der uninformat http://uninform.at »Wir leben von einem Glauben, der unserer Gegenwart vorauseilt.« (Kante) Das neue Weblog. CC-lizenziert, Nutzung in kommerziellen und/oder werbefinanzierten Aggregatoren nicht gestattet. de 40 In getwitterten Stahlgewittern http://uninform.at/e/in-getwitterten-stahlgewittern http://uninform.at/e/in-getwitterten-stahlgewittern <p><img src="http://www.uninform.at/images/hh-soldaten.jpg" alt="" /></p> <blockquote> <p>»Aufgewachsen im Geiste einer materialistischen Zeit, wob in uns allen die Sehnsucht nach dem Ungewöhnlichen, nach dem großen Erleben. Da hatte uns der Krieg gepackt wie ein Rausch. In einem Regen von Blumen waren wir hinausgezogen in trunkener Morituri-Stimmung. Der Krieg mußte es uns ja bringen, das Große, Starke, Feierliche. Er schien uns männliche Tat, ein fröhliches Schützengefecht auf blumigen, blutbetauten Wiesen. Kein schönrer Tod ist auf der Welt . . . . Ach, nur nicht zu Haus bleiben, nur mitmachen dürfen!« [Aus: <a href="http://www.gutenberg.org/files/34099/34099-h/34099-h.htm">Ernst Jünger: »In Stahlgewittern«</a>]</p> </blockquote> <p>Die Zeiten ändern sich. Zog Ernst Jüngers Generation noch höchstpersönlich, von der Gerechtigkeit ihrer Sache überzeugt, »in einem Regen von Blumen« in den Krieg, so hat <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1363619/">die arbeitsteilige Gesellschaft des 21. Jahrhunderts dafür natürlich längst besoldete Stellvertreter</a>, die in einem Regen von Tweets, aber nicht minder begeistert, los geschickt werden.</p> <p>Ein Lehrbeispiel war der Libyen-Feldzug der <span class="caps">NATO</span>. Im Windschatten des »afrikanischen Frühlings« nutzte die libysche Oppostion die Gunst der Stunde und begann, mit getwitterten Splatter-Fotos und Greuelberichten von unbekannter Authenzität die Social-Media-Öffentlichkeit des Westens zu beeinflussen, indem sie ihre Revolte als »Volksaufstand« dar stellte. Mit dem Gerücht über ein angeblich bevorstehendes Luftbombardement der libyschen Armee gegen die »Demokratiebewegung« <a href="http://www.spreeblick.com/2011/03/16/im-toten-winkel/">liefen die twitternden und bloggenden Amateur-Strategen zur Hochform auf</a> und schließlich <a href="http://uweness.eu/genese-des-konflikts.html">wurde mit dieser Begründung das Eingreifen der <span class="caps">NATO</span> durch den UN-Sicherheitsrat gepeitscht</a>. Das entsprach zwar wahrscheinlich nicht den Tatsachen (»Der Bundesregierung liegen keine detaillierten Informationen über Angriffe der libyschen Luftwaffe auf Zivilisten vor«, Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion am 21.4.2011), aber nun nahm das Geschehen seinen Lauf.</p> <p>Ein großer Erfolg der Libyschen Opposition, Social-Media bewegt und mobilisiert. Qed. In Twitter brach ein Shitstorm gegen Westerwelle los, weil er <em>einmal</em> in seinem politischen Leben etwas richtig machte und sich gegen dieses militärische Abenteuer stellte. Man wollte dabei sein, man wollte in den Krieg, auf der Seite der Guten. Natürlich nicht persönlich, sondern mit dem Notebook auf dem Schoß.</p> <p><img src="http://www.uninformation.org/images/tweet-soehler-nato-fan.png" alt="" /></p> <p>[<a href="https://twitter.com/#!/maiksoehler/status/49104766311211008">Tweet von taz-Redakteur Mike Söhler am 19. März 2011</a>]</p> <p>Nun, 7 Monate später, hat die <span class="caps">NATO</span> zu Ende bombardiert, Gaddafi ist tot, und was nun kommt in Libyen weiß noch niemand, wir werden es erleben. Die im Social-Media-Windschatten <a href="http://www.taz.de/!81385/">publizistisch mitmarschierenden Medien geben sich aber alle Mühe, das was kommen könnte schon einmal prophylaktisch schön zu schreiben</a>.</p> <p>Somit bleibt das erstaunliche Social-Media-Geschehen rund um den Libyen-Krieg der <em>»Social-Media-Tiefpunkt«</em> des Jahres 2011. Wir mögen tolle neue Technik haben und uns im alltäglichen Netzgeschehen als gesellschaftlich fortschrittlich gerieren, was haben wir doch gelacht und werden weiter lachen über die altmodischen Internet-Ausdrucker. Letztendlich, das zeigte der März 2011, verhalten wir uns auch im Jahre 2011 wie Jüngers Generation 1914. Nur dass wir natürlich nicht mehr selbst los ziehen wollen, zu gefährlich, dem sei die arbeitsteilige post-industrielle Gesellschaft vor. Wir beobachten das lieber allzeit meinungsfreudig hinter dem Notebook und mokieren uns in Twitter und Co. über den Außenminister, weil er nicht fröhlich mit marschieren wollte. Die »trunkene Morituri-Stimmung« produziert nur noch Tweets.</p> Sat, 12 Nov 2011 11:09:47 GMT Ralf G. twitter krieg libyen Advent Advent http://uninform.at/e/webkrauts-adventskalender-2011 http://uninform.at/e/webkrauts-adventskalender-2011 <p><a href="http://www.webkrauts.de/category/adventskalender/adventskalender-2011/"><img src="http://uninform.at/images/wk11-advent-468.gif" alt="" /></a></p> <p>In nunmehr guter alter Tradition: <a href="http://www.webkrauts.de/category/adventskalender/adventskalender-2011/">Der Webkrauts-Adventskalender 2011</a>. Und ich bin auch wieder dabei, heute <a href="http://www.webkrauts.de/2011/12/02/konzentriert-und-strukturiert-texten/">mit einem Artikel unter der Flagge meines ewigen Feldzug gegen <span class="caps">WYSIWYG</span>-Komponenten in <span class="caps">CMS</span> und Webapps</a>.</p> Fri, 02 Dec 2011 07:18:50 GMT Ralf G. webkrauts adventskalender Neues von der Linux-PowerPC-Front http://uninform.at/e/neues-linux-powerpc-front http://uninform.at/e/neues-linux-powerpc-front <p>Das alte <a href="http://uninform.at/e/linux_powerbook_g4_debian">PowerBook G4 mit seinem Debian Squeeze</a> gedeiht noch stets auf das Allerfeinste. Es heilt sich sogar selbst! War der Kontakt, der beim Zuklappen des Lieblings-Mac normalerweise den Ruhezustand auslöst (unter <span class="caps">OS X</span>, mit Linux funktioniert das bei mir nicht) jahrelang kaputt, so funktioniert er neuerdings wieder einwandfrei! Das sind die heilenden Kräfte der Freiheit! ;-)</p> <p>Auch wenn man so langsam merkt, dass PowerPC eine sterbende Plattform ist, so gibt es doch trotzdem auch noch brauchbare Linux-Softwareperlen (nicht nur) für die <span class="caps">PPC</span>-Plattform.</p> <h3>Mirage</h3> <p><img src="http://www.uninformation.org/images/debian-ppc-mirage.png" alt="" /></p> <p><a href="http://mirageiv.berlios.de/index.html">Mirage</a> ist ein wirklich sehr schneller Bilder-Angucker für Linux. <em>apt-get install mirage</em> bringt es in das System und man kann auch große Verzeichnisse mit großen Bildern außerordentlich schnell durchschauen, neben <a href="https://github.com/muennich/sxiv">sxiv</a> das schnellste Programm seiner Art.</p> <h3>Minitube</h3> <p><img src="http://www.uninformation.org/images/debian-ppc-minitube.jpg" alt="" /></p> <p>Ein anderes Problem ist Flash. Das gibt es von Adobe schon lange nicht mehr für Linux/PPC, was natürlich mal wieder hervorragend belegt, wie hirnrissig das von den so genannten »Pragmatikern« stets gebrachte Argument, Flash sei zwar keine freie Software aber trotzdem praktisch frei verfügbar, in der Realität tatsächlich ist. Aber ich schweife ab. Ab und an möchte man mal ein Youtube-Video schauen, <span class="caps">HTML5</span>-Video ist dort aber noch in den Kinderschuhen. Dafür gibt es <a href="http://flavio.tordini.org/minitube">Minitube</a>. Auf <span class="caps">PPC</span> besorgt man sich <a href="http://flavio.tordini.org/files/minitube/minitube-1.4.3.tar.gz">den Source</a> und kompiliert das Dingen selbst.</p> <pre> sudo apt-get install build-essential qt4-dev-tools libphonon-dev sudo make install </pre> <p>Das war schon alles, nun kann man Youtube durchsuchen und Videos schauen. Da oben auf dem Screenshot, da wo das blaue Rechteck ist, da würde nun das Video laufen, der Screenshotter scrot mochte das laufende Video partout nicht mitknipsen. Das Video läuft auch in Fullscreen und so genügsam, dass auf der alten Kiste nicht einmal der Lüfter anspringt.</p> <h3>Browser-Krise</h3> <p>Wie erwähnt, PowerPC ist eine sterbende Plattform, die neuen scharfen Browser sind alle nach und nach nicht mehr für diese Plattform verfügbar, Intel-Monokultur rulez!</p> <p>Weder der Opera 11 noch der Firefox 4 sind mehr für Linux/PPC verfügbar, Chromium/Chrome bekanntlich noch nie, weil deren V8-Engine zwingend einen Intel-Prozessor voraussetzt. Noch gibt es brauchbare Alternativen wie <a href="http://www.twotoasts.de/index.php?/pages/midori_summary.html">Midori</a> (installieren mit <em>apt-get install midori</em>), einen flotten Webkit-Browser im <span class="caps">GTK</span>-Kleid (sogar mit Werbeblocker, damit auch in der Praxis einsetzbar), aber letztendlich wird man in der Welt der freien Systeme früher oder später in eine veritable Browser-Krise geraten, wenn man ein System abseits der Intel-Monokultur benutzt. Zumindest im Browser-Bereich ist die Vielfalt der freien Software also eigentlich keine.</p> Thu, 23 Jun 2011 10:56:12 GMT Ralf G. linux debian powerbook ppc powerpc midori minitube mirage re:publica XI – Von jenen die hoffen die »Pro’s« zu sein und andere Abenteuer http://uninform.at/e/re-publica-11 http://uninform.at/e/re-publica-11 <p><img src="http://uninform.at/images/re-publica-11-1.jpg" alt="" /></p> <p>Wie <a href="http://uninform.at/e/republica-11-die-rueckkehr">angekündigt</a> ging es also zum fünften Mal zur <a href="http://re-publica.de/11/">re:publica</a> nach Berlin.</p> <p><i>tl;dr:</i> Voll war es, noch voller als 2010, da aber <a href="http://www.spreeblick.com/2011/04/16/ruckblick-republica-2011/">schon angekündigt wurde</a>, dass es zur nächsten Ausgabe neue größere Räumlichkeiten geben wird, wird in dieser Hinsicht wohl alles gut. Die Vorträge waren wechselhaft, einige informative und einige wirklich schlechte waren dabei. Und sehr schön war natürlich der »Klassentreffen-Aspekt«, also genau das, was bei den Relevanzfanatikern aller Art immer als »selbstbezogen« wahrgenommen wird.</p> <h3>Vorträge, Vorträge</h3> <p>Über die schlechten Vorträge ziehen wir hier mal nicht vom Leder. [Auch wenn ich es erstaunlich finde, dass man heutzutage einen Abschluss in einem geisteswissenschaftlichen Studiengang erringen kann, ohne die freie Rede gelernt zu haben, aber das nur nebenbei…]</p> <p>Meinen vorher parat gelegten »Plan« der zu besuchenden Vorträge konnte ich wg. der Raumprobleme vergessen, so habe ich leider einiges verpasst, was ich eigentlich hören wollte. Diese waren wohl noch zum Teil richtig gut, glaubt man dem gebloggten Echo; sehr ärgerlich! Insbesondere in und vor den kleinen Workshop-Räumen ging es hoch her, vor der Kalkscheune und in den Aufgängen gab es ein Gedrängel wie sonst nur beim Derby vor dem Gästeblock. [Von »Duisburger Verhältnissen« zu sprechen ist aber trotzdem lächerlich.]</p> <p>Einige bemerkenswerte Vorträge, die ich besucht habe, möchte ich hier kurz anreißen, damit Ihr wisst, was Ihr Euch anschauen sollt, wenn demnächst die Videos der Vorträge auftauchen.</p> <p><a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/5624878691/" title="Anonymous"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5061/5624878691_f2c535cf83.jpg" alt="flickr-Bild: Anonymous" /></a></p> <p>Der erste brauchbare Vortrag <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/geek-politics-and-anonymous/#day13">»Geek Politics and Anonymous«</a> von Gabriella Coleman verkörperte dann gleich das Problem, was ich mit der diesjährige re:publica hatte. Die Frage ist doch: Soll die re:publica eine Erklär-Bär-Veranstaltung für »die Gesellschaft« sein, oder diskutieren »wir aus dem Internet« auf einem gewissen Fach-Niveau über Themen aus dem Netzleben? Ich erwarte letzteres, doch fing Gabriella Colemans Vortrag über Anonymous bei Adam und Eva, äh, 4Chan und »lulz« an. Der Vortrag war eigentlich recht gut aufgezogen, aber im Grunde nur ein »historischer Abriss« der Anonymous-Aktionen, den man auch gut <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(group">in der Wikipedia nachlesen kann</a>. Oder in <a href="http://www.zeit.de/2011/16/Anonymous?page=all">einer Zusammenfassung bei Zeit Online</a>.</p> <p>Interessanter wurde es in <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/wenn-linke-linke-verlinken/#day13">»Wenn Linke Linke verlinken«</a> von Thomas Pfeiffer. Selbiger kam nach einer hübschen bunten Analyse von Kontakten und »Followern« zu dem Schluss, dass man sich im Internet, in der Lektüre von Blogs und Nachrichten-Websites und im »Follower-Verhalten« in Twitter am liebsten mit seiner eigenen Meinung umgebe. Daraus ergäbe sich dann das Problem, dass man, in dieser »Echokammer« seiner selbst gefangen, nur noch Stimmen mit einer ähnlichen Meinung wie der eigenen wahrnehme. Deshalb sei ein derartiges Wahrnehmungsverhalten eine Gefahr für den demokratischen Diskurs. Wahrscheinlich hat der gute Mann sich früher, als es noch kein Internet gab, jeden Tag einen gewaltigen Stapel Zeitungen am Kiosk geholt, darum war er damals natürlich in keiner Echokammer…</p> <p><img src="http://uninform.at/images/kunst-und-wunderkammer.jpg" alt="" /></p> <p>Der gute alte <a href="http://www.schockwellenreiter.de">Schockwellenreiter</a> Jörg Kantel sprach in einem »medienarchäologischem Essay« über <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/die-geburt-des-wikis-aus-der-wade-der-wunderkammer/#day13">»Die Geburt des Wikis aus der Wade der Wunderkammer«</a>. Der Vortrag <a href="http://www.cognitiones.de/doku.php/die_geburt_des_wikis_aus_der_wade_der_wunderkammer">kann in seiner eigenen Wunderkammer, dem Cognitiones-Wiki nachgelesen werden</a> (wo auch das Bild oben her kommt) und bot eine Tour durch die Jahrhunderte über die Natur des menschlichen Drangs zur Sammlung von Wissen, beginnend bei Dionysos und Apollon bis zum »Web des Wissens« von heute.</p> <p>Weil ich woanders nicht rein kam (s.o.) besuchte ich meinen »Lieblings-Podcaster« Tim Pritlove bei <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/podcasts-und-radio-als-werkzeuge-der-öffentlichkeitsarbeit/#day1">»Podcasts und Radio als Werkzeuge der Öffentlichkeitsarbeit«</a>. Bot mir nichts Neues, wer aber für seine Organisation einen Podcast machen möchte und ein paar Argumente »Warum« braucht, schaue sich das an.</p> <p>Und dann gab es noch die Deutschlandpremiere von monochroms Film <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/kiki-and-bubu/#day13">Kiki and Bubu »Rated R Us«</a> zu sehen. Sogar die Hauptdarsteller Kiki und Bubu waren anwesend! ;) Der Film <a href="http://www.monochrom.at/kiki-and-bubu/">erscheint demnächst auf der Website von monochrom</a> und ist anzuschauen, Guckbefehl!</p> <p><a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/5625468038/" title="Cyrus Farivar"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5303/5625468038_28c2b8a000.jpg" alt="flickr-Bild: Cyrus Farivar" /></a></p> <p>Einen richtig guten Talk, vielleicht sogar der beste den ich mitbekommen habe, gab es von Cyrus Farivar mit <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/the-internet-of-elsewhere/#day14">»The Internet of Elsewhere«</a>. Idealerweise macht ein Vortrag auf so einer Veranstaltung den Besucher oder die Besucherin mit Themen vertraut, die man bisher nicht wahrgenommen hatte. Das erreichte dieser voll und ganz. Oder wusstet Ihr, wer das Internet in Süd-Korea entwickelt hat, oder das Estland dank Veljo Haamer ein <span class="caps">WLAN</span>-Paradies ist, oder dass Youssou N’Dour im Senegal Internet-Cafes eröffnete um das Land ans weltweite Netz anzuschließen? Eben!</p> <p>Unterhaltung gab es bei <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/das-ende-der-welt-einself/#day14">»DAS <span class="caps">ENDE DER WELT </span>!!!! <span class="caps">EINSELF </span>! !!!!«</a>, wo altgediente Bloggerinnen und Blogger eine Reise durch all das unternahmen, was uns einst so aufgeregt hat, also die sprichwörtlichen »Säue die durch&#8217;s Bloggerdorf getrieben wurden«. Fazit des Ganzen: Mag das alles auch noch so empörend sein, locker bleiben, die Welt dreht sich weiter.</p> <p><a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/5625468420/" title="Gunter Dueck"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5223/5625468420_7311b24078.jpg" alt="flickr-Bild: Gunter Dueck" /></a></p> <p>Und dann kam das, was nach dem allgemeinen Echo in Twitter und Blogs der Höhepunkt des Vortragsprogramms war: Gunter Dueck und <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/das-internet-als-gesellschaftsbetriebssystem/#day14">»Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem«</a>. Dueck ist es gewohnt, sein Publikum zu fesseln, der Vortrag war brillant und außerordentlich unterhaltsam. Duecks Theorie: Das Internet als jederzeit verfügbarer Wissensspeicher mache vieles überflüssig, etwa unser althergebrachtes Bildungssystem und viele Dienstleistungsberufe (großartig als »Flachbildschirmrückseitenberatung« karikiert). Das Internet sei als Lebensader der Gesellschaft die Autobahn des 21. Jahrhunderts. Wir bräuchten einen »Internetminister«, so Dueck, der eher ein »Integrationsminister« sein müsse, denn die gesellschaftliche Veränderung durch das Internet (Zitat) »müsse irgendwo gehostet werden«. Die Gesellschaft in der neuen »Internetstruktur« führe dann zu einer »Industrialisierung der Dienstleistung« (denn wofür braucht man einen Bankberater, wenn man sich nach 2 Stunden Netzrecherche sowieso besser auskennt als dieser?). Diese wiederum erfordere eine »Professionalisierung der Berufe«, was in einer Spaltung der Menschheit in »Pro’s« und »Unpro’s« nebst dazugehörigen sozialen Konflikten enden werde. Donnernder Applaus mit vereinzelten »Standing Ovations« belohnte Duecks Ausführungen, wie selbstverständlich gehen die Anwesenden davon aus, sich auf der Seite der Sieger in Duecks <a href="http://rhizom.blogsport.eu/2011/04/17/republica-11-nerd-utopien-die-luft-ist-raus/">»Klassenideologie für verwertungsgeile Internet-Yuppies«</a> wieder zu finden. Da, verehrte Freundinnen und Freunde, wäre ich mir an Eurer Stelle mal lieber nicht so sicher…</p> <p>Und ein »Fußball-Panel« gab es auch wieder, mein Höhepunkt der rp11. Unter dem Titel <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/vom-supporter-zum-reporter/#day14">»Vom Supporter zum Reporter. Fußball-Welt im Medienwandel«</a> hatten die »Glubberer« von <a href="http://www.clubfans-united.de/">Clubfans United</a> ein hochkarätig besetztes Panel zum Thema »Der Fußball in der 2.0-Welt« geladen. Die Sicht von Fans, Website-Betreibern, Vereinen und der <span class="caps">DFL</span> wurde beleuchtet und es wurde diskutiert, wo denn eigentlich heutzutage die »Kommunikationshoheit« bei unserem Lieblingssport liegt. Man lernte z.B., dass die <span class="caps">DFL</span> zukünftig den Vereinen Nachhilfe in Sachen »Web 2.0« geben will. In <a href="http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/computer/computernews_artikel,-Nachhilfe-in-Sachen-Fan-Dialog-DFL-lehrt-die-Vereine-Cyber-Work-Bundesliga-Twitter-Facebook-_arid,234624_arpage,1.html#articletop">der Rhein-Zeitung</a> wurde die Session schön zusammen gefasst. Ausgerechnet (um mal des Fußball-Reporters Lieblingswort zu verwenden ;)) diese Session zu dem »Rand-Thema« (zumindest was re:publica angeht) Fußball zeigte, wie es gehen kann, netzspezifische Themen in die Welt »da draußen« zu bringen ohne gleich auf ein Erklär-Bär-Niveau zurück fallen zu müssen.</p> <h3>Fazit und das Echo</h3> <p>Wie jedes Mal bricht nach der re:publica ein ordentlicher Blogsturm los. Einer <a href="http://www.torstenmaue.com/rp11-ein-schuss-in-den-ofen/" rel="nofollow">bloggt sogar sein Erstaunen darüber, dass die re:publica kein Barcamp ist</a>. Echt? ;)</p> <p>Lassen wir die Trollerei außen vor, liest man oft den Vorwurf, die re:publica würde keine »gesamtgesellschaftlichen Impulse« liefern. Da wäre zu fragen: Soll sie das denn?</p> <p>Was soll sie denn überhaupt sein, diese re:publica: Eine Erklär-Bär-Veranstaltung von der »Netz-Community« für den »Rest« (also die anderen 99,9% ;)) der Gesellschaft? Ein Deklamations-Treffen der »Netz-Community« um ihre gesamtgesellschaftliche »Mission« zu diskutieren und zu organisieren? Oder nur ein (Klassen-)Treffen von »Netzbürgern«, um ganz ohne den Druck einer wie auch immer gearteten Mission über das Netz und seine Phänomene und Auswirkungen zu diskutieren?</p> <p>Ich sehe eher das Letztere. Und ich würde mir mehr und bessere Vorträge wünschen, die ein gewisses fachliches Niveau haben und einfach voraussetzen, dass man auf der Höhe des zeitgenössischen Netz-Geschehens ist und nicht immer bei »Adam und seinen lulz« anfangen.</p> <p>Und ja, re:publica ist ein Klassentreffen, das macht einen nicht unbeträchtlichen Teil des Reizes der Veranstaltung aus. Und natürlich, das Netz agiert im gesellschaftlichen Raum. Aber ich sehe nicht, warum man sich als Fachpublikum in Sachen »Internetz und seine Kultur« nicht auch ausgiebig mit sich selbst befassen kann. Schreibt doch der Frager vom Cicero <a href="http://www.cicero.de/97.php?item=6133">hier</a>: »Da geht es beispielsweise um Modeblogs, Dezentrales Clustern oder Design Thinking. Das sind nicht gerade gesellschaftsrelevante Themen.« Ja, guter Mann, brodelt vielleicht Ihr Interview-Heftchen mit mehr oder weniger prominenten Menschen von »gesellschaftsrelevanten Themen« geradezu über? Ist alles <em>verboten</em> in Sachen Netz, was nicht sofort den Kontext von Oma Paschulke, den Kindern und der Gesellschaft an sich nebst ihrer Vermittlung an jene Kreise berücksichtigt? Nein, Freunde, solche Erwartungen münden in einer Sackgasse aus der man nicht mehr raus kommt. Wie sagt Jakob Augstein so absolut treffend <a href="http://www.cicero.de/97.php?item=6133">ebd.</a>:</p> <blockquote> <p>» Diese Veranstaltung ist das große Klassentreffen der Bloggerszene. Hier kommen Menschen zusammen, die sich für Bürgerjournalismus, Community Building, Whistleblowing, neue Kommunikationstechnologien interessieren und sich hier austauschen. Diese Veranstaltung hat für mich eine Art Messecharakter. Ich finde nicht, dass man erwarten kann, dass sich die Leute hier mit den Gegenwartsproblemen der deutschen Innenpolitik beschäftigen. Das wäre verfehlt.«</p> </blockquote> <p>Und natürlich soll und muss auch die gesellschaftliche Komponente unseres Netzhandels ihren Widerhall finden, je breiter, desto besser. Darum ist es mir ziemlich unverständlich, warum ausgerechnet der Themenkomplex »Feminismus und Netz« derart aggressive Reaktionen hervor ruft. Macht Euch mal locker, Freunde!</p> <p>Und noch eins: Wenn das alles nur so ein selbstbezogenes Geschwurbel ohne gesellschaftliche Relevanz ist, wieso konnte man sich nirgends mal in der Nase bohren ohne das Risiko einzugehen, mit jener unfeinen Handlung von einer Fernsehkamera für alle Zeiten aufgezeichnet zu werden?</p> <p>Richtig (pardon) auf den Sack geht mir das Gemotze über Marginalien. Einige entblödeten sich nicht, selbst über das Bändchen am Handgelenk einen Rant zu verfassen (<a href="http://www.keinsinn.de/content/rp11-bändchen-removal-howto">»Da mich das dumme Bändchen außerhalb der Veranstaltung nur behindert (Duschen, Toilettengänge, überall…«</a>), dazu <em>das</em> Blogzitat schlechthin zur rp11 von <a href="http://palisades-berlin.de/2011/04/16/show-fucking-face-oder-die-republica-11/">Palisadesberlin</a>:</p> <blockquote> <p>»Ich mach mir jetzt mal kein Kopfkino mit dem “Toilettengang”. <span class="caps">HABT IHR SIE NOCH ALLE</span>? &lt;rant&gt; Ihr legt doch beim ficken auch ein Handtuch unter, oder? Und wie tief steckst du dir dein Hand in den Arsch damit das Band dich behindert? Auch “es kratzt mich beim duschen” finde ich…komisch…wo, kratzt es denn?&lt;/rant&gt; [...] Fazit: Vorschlag an die Veranstalter: Nächstes Jahr bekommen alle Ihr Bändchen ins Ohr “getackert”&#8212;wie ein Steiff-Teddy.«</p> </blockquote> <p>Yo. ;) Apropos Echo, hier aus der Flut einige lesenswerte gebloggte Einschätzungen zur re:publica, erfreulicherweise wird ja wieder, zumindest in diesen Tage nach der re:publica, mehr gebloggt:</p> <ul> <li><a href="http://www.endl.de/weblog/2011/04/17/republica-xi-hey-alles-glanzt-so-schon-neu-mein-kommentar/">endl.de: »re:publica XI: Hey, alles glänzt, so schön neu. – Mein Kommentar«</a></li> <li><a href="http://rhizom.blogsport.eu/2011/04/17/republica-11-nerd-utopien-die-luft-ist-raus/">rhizom: »Nerd-Utopien: Die Luft ist raus (Re:publica 11)«</a></li> <li><a href="http://ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com/2011/04/ein-fremdwoerterbuch-unter-anderen.html">EIN <span class="caps">FREMDWOERTERBUCH UNTER ANDEREN BUECHERN</span>. ALSO <span class="caps">BLOGS</span>. ALSO <span class="caps">AUF DER RE</span>:PUBLICA. <span class="caps">UNTER MENSCHEN</span>.</a></li> <li><a href="http://www.johanvonhuelsen.de/blog/wordpress/2011/04/17/remove-oder-der-versuch-einer-republica-perspektive/">Johan v. Hülsen: »re:move — oder der Versuch einer re:publica-Perspektive«</a></li> <li><a href="http://hanhaiwen.wordpress.com/2011/04/17/wieder-zurueck-von-der-rp11/">Drop the thought: »Wieder zurück von der #rp11«</a></li> <li><a href="http://jensscholz.com/index.php/2011/04/17/re-publica-xi-teil-eins">Jens Scholz: »re:publica <span class="caps">XI </span><del> Teil eins«</a> und <a href="http://jensscholz.com/index.php/2011/04/17/re-publica-xi-teil-zwei-inklusive-dem-ende-der-welt">»re:publica <span class="caps">XI </span></del> Teil zwei &#8211; inklusive dem Ende der Welt.«</a></li> <li><a href="http://crocksberlin.wordpress.com/2011/04/16/republica-oder-warum-wir-noch-keine-digitale-gesellschaft-sind/">Kulturbeutel: »Re:Publica – oder warum wir (noch) keine digitale Gesellschaft sind«</a></li> <li><a href="http://palisades-berlin.de/2011/04/16/show-fucking-face-oder-die-republica-11/">Palisadesberlin: »Show your fucking face« oder die re:publica 11</a></li> <li><a href="http://www.spreeblick.com/2011/04/16/ruckblick-republica-2011/">Spreeblick: »Rückblick – re:publica 2011«</a></li> <li><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2011/04/re-publica-11/">Indiskretion Ehrensache: »Re-Publica 11: Oder Felix Schwenzel«</a></li> <li><a href="http://digiwis.de/blog/2011/04/18/republica-11-eine-bloggerkonferenz-ohne-visionen-und-konzepte/">Digiwis: »re:publica 11 – eine Bloggerkonferenz ohne Visionen und Konzepte«</a></li> <li><a href="http://nicolaischwarz.de/web/2011/04/18/rp11-eindruecke-blau-digiges">Nicolai Schwarz: »#rp11 #eindrücke #blau #digiges«</a></li> <li><a href="http://heinz.typepad.com/lostandfound/2011/04/notizen-zur-republica-11-.html">Lost and Found: »Notizen zur re:publica 11«</a></li> </ul> Und noch mehr Stimmen werden hier gesammelt: <ul> <li><a href="http://re-publica.de/11/blog/2011/04/17/blogschau-ihr-über-die-republica-xi/">Blogschau – Ihr über die re:publica XI</a></li> <li><a href="http://offensichtlich.wordpress.com/2011/04/16/republica-xi-die-nachberichte/">re:publica XI: Die Nachberichte – eine mehr oder weniger vollständige Liste</a></li> <li><a href="http://www.webwriting-magazin.de/gesammelte-reaktionen-zur-republica-2011/">Gesammelte Reaktionen zur re:publica 2011 – #rp11</a></li> </ul> Mon, 18 Apr 2011 18:36:56 GMT Ralf G. berlin republica re-publica rp11 re-publica11 re:publica XI - Die Rückkehr http://uninform.at/e/republica-11-die-rueckkehr http://uninform.at/e/republica-11-die-rueckkehr <p><a href="http://re-publica.de/11/"><img src="http://re-publica.de/11/wp-content/banner/250.jpg" class="floatleft" alt="" /></a></p> <p>Und da ist es auch schon wieder soweit: <a href="http://re-publica.de/11/">re:publica XI</a> steht vor der Tür. Wie bei allen bisherigen Ausgaben werde ich auch dieses mal wieder mit von der Partie sein. Erwartungen habe ich keine großartigen, einfach mal schauen wie es da so sein wird. Und ebenfalls schauen, ob sich der Trend fortsetzt, dass all&#8217; die schönen Veranstaltungen, wo einst nur »wir kühle BloggerInnen und Nerds« rum liefen und unseren Spaß hatten, nach und nach von den »Social Media«(sic!)-Borgs, Beratern, PR-Fraggles, Marken-Kommunikations-Replikanten u.ä. übernommen werden. Denn es hat noch keiner gemerkt: Niemand will mit seinem Getränk, Sommerreifen oder Hämorrhoidensalbe in einen »Social-Media-Dialog« treten und vernetzen, wir (wer immer das auch genau ist) wollen eigentlich nur einen (mittlerweile nicht mehr gar so) neuen Kommunikationsraum bevölkern und entwickeln.</p> <p>Das <a href="http://re-publica.de/11/schedule/">Programm</a> liest sich wie immer vielversprechend, wenn ich <a href="http://re-publica.de/11/faq/">das richtig verstanden habe</a> gibt es für Euch daheim gebliebene zumindest einen Livestream aus dem Friedrichstadtpalast.</p> <p>Gebloggtes von mir <a href="http://www.uninformation.org/tags/republica">zu den vergangenen vier re:publicas der Jahre 2007-2009 findet das geneigte Auge im alten Blog</a>, im neuen gibt es <a href="http://uninform.at/tags/re-publica10">Gebloggtes zur Ausgabe des Jahres 2010</a>.</p> <p>Und natürlich Bilder von den Vorjahren:</p> <ul> <li><a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/sets/72157623735943267/">2010</a></li> <li><a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/sets/72157616124644893/">2009</a></li> <li><a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/sets/72157604355046933/">2008</a></li> <li><a href="http://www.flickr.com/photos/leralle/sets/72157600064345846/">2007</a></li> </ul> Tue, 12 Apr 2011 15:25:42 GMT Ralf G. republica rp11 re-publica re-publica11 berlin Weiter, weiter, immer weiter http://uninform.at/e/weiter_weiter_immer_weiter http://uninform.at/e/weiter_weiter_immer_weiter <p>Und es wird immer weiter gelaufen, der <a href="http://www.metrogroup-marathon.de/">nächste Marathon</a> wartet im Mai und will gut vorbereitet sein. Und wenn man so eine ganz schön lange <em>Zeit</em> durch einen langen <em>Raum</em> rennt, passt <a href="http://www.raumzeit-podcast.de/">»Raumzeit«</a> sehr gut. Diese Podcast-Reihe beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Erforschung des Weltraums. Die ersten Episoden liefen etwas zäh an, ab <a href="http://www.raumzeit-podcast.de/2010/11/19/rz003-raketenantriebe/">»Raketenantriebe«</a> kann man getrost einsteigen, und der zuletzt konsumierte zum Thema <a href="http://www.raumzeit-podcast.de/2010/12/16/rz005-planetenforschung/">»Planetenforschung«</a> war ein erster Höhepunkt der Reihe. Als Einstieg zum Thema kann ich auch <a href="http://chaosradio.ccc.de/cre156.html">CRE156 »Das Sonnensystem«</a> und <a href="http://chaosradio.ccc.de/cre147.html">CRE »Mikrokosmos, Makrokosmos«</a> empfehlen. Hat man das alles verdaut, ist man auf dem aktuellen Forschungsstand in Sachen <em>Weltraum</em> und kann über die absonderlichen Fehlgriffe des Boulevards zu solchen Themen nur grinsend sein Haupt schütteln…</p> Wed, 19 Jan 2011 20:37:58 GMT Ralf G. podcast weltraum Über's Schreiben http://uninform.at/e/uebers_schreiben http://uninform.at/e/uebers_schreiben <p>Ein <a href="http://interconnected.org/home/2011/01/14/being_boring">guter Text über das »Comeback-Bloggen« von Matt Webb</a> (<a href="http://www.johanneskleske.com/blog/about-writing.html">gefunden bei Johannes</a>):</p> <blockquote> <p>»The last time I wrote on my blog with any kind of regularity was early 2008. [...] I&#8217;ve tried to write since. It&#8217;s not come. I was finding myself over-thinking my words. They&#8217;d seem to me try-hard poetic, and I prefer to write the way I speak. Or I didn&#8217;t have anything to say. Anything I said was obvious. Or I&#8217;d over-explain.«</p> </blockquote> <p>Das geht wohl allen so, die früher mal regelmäßig ins Netz geschrieben haben: Es ist schwieriger als man denkt, zurück zu der Regelmäßigkeit und Selbstverständlichkeit zu kommen, mit der man damals Zeug raus gehauen hat. Da kommt man, wie Matt schreibt, wohl nur durch&#8217;s »Drauflos-Schreiben« raus. Ist heute auch schwieriger, gerade »Aktuelles« ist nach kürzester Zeit in Twitter und Co. sowas von durchgenudelt, dass die innere Relevanzaxt das zarte Pflänzchen eines Blog-Textes gleich wegholzt. Da hilft nur, um noch mal Matt zu zitieren: »Okay, fine, do it anyway.«</p> Wed, 19 Jan 2011 20:16:00 GMT Ralf G. weblogs egosachen