdkörper. Helmut, Du hast entgegen meiner Warnung ;) den Befehl einfach so "reingepastet", die »schönen« typografischen Anführungszeichen um die IP-Adresse hier im Kommentar müssen im Terminal durch ganz normale ersetzt werden, dann sollte es funktionieren.

Malte Diedrich am 30.03.2008:

Man könnte ja vermuten, dass die Einblendung von Anzeigen deswegen wichtiger sei, weil das Verarbeiten von https-Verbindungen mehr Prozessorlast erzeugt und somit teurer ist. Aber das nimmt ja den Spass am Bashen.

Ralf G. am 30.03.2008:

Malte, von mir aus dürfen sie gerne Werbung einbauen, Programmieren will schließlich bezahlt sein ;). Aber eine unverschlüsselte Übertragung von Login-Daten bei *jedem* Request, wo sich die Mehrheit der Benutzer dieser Gefahr garantiert nicht bewusst ist, und nicht einmal ein kleines Knöpflein mit einem Hinweis »Wenn Du das anklickst dann kann das Deinen Rechner langsamer machen aber es ist sicher in nichtsicheren Umgebungen« ist in der GUI zu finden - das ist IMHO eine etwas arge Geringschätzung dieser Problematik. Das hat nichts mit »Bashen« zu tun.

Malte Diedrich am 31.03.2008:

Meinen Rechner macht es nicht langsamer (bzw nur unwesentlich), es macht deren Rechner langsamer, bzw teurer. Und den Zusammenhang zwischen Sicherheit und Anzeigen hast du reingebracht…

Ralf G. am 31.03.2008:

Auf einem langsamen System mit lahmer Verbindung wird es auch beim Client langsamer werden. Das mit Werbung und Sicherheit sollte, wenn auch einw enig polemisch ;), nur die offenkundigen Prioritäten bei der Entwicklung aufzeigen.

Helmut am 31.03.2008:

Ralf G.: Ich verwahre mich den Vorwürfen, hier wie ein DAU vorgegangen zu sein! ;) Im Ernst: Händisches Abschreiben des Terminalbefehls verursacht bei mir jedes mal die obige Fehlermeldung, hier auch "bildlich festgehalten":http://img359.imageshack.us/img359/4096/bild3qn4.jpg. Egal, vielen Dank für den Tipp, wird schon funktionieren, auch wenn mein begrenzter Horizont mich an der Überprüfung scheitern lässt.

Ralf G. am 31.03.2008:

Okay, dann könnte es auch daran liegen, dass Du gerade nicht mit en1 im Internet bist. en1 ist meistens der WLAN-Adapter, Ethernet en0. Und man muss natürlich, wenn das tcpdump läuft, einmal Twitterific »refreshen«. Aber ich will ja nicht hier mit DAU-Vorwürfen kommen. ;)

Helmut am 31.03.2008:

@Ralf G. Dankeschön, das wars. Hack hat funktioniert.